Donnerstag, 17. Mai 2018

Ankündigung einer Zwangsvollstreckung durch Mainkas Solution Group

Uns liegt ein Dokument einer Firma namens Mainkas Solution Group vor. Das Schreiben trägt den Betreff „1. Mahnung – Sammelklagen – Ankündigung Zwangsvollstreckung“. Es sollen noch Beitragszahlungen offen sein, die nun durch das Unternehmen eingefordert werden. Haben Sie auch Post dieser Art erhalten? Hier erhalten Sie Fakten zu dem Thema.

Titel: Ankündigung einer Zwangsvollstreckung durch Mainkas Solution Group

Mainkas Solution Group fordert eine hohe Summe


Erneut wurde uns ein Schreiben vorgelegt, in welchem mit der Beauftragung eines Gerichtsvollziehers bzw. einer Zwangsvollstreckung gedroht wird, sofern nicht gezahlt wird. In diesem Fall stammt diese schriftliche Forderung von einer Firma namens „Mainkas Solution Group“, die laut Briefkopf in Hamburg ansässig sind.

Mainkas Solution Group schreibt: „Mit diesem Schreiben müssen wir Ihnen bedauerlicherweise mitteilen, dass sich in der Bundesrepublik Deutschland mehrere Sammelklagen von verschiedenen Gewinn- und Zeitschriftenverlagen gesammelt haben (u.a. EuroMillions, EuroWinAg, Weblotto, EuroWin24, NKL/SKL EuroJackpot), diese haben sämtliche im Zahlungsverzug befindliche Beitragszahlungen Ihrer Kunden an uns abgetreten“.

Innerhalb von drei Tagen soll die Gesamtsumme in Höhe von 285,00 EUR überwiesen werden, um weitere Folgen zu vermeiden. Bei diesem Betrag handelt es sich um ein Vergleichsangebot, die Hauptforderung samt Mahn- und Inkassokosten würde laut des Schreibens 760,00 EUR betragen.

Wie seriös ist das Schreiben?


Die Mainkas Solution Group droht bei Nichteinhaltung der Frist mit weiteren Folgen, wie unter anderem einer „Pfändung zukünftiger Rentenansprüche“ sowie einer „SCHUFA-Meldung“. Zum Zwecke der Überweisung ist dem Schreiben ein Zahlschein beigefügt, der bereits zu Teilen ausgefüllt wurde.

Der Betrag in Höhe von 285,00 EUR soll an eine Mainkas Solution SRL überwiesen werden. Die angegebene Kontoverbindung verweist auf ein Konto in Rumänien.

Scan: Anschreiben "Mainka Solution Group"
Anschreiben "Mainka Solution Group"


Empfänger einer solchen Forderung sollten wissen, dass die Mainkas Solution Group kein in Deutschland eingetragenes Inkassounternehmen ist und somit stellt sich die Frage, ob das Unternehmen überhaupt dazu berechtigt ist, Dienstleistungen einer Inkassofirma anzubieten und durchzuführen. Auch die im Schreiben angegebene Handelsregisternummer (Amtsgericht Hamburg) führt zu keinem Eintrag. Die genannte Telefonnummer ist im Ausland angesiedelt, genauer gesagt in Großbritannien. Eine Website für weitere Informationen ist nicht angegeben.

Kontakt mit Verbraucherdienst


Verbraucher, die ebenfalls Post von der Firma Mainkas Solution Group erhielten, können sich für weitere Informationen bei uns melden.

Nutzen Sie unsere Kontaktmöglichkeiten:

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oder per E-Mail:

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Eine Einzelfallberatung ist uns nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur für Mitglieder erlaubt und wird durch kooperierende Rechtsanwälte durchgeführt.

Mittwoch, 16. Mai 2018

Forderung von KM-Inkasso & Forderungsmanagement

„Letzte Mahnung“ aus Köln. Bereits zwei Forderungen einer Firma namens KM-Inkasso & Forderungsmanagement wurden an uns weitergeleitet. Laut des Schreibens soll eine Insertionsgebühr eines bestimmten Vertrags nicht bezahlt worden sein. Aus diesem Grund droht das Unternehmen mit einer Vorpfändung, sofern die offene Forderung nicht beglichen wird.

Titel: Forderung von KM-Inkasso & Forderungsmanagement

Offene Kosten laut KM-Inkasso & Forderungsmanagement


„Leider haben Sie sich auf unsere Schreiben und unseren Anrufen (…) nicht gemeldet“, heißt es einleitend und fehlerhaft in dem Brief der Firma „KM-Inkasso & Forderungsmanagement“. Konsequent zeichnet sich das Schriftstück durch eine Vielzahl von Rechtschreib- und Grammatikfehlern aus, was Zweifel aufkommen lässt. Handelt es sich um eine seriöse Inkassofirma, die im Auftrag Ihrer Kunden offene Forderungen beitreibt? Diese Frage wäre leichter zu beantworten, wenn ein Auftraggeber genannt werden würde. KM-Inkasso & Forderungsmanagement spart sich Belege und Vollmachten, aber bietet die Möglichkeit, eine „Gesprächsaufzeichnung als Audio-CD“ zu versenden. Auf dieser Aufzeichnung soll wahrscheinlich eine Bestätigung einer „Mitgliedschaft bei der Optima Solution GmbH“ zu hören sein. (Siehe Bild)

Gefordert wird eine Summe von 543,65 EUR. Beide Forderungen, die uns freundlicherweise durch Mitglieder zur Verfügung gestellt wurden, listen exakt Kostenpunkte sowie Vertragsnummern und Aktenzeichen auf. Obwohl zwei unterschiedliche vermeintliche Schuldner kontaktiert wurden, scheinen differenzierende Aktenzeichen zur Beitreibung nicht nötig zu sein. Die Hauptforderung soll eine sogenannte „Insertionsgebühr“ sein. Um welches Inserat es sich dabei handeln könnte, bleibt unbekannt.

Drohung mit Vorpfändung


KM-Inkasso & Forderungsmanagement droht bei weiterer Zahlungsverweigerung mit der Einleitung eines gerichtlichen Verfahrens. Bevor es dazu kommen muss, zeigt sich das Unternehmen von der kulanten Seite und bietet die Zahlung eines Vergleichs an. Sollte der Empfänger innerhalb von drei Werktagen die Summe in Höhe von 258,78 EUR zahlen, würde er eine schriftliche Bestätigung „mit Ihrer sofortigen Kündigung“ erhalten. Was genau gekündigt werden würde, wird nicht beschrieben.

Um den Ernst der Lage zu verdeutlichen, fügte KM-Inkasso & Forderungsmanagement ein Formular mit dem Aufdruck „Vorpfändung“ dem Schreiben bei. Dort ist sogar die Bank als Drittschuldner vermerkt, um eine weitere Drohkulisse aufzubauen.

Scan: KM-Inkasso & Forderungsmanagement | Seite 1
KM-Inkasso & Forderungsmanagement | Seite 1

Scan: KM-Inkasso & Forderungsmanagement | Seite 2
KM-Inkasso & Forderungsmanagement | Seite 2

Scan: KM-Inkasso & Forderungsmanagement | Seite 3
KM-Inkasso & Forderungsmanagement | Seite 3



Fakten zur Forderung


Im Rechtsdienstleistungsregister (abrufbar unter rechtsdienstleistungsregister.de) ist zum derzeitigen Zeitpunkt kein Inkassounternehmen namens „KM-Inkasso & Forderungsmanagement“ aufgeführt. Die angegebene Website der Firma (www.km-inkasso.de) zeigt nur eine Testseite (Stand 16.05.2018), die Adresse verweist auf ein virtuelles Büro. Es stellt sich die Frage, ob das Unternehmen überhaupt dazu berechtigt ist, Dienstleistungen einer Inkassofirma anzubieten und durchzuführen.

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Dienstag, 15. Mai 2018

schneller.credit: Forderung durch IZP DIS GmbH

Aktuell liegt eine Zahlungsaufforderung durch IZP DIS Gmbh vor, ein in Hamburg ansässiges Inkassounternehmen. Im Auftrag der AlphabetOnlineServices OOS Corp., welche unter anderem die Webseite „schneller.credit“ betreibt, werden Kosten gefordert, die laut des Schreibens noch offen sein sollen. Diese Gebühren könnten entstanden sein, da eine Verbraucherin im Netz auf der Suche nach einem günstigen Kredit ohne Schufa waren.

schneller.credit. Forderung von IZP DIS GmbH

Zahlungsaufforderung für AlphabetOnlineServices OOS Corp


„Der schnellste Weg zu mehr Ansehen mit Ihrer eigenen Mastercard“, so wirbt die Website „schneller.credit“ für das Angebot „MasterCard & 6.666€ Kredit“. Diese virtuelle „Mastercard ohne Schufa“ richtet sich scheinbar an jene Personen, die im Netz auf der Suche nach einem unkomplizierten Kredit sind. So einfach wie es scheint, könnte es unter Umständen in der Praxis nicht verlaufen. So liegt uns derzeit eine Forderung des Inkassounternehmens IZP Deutscher Inkasso Service GmbH vor, die im Auftrag der AlphabetOnlineServices OOS Corp. tätig sind.

IZP DIS GmbH aus Hamburg schreibt in der Zahlungsaufforderung, dass die Empfängerin die Gebühren einer Bestellung auf schneller.credit bislang nicht bezahlt hätte. So werden neben der Hauptforderung von 99,90 EUR zusätzlich Mahnkosten und Inkassogebühren verlangt, was eine Gesamtforderung in Höhe von 210,10 EUR ergibt. Zahlbar ist dieser Betrag innerhalb von 10 Tagen. Sollte keine Reaktion oder Zahlung erfolgen, wird mit weiteren gerichtlichen Schritten gedroht.

Scan: Zahlungsaufforderung der IZP DIS GmbH
Zahlungsaufforderung der IZP DIS GmbH


Ein Blick in die AGB von schneller.credit


Menschen, die sich unter Umständen in finanzieller Notlage befinden und auf der Suche nach Krediten im Netz sind, sollten unbedingt auch mögliche Zusatzkosten achten, bevor sie Kreditanfragen stellen oder gar Verträge abschließen.

Auf dem Portal der AlphabetOnlineServices OOS Corp. wird in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen und der Unterseite „Rechtliches“ auf wichtige Informationen hingewiesen, die vielleciht nicht jedem Interessierten bewusst sind:


  • Die Lieferung der bestellten Ware/Dienstleistung erfolgt weltweit ausschließlich per Nachnahme
  • Vor Ausgabe und Freischaltung muss eine Ausgabegebühr von 99,90€ gezahlt werden
  • Die Auszahlung des gewünschten Kredits bis 6.666 EUR setzt eine erfolgreiche Vermittlung voraus – eine erfolgreiche Vermittlung kann nicht garantiert werden
  • Es fallen vor Ausgabe der Mastercard weitere Gebühren des Kartenemittenten an


Interessenten sollte bewusst sein, dass die AlphabetOnlineServices OOS Corp. keine eigenen Kredite vermittelt, sondern laut AGB bloß Anfragen an „unterschiedliche Partner“. Das bedeutet, dass vor der Gewährung eines Kredits eine Dienstleistung in Rechnung gestellt wird – ohne Garantie auf Erfolg.

Laut der Verbraucherzentrale Sachsen betreibt die AlphabetOnlineServices OOS Corp. ein weiteres Portal mit dem Namen „blitz.credit“, welches sogar auf Facebook für eine „MasterCard GOLD und SofortKredit bis zu 7.777 Euro“ wirbt. In dem Artikel wird sogar der Verdacht geäußert, dass „Daten beim Besuch der Internetseite abgefischt werden“. (Link: https://www.verbraucherzentrale-sachsen.de/pressemeldungen/geld-versicherungen/kredit-schulden-insolvenz/marktwaechterwarnung-vor-neuem-kreditvermittler-19307)

Kontakt mit dem Verbraucherdienst


Verbraucher, die Erfahrungen mit schneller.credit oder blitz.credit machte oder gar eine Forderung von IDS DIS Gmbh erhielten, können sich für weitere Informationen bei uns melden.

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Mittwoch, 9. Mai 2018

Offerte der ZHRG GmbH für „Handels und Gewerberegister“

Die Methode ist nicht neu: Gewerbetreibende erhalten ein Formular, welches im ersten Moment wie ein offizielles Behördenschreiben wirkt. Übertitelt ist es mit „Handelsregistereintrag“ und es wird mitgeteilt, dass die Firmendaten des Empfängers im Internet unter der URL www.handelsundgewerberegister.de bereitgestellt wurden. Damit dieser Eintrag bestehen bleibt, soll ein Betrag über 800,00 EUR an ein Unternehmen namens ZHRG GmbH überwiesen werden. Sind Sie Gewerbetreibender und haben ebenfalls so eine Benachrichtigung erhalten? An dieser Stelle erfahren Sie mehr.

Titel: Offerte der ZHRG GmbH für „Handels und Gewerberegister“


Handels und Gewerberegister derzeit offline?


„In Kürze erwartet Sie hier eine neue Internetpräsenz“ ist zu lesen, wenn die URL „www.handelsundgewerberegister.de“ aufgerufen wird (Stand: 09.05.2018). Das überrascht, da in einem vorliegenden Schreiben folgendes behauptet wird:

„Die elektronische Veröffentlichung Ihrer Unternehmensdaten wurde bereits automatisch zentral zusammengeführt und für Interessenten elektronisch abrufbar im Internet unter www.handelsundgewerberegister.de bereitgestellt“. (Siehe Bild)

Das vorliegende Dokument für ein „Handels und Gewerberegister“ wurde uns freundlicherweise von einem betroffenen Gewerbetreibenden zugestellt. Es handelt sich dabei um eine Offerte, in anderen Worten ein Angebot. Auf den ersten Blick könnte die Offerte jedoch wie ein offizielles Schreiben, wie zum Beispiel von einer Behörde, stammen. Wichtig ist jedoch: es handelt sich hierbei um keine amtliche kostenpflichtige Eintragung!

Scan: Offerte "Handels und Gewerberegister", ZHRG GmbH
Offerte "Handels und Gewerberegister", ZHRG GmbH


Eintrag erst nach Zahlung an die ZHRG GmbH


Ein Vertrag für die Dienstleistung einer Eintragung kommt nur zustande, sofern ein Empfänger der Offerte den geforderten Betrag in Höhe von 812,77 EUR an eine „ZHRG Gmbh“ überweist. Mit der Überweisung werden „firmenrelevante Unternehmensdaten sowie deren Auswertung zu Auskunftszwecken“ in die Datenbank „Handels und Gewerberegister“ eingetragen. Ein hoher Preis für eine Eintragung, die gegenwärtig nicht überprüfbar ist.

Über ein Unternehmen mit dem Namen ZHRG GmbH ist derzeit nichts bekannt. Wir fanden bei unserer Recherche keinerlei Einträge oder Hinweise. (Stand: 09.05.18)

Kontakt zum Verbraucherdienst


Haben Sie auch ein Schreiben vom Handels und Gewerberegister erhalten und den Betrag an die ZHRG GmbH bezahlt? Allgemeine Informationen erhalten Sie unter

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oder per E-Mail:
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