Montag, 16. Januar 2017

Trak Music KG | Rhein Inkasso | RA Oliver Edelmaier

Ein Mitglied von Verbraucherdienst e.V. erhielt eine Zahlungsaufforderung von der Rhein Inkasso und Forderungsmanagement GmbH im Auftrag der Trak Music KG. Diese Forderung bezieht sich auf eine vorgeworfene Urheberrechtsverletzung aus dem Jahr 2010. Nachdem unser Mitglied dagegen schriftlich Widerspruch einlegte, erhielt er eine weitere Forderung von der Kanzlei Oliver Edelmaier.

Beitragsbild: Trak Music KG  Rhein Inkasso  RA Oliver Edelmaier

Rhein Inkasso: Forderung von über 500 EUR


Unser Mitglied Herr R. erhielt eine Zahlungsaufforderung, die er zur Veröffentlichung an uns weiterleitete. Das Inkassobüro Rhein Inkasso und Forderungsmanagement GmbH aus Mannheim fordert eine Summe von insgesamt 572,64 EUR. Diese Forderung beruft sich auf eine Verletzung des Urheberrechts, die 2010 stattgefunden haben soll. Rechteinhaber und Auftraggeber der Rhein Inkasso ist die Trak Music KG aus Seekirchen, Österreich.

Herr R. verfasste einen Widerspruch, den er Rhein Inkasso und Forderungsmanagement GmbH zukommen ließ. Das Mannheimer Inkassounternehmen ließ diesen Widerruf unbeachtet und schickte eine weitere Forderung. Dieses Schreiben, welches ca. drei Wochen später an Herrn R. verschickt wurde, verweist auf „weitere Schritte“ gegen Herrn, sofern nicht innerhalb der Frist gezahlt wird. Rhein Inkasso schreibt außerdem, dass bei einer Nichtzahlung die Möglichkeit gegeben ist, dass „eine Abschlagszahlung von mindestens 80,00 EUR“ geleistet werden kann. Des Weiteren heißt es „Eine evtl. Restforderung werden wir Ihnen zu gegebener Zeit mitteilen“.

Nachfolgende Forderung der Kanzlei Oliver Edelmaier


Es dauerte erneut knapp vier Wochen, bis Herr R. eine erneute Forderung im Briefkasten vorfand. Dieses Mal stammte er jedoch von der Kanzlei Oliver Edelmaier, ebenfalls aus Mannheim. Laut seines Schreibens wurde er nun bevollmächtigt die noch ausstehende Zahlung an die Trak Music KG einzufordern. Es soll die letztmalige Chance sein, ehe ein gerichtliches Mahnverfahren eingeleitet wird.

Haben Sie auch eine Forderung von
Rhein Inkasso und Forderungsmanagement GmbH
RA Oliver Edelmaier
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RA Oliver Edelmaier fordert die Summe von 574,97 EUR und räumt zur Zahlung eine Frist von knapp Wochen ein. RA Edelmaier fügte dem Schreiben eine Aufstellung der Forderungen samt Zinsen und einen Antrag auf einen Ratenzahlungsvergleich bei.

Kontakt mit Verbraucherdienst


Haben Sie weitere Fragen zu Forderungen von Rhein Inkasso Forderungsmanagement GmbH oder Kanzlei Oliver Edelmaier? Haben Sie auch ähnliche Erfahrungen gemacht? Gerne geben wir Ihnen allgemeine Informationen via E-Mail und Telefon.
Weitere Informationen finden Sie auch unter: Deutsche Reise ohne Auszahlung der Reisewerte

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Donnerstag, 12. Januar 2017

Deutsche Reise Touristik GmbH – Urteil

Bereits 2015 konnte eine mit Verbraucherdienst e.V. kooperierende Rechtsanwältin gegen die Deutsche Reise Touristik GmbH für eins unserer Mitglieder vor Gericht einen Erfolg verbuchen. Nun können wir über weitere Urteile für Vereinsmitglieder berichten.

Titelbild: Deutsche Reise Touristik GmbH Urteil


„Viel zu spät begreifen viele ...“ so wird ein Videoclip der Firma Deutsche Reise Touristik GmbH aus Dortmund eingeleitet, der heute noch via YouTube zu sehen ist. Über diese Firma und ihre Dienstleistungen berichtete Verbraucherdienst e.V. bereits mehrfach, unter anderem in einem Artikel aus dem Jahr 2015 mit dem Titel „Erfolg für unser Mitglied“. Aktuell gibt es Neuigkeiten bezüglich der Firma aus Dortmund.

Über Reisewerte der Deutsche Reise Touristik GmbH


In der Vergangenheit war es so, dass laut uns bekannten Werbesprospekten der „Deutsche Reise Verwaltungs GmbH“ suggeriert wurde, dass die Kunden einen monatlichen Preis von 69,75 EUR für ein Abo zahlten. Verbraucher verstanden das Angebot so, dass der angesparte Betrag als sogenannter „Reisewert“ verrechnet wird. Im vorliegenden Prospekt heißt es: „So bauen Sie neben den Serviceleistungen Monat für Monat einen Reisewert auf, den Sie auf Ihren Reisepreis gem. den AGB der Gesellschaft anrechnen können.“ Von Abzügen oder einer Verrechnung in Höhe von Provisionen ist dabei nicht die Rede.

Kunden konnten demzufolge eine Reise buchen und mussten in der Vergangenheit (bis 2014) keine Vorkasse leisten. Stattdessen wurden diese dann mit dem Reisewert-Konto verrechnet. Zu diesem Zweck musste eine Buchungsbestätigung eingereicht werden, damit die Deutsche Reise Touristik GmbH den Betrag an das Reisebüro/Veranstalter von dem Reisewert-Konto entrichtet.

Änderung der AGB im Jahr 2014


Mitte des Jahre 2014 erhielten die Kunden der „Deutsche Reise“ bei der Buchung einer Reise folgende Mitteilung: „Aufgrund geänderter wirtschaftlicher Verhältnisse können von Ihnen erworbene Reisewerte nicht mehr vollständig auf den Reisepreis einer über das Reisebüro Deutsche Reise Touristik GmbH, Dortmund, vermittelten Reise zur Anrechnung gebracht werden“. Das bedeutet in der Konsequenz für Kunden, dass nur noch höchstens 20% des Reisepreises angerechnet werden. Die Firma begründet dies mit einem Verweis auf die AGB Änderung, welche durch die Deutsche Reise selbst geändert wurde (ebenfalls 2014). Die Deutsche Reise Touristik GmbH soll laut eigener Aussage nicht Vertragspartner sein, sondern ein Unternehmen namens Deutsche Reise International S.L. mit Sitz in Spanien.


Verwirrung bei der Zuständigkeit


Obwohl Kontoauszüge und Schreiben von der Deutsche Reise Verwaltung GmbH stammten, wird laut eines vorliegenden Briefkopfes dargestellt, dass die Deutsche Reise Verwaltung GmbH für ReiseClub D GmbH & Co. KG handelt.

Auf der Homepage „deutschreise.de“ ist die Deutsche Reise Touristik GmbH im Impressum angeführt. Verbraucherdienst e.V. ist aufgrund der vielen Firmenbezeichnungen verwirrt. Darüber hinaus stellt Verbraucherdienst e.V. eine einseitige Änderung der Allgemeinen Geschäftsbedingungen in Frage, erst recht, wenn diese Abänderung die wirtschaftliche Lage des Geschäftspartners verschlechtert.

Erfolg für klagende Mitglieder


Einige der klagenden Mitglieder sind in Vorkasse getreten und waren überrascht, nachdem sie nach Reiseantritt nur noch 20% vom eigentlichen Reisepreises ersetzt bekamen. Dieses Geschäftsgebaren ließen sich die Mitglieder nicht gefallen und ließen sich von einer mit Verbraucherdienst e.V. kooperierenden Rechtsanwältin vertreten. Mit Erfolg: unsere Mitglieder konnten sich im Rechtsstreit mit der Deutsche Reise Touristik GmbH vor Gericht durchsetzen.

Kontakt mit Verbraucherdienst e.V.



Haben Sie weitere Fragen zu „Deutsche Reise“? Haben Sie auch ähnliche Erfahrungen mit dem Unternehmen gemacht? Gerne geben wir Ihnen allgemeine Informationen via E-Mail und Telefon.
Weitere Informationen finden Sie auch unter: Deutsche Reise ohne Auszahlung der Reisewerte

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Dienstag, 3. Januar 2017

Vorwurf gegen Inkassofirmen: Schäden in Millionenhöhe

Regelmäßige Leser unserer Berichterstattung werden die folgenden Inkasso-Firmen bekannt vorkommen: Focus, Condor und Spiegel. Laut einer Pressemitteilung müssen derzeit vier Männer wegen Betrugs vor dem Landgericht Frankenthal in der Pfalz Rede und Antwort stehen. So wurde behauptet, dass angeblich Verzugszinsen bei der Beauftragung entstanden wären, was aber nicht der Fall war.

Beitragsbild: Vorwurf gegen Inkassofirmen Schäden in Millionenhöhe

Gewinne mit den Schulden anderer


Es geht um Millionen: vier Männer, die sich für den Betrieb eines Inkasso-Unternehmens verantwortlich zeichnen, stehen derzeit wegen Betrugs vor dem Landgericht Frankenthal (Pfalz), AZ: 5613 Js 36395/10 2 Kls. Die Staatsanwaltschaft wirft den vier Angeklagten vor in Ludwigshafen und anderenorts durch die Tätigkeit des Inkassobüros mehrfach hohe Gewinne erzielt zu haben, indem bei massenhaft versandten Forderungen an die Schuldner falsche Aussagen getätigt wurden. Laut den Forderungsanschreiben soll behauptet worden sein, dass den Auftraggebern bzw. Mandanten durch die Beauftragung einer Inkassofirma bzw. eines Rechtsanwaltes ein Verzugsschaden entstanden sei, obwohl ein entsprechender Schaden nicht zustande kam. Die Angeklagten verursachten Schäden zwischen ca. 1,2 Mio. bis ca. 15.000 EUR.

Um welche Inkassofirmen handelt es sich?


Laut eines Artikels des Nachrichtenportals „morgenweb.de“ handelt es sich bei den Angeklagten um die Ex-Geschäftsführer von zwei Inkassounternehmen aus Ludwigshafen. Diese zwei Inkassofirmen wären Condor Gesellschaft für Forderungsmanagement mbH und die ähnlich klingende Focus Gesellschaft für Forderungsmanagement mbH. Diese verschickten Forderungen im Auftrag anderer Firmen listeten laut des Artikels Verzugszinsen in Höhe von zwölf Prozent der Hauptforderung sowie Inkassogebühren auf, die laut der Anklage aber in die eigene Tasche geflossen sind.

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Focus Forderungsmanagement mbH
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Zahlte ein Schuldner nicht, folgte ein Schreiben von einem Rechtsanwalt, der angeblich von Condor bzw. Focus Forderungsmanagement mbH beauftragt worden war. Dies sollte den Eindruck erwecken, dass eine Zwangsvollstreckung droht sowie weitere Kosten drohen, sofern nicht gezahlt wird. Die zusätzlichen Anwaltskosten in Höhe von 39,00 EUR „seien den meisten gar nicht weiter aufgefallen“, schreibt das Portal.

Verbraucherdienst e.V. erhielt einen Hinweis bezüglich Spiegel Inkasso


Im Vorfeld zu diesem Bericht erhielt Verbraucherdienst einen Hinweis via E-Mail, in der wir aufgrund unserer Berichterstattung zu Condor, Focus und Mahnbescheiden auf das Gerichtsverfahren am Landgericht Frankenthal aufmerksam gemacht wurden.

So erwähnt der Absender in seiner E-Mail auch das Inkassounternehmen Spiegel Gesellschaft für Forderungsmanagement mbH aus Lampertheim. Über Spiegel Inkasso berichteten wir auch schon im Rahmen dieses Blogs. Das Inkassobüro ist für die Matrix Consulting GmbH tätig, die unter dem Punkt „Outsourcing – Inkasso-Systeme“ derzeit den Hinweis geschaltet haben: „Bis zur rechtlichen/gerichtlichen Klärung wird der Inhalt dieser Seite abgeschaltet.“ (Stand 03.01.2017). Um welche „Klärung“ es sich handelt, kann nicht eindeutig ermittelt werden, nur ein Blick in das Webarchive (web.archive.org/) zeigt, was zuvor auf der Seite zu sehen war, nämlich das Angebot „Full-Service als Auftrags-Datenbearbeitung für Ihr Forderungs-Management“.

Die Anklage begründet sich auf den Zeitraum 2009/2010. Verbraucherdienst e.V. behält die Gerichtsverhandlung wegen Betrug im Auge und berichtet im Rahmen dieses Blogs über aktuelle Entwicklungen.

Kontaktaufnahme zum Verbraucherdienst e.V.


Haben Sie allgemeine Fragen zu den Inkassounternehmen Focus und Condor Forderungsmanagement mbH? Oder zu Forderungen von Spiegel Inkasso? Gerne können Sie uns kontaktieren.

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Freitag, 23. Dezember 2016

Mahnbescheid | Online Branchendienst DL S.L.U | Spiegel Inkasso

Verbraucherdienst berichtete schon in der Vergangenheit zu Zahlungsaufforderungen der Spiegel Gesellschaft für Forderungsmanagement mbH, der Rechtsanwaltskanzlei Bernd Rudolph für Online Branchendienst Deutschland SLU und dem Online Branchendienst S.L.U. Nun wurde uns aktuell von einem Gewerbetreibenden ein Mahnbescheid der Spiegel Inkasso übersandt, damit wir darüber berichten können.

Beitragsbild: Mahnbescheid  Online Branchendienst DL  S.L.U  Spiegel Inkasso

Mahnbescheid durch Spiegel Gesellschaft für Forderungsmanagement GmbH


Inhalt des Mahnbescheides, der von Spiegel Inkasso als Antragsteller beantragt worden ist und durch die Rechtsanwaltkanzlei Bernd Rudolph vertreten wird, ist eine Forderung aus einem Dienstleistungsvertrag in Höhe von 578,25 EUR. Der Ursprungsgläubiger Online Branchendienst Deutschland  SLU mit Sitz in 3500 San Bartolome de Tiraja Spanien, soll die Forderung an die Spiegel Inkasso abgetreten haben.

Online Branchendienst Deutschland SLU mit Sitz in 3500 San Bartolome de Tiraja Spanien


Online Branchendienst Deutschland  SLU mit Sitz in 3500 San Bartolome de Tiraja Spanien, wurde dadurch bekannt, dass die Firma Gewerbetreibende mit Cold Calling Anrufen aus dem sonnigen Spanien kontaktierte um einen Brancheneintrag auf der Website online-branchendienst.de anzubieten und die Reichweite des eigenen Unternehmens zu erhöhen. Leider bestand bis zum 20.07.2016 keine Möglichkeit sich in dass genannte Branchenverzeichnis online einzutragen. Interessanterweise wird in dem Mahnbescheid, der von Spiegel Gesellschaft für Forderungsmanagement GmbH beantragt wurde. aber ein Dienstleistungsvertrag vom 30.06.2016 geltend gemacht.

Google - Auffindbarkeit des Branchenverzeichnis "online-branchendienst.de"


Nach Überprüfung und Eingabe des Gewerbetreibenden in der Google Suchmaschine mit den Suchphrasen des hier betroffenen Gewerbetreibenden wurden keine Ergebnisse mit der URL online-branchendienst.de gefunden. Ob dieser Eintrag dann überhaupt eine Werthaltigkeit besitzt und einen Betrag in Höhe von 398,00 EUR wert ist, ist zumindestens äußerst fraglich.

Kontakt mit dem Verbraucherdienst e.V.


Haben Sie auch Erfahrungen mit einem Mahnbescheid durch die Spiegel Gesellschaft für Forderungsmanagement mbH? Gerne können Sie sich für weitere allgemeine Informationen bei uns melden.

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