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Freitag, 28. Juli 2017

Euro-Print-Service Ltd. aus Stuttgart: Druckauftrag via Fax

Ein Gewerbetreibender leitete uns seine Unterlagen zu der Firma Euro-Print-Service Ltd. aus Stuttgart weiter. Dieser erhielt von dem Unternehmen eine Offerte bzw. einen Druckauftrag per Fax, der ausgefüllt und unterschrieben zurückgesandt werden sollte. Hier erfahren Sie, wie Sie auf ein solches Formular reagieren können.

Euro-Print-Service Ltd. aus Stuttgart: Druckauftrag via Fax

Info-Broschüre „Neubürger und Bürger“ von der Euro-Print-Service Ltd.


Uns liegen mehrere Formulare der Euro-Print-Service Ltd. vor, die an einen Gewerbetreibenden versandt wurden. Angeboten wurden Druckaufträge für ein „Objekt: Info-Broschüre“ für „Neubürger und Bürger“. Der Schwerpunkt soll laut des Textes der Offerte „Tatort Kinder-Chat“ sein.

Auf dem ersten Blick könnte ein solches Formular den Eindruck erwecken, dass es sich hierbei um eine Art Bestätigung einer bereits bestehenden Anzeige handelt. Jedoch wird mit der Rücksendung des Formulars an die Euro-Print-Service Ltd. ein neuer Druckauftrag bestätigt, der natürlich nicht kostenfrei ist.

Was steht im Kleingedruckten?


Das Kleingedruckte ist in diesem Fall wortwörtlich zu interpretieren. So ist der Text nicht nur schlecht lesbar (siehe Bild), sondern lässt auch viele Fragen offen. Hier sind jedoch ein paar Angaben in Kürze: 4 Auflagen pro Jahr



  • Größe der Anzeige: 140 x 65 mm
  • Kosten einer Anzeige: Nettopreis 698,00 EUR pro Auflage
  • Farbkostenpauschale: 89,00 EUR
  • Druckkostenpauschale: 90,00 EUR
  • Versandkostenpauschale: 29,00 EUR
  • 4 Auflagen pro Jahr
  • Vertragsdauer: 12 Monate, verlängert sich um weitere 12 Monate, sofern er nicht 8 Wochen vor Ablauf gekündigt wurde


Es fehlen genaue Informationen über das Verteilungsgebiet, wo diese Info-Broschüre verteilt werden soll und somit die Kunden erreicht. Auch scheint es keinen Hinweis auf ein Ansichtsexemplar der fertigen Broschüre zu geben.

Offerte der Euro-Print-Service-Ltd. | 13.06.2017
Offerte der Euro-Print-Service-Ltd. | 13.06.2017

Hohe Kosten bei Rücksendung der Offerte


Diejenigen Gewerbetreibenden, die das Formular ausgefüllt und unterschrieben an die Euro-Print-Service Ltd. zurücksenden, müssen mit einer bösen Überraschung rechnen denn, es liegt nach wenigen Tage später eine Rechnung im Briefkasten in Höhe von 1078,14 EUR.

Die gesamte Offerte kostet dem Gewerbetreibenden 4312,56 Brutto.


Sitz der Firma Euro-Print-Service Ltd. ist laut der Rechnung in Birmingham, UK. Versandt wurde die Rechnung sowie die Offerte scheinbar aus Stuttgart, Baden Württemberg. Auffällig ist, dass das Konto wiederum in in einer Bank in Worms, Rheinland-Pfalz, angegeben ist.

Mahnung von der Euro-Print-Service Ltd. | 18.07.2017
Mahnung von der Euro-Print-Service Ltd. | 18.07.2017

Hilfe bei Euro-Print-Service Ltd.


Haben Sie eine Offerte der Euro-Print-Service Ltd. erhalten und zurückgeschickt? Folgten Rechnungen und Zahlungserinnerungen? Wir helfen. Für erste allgemeine Informationen kontaktieren Sie uns bitte über:

0201-176 790

oder per E-Mail:

kontakt@verbraucherdienst.com


Für Nichtmitglieder ist es und nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur erlaubt Fragen allgemeiner Art zu beantworten.

Eine Einzelfallberatung ist uns nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur für Mitglieder erlaubt und wird durch kooperierende Rechtsanwälte durchgeführt.

Donnerstag, 27. August 2015

VSK Medienagentur | Allgemeine Bürgerinfo

Teure Firmenanzeigen in das Druckerzeugnis „Allgemeine Bürgerinfo“ werden von der VSK Medienagentur aus der Türkei an Gewerbetreibende vertrieben. Verbraucherdienst e.V. empfiehlt das zugeschickte Korrekturfax von der VSK Medienagentur nicht auszufüllen und nicht abzusenden. Denn dahinter verbirgt sich im Nachhinein eine Kostenfalle.



Vorsicht: Korrekturfax von der VSK Medienagentur aus der Türkei


Die Mitarbeiter der VSK Medienagentur aus der Türkei (Ismet Kaptan Mah. 1372 SK NO: 13, Cankaya – Konak) rufen nach Aussagen von Gewerbetreibende, Unternehmer bzw. Selbstständige mit der Bitte an, das ein späteres Korrekturfax auf seine Korrektheit zu überprüfen. Dieses Fax solle gegebenenfalls von dem Gewerbetreibenden korrigiert, ausgefüllt bzw. unterschrieben werden. Der Telefonverkäufer täuscht laut Angaben der betroffenen Gewerbetreibenden in dem Telefonat vor, das bereits eine Anzeige in das Printprodukt „Allgemeine Bürgerinfo“ von der VSK Medienagentur geschaltet sei. Wegen einer bevorstehenden Neuauflage der Printbroschüre „Allgemeine Bürgerinfo“ sei diese Bestätigung des Korrekturfaxes notwendig. Mitglied sein heißt –  nicht hilflos zu sein.


Allgemeine Bürgerinfo: Kosten über mehrere Tausend Euro


Der Gewerbetreibende, der einige Tage später das Korrekturfax für die Printbroschüre „Allgemeine Bürgerinfo“ an die VSK Medienagentur unterschrieben zurück schickt, und das Kleingedruckte nicht gelesen hat, läuft Gefahr in eine teure Kostenfalle zu tappen. Denn Kosten in der Höhe von mehreren Tausend Euro können bei einer Auftragsbestätigung für das Printprodukt „Allgemeine Bürgerinfo“ von der VSK Medienagentur entstehen. Obwohl das georderte Anzeigenfeld für den Firmeneintrag bei der VSK Medienagentur nur 389 EUR kosten soll, fallen zum Beispiel mit dem Satz und mit dem Versand zusätzliche Kosten für den Gewerbetreibenden an. Ebenfalls bestellt der Gewerbetreibende mit der Auftragsbestätigung nicht nur eine Auflage des Printprodukts „Allgemeine Bürgerinfo“. Insgesamt werden mit der Zusendung des unterschriebenen und ausgefüllten Korrekturfaxes an die VSK Medienagentur sogar drei Auflagen innerhalb eines Jahres in Auftrag gegeben.

Widerruf des Vertrags mit der VSK Medienagentur nicht mehr möglich


Die Rechnung für das Printprodukt „Allgemeine Bürgerinfo“ wird von der VSK Medienagentur erst nach circa 14 Tagen an den Kunden geschickt. Nach Erhalt der Rechnung ist das von der VSK Medienagentur großzügig eingeräumte Rücktrittsrecht abgelaufen. Ein Widerruf des abgeschlossenen Vertrags ist auch nicht möglich. Mitglied sein heißt –  immer auf den aktuellen  Stand zu sein.

Verbraucherdienst e.V. informiert am Verbrauchertelefon


Bei dem Printprodukt „Allgemeine Bürgerinfo“ handelt es sich um eine Dienstleistung, deren versprochener Werbenutzen möglicherweise nicht erreicht wird. Unser Verein informiert Sie gerne am Telefon oder per E-Mail über Firmeneinträge in das Printprodukt „Allgemeine Bügerinfo“.


Kontaktmöglichkeiten mit dem Verbraucherdienst e.V.

Allgemeine Informationen erhalten Sie über unser Verbrauchertelefon:

0201-176 790

oder per E-Mail:

kontakt@verbraucherdienst.com


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Dienstag, 21. Juli 2015

Mediaplex Bad Kreuznach | Letzte Mahnung für das Printprodukt „Info-Card Erste Hilfe“

Eine letzte Mahnung für die sogenannte „Info-Card Erste Hilfe“ von der Firma Mediaplex e.K. aus Bad Kreuznach, die per unerwünschten Werbeanruf (Cold Call) vermarktet wird, schickte uns ein Mitglied – ein Gewerbetreibender aus Rheinland-Pfalz - zu.

Mediaplex Bad Kreuznach - Letzte Mahnung für das Printprodukt "Info-Card Erste Hilfe"


Letzte (2.) Mahnung von der Mediaplex e.K. aus Bad Kreuznach über 301,43 EUR


Laut der letzten (2.) Mahnung habe der Gewerbetreibende trotz vormaliger Erinnerung noch keinen Zahlungseingang an die Firma Mediaplex e.K. geleistet. Der Hotelbetrieb aus dem Mittelrheintal habe die offene Rechnung über 301,43 EUR (inklusive der 7,50 EUR Mahngebühren) innerhalb einer festgesetzten Frist auf ein Konto der Sparkasse Rhein-Nahe zu überweisen. Mitglied sein heißt –  auf der sicheren Seite zu stehen.

Drohung mit einer gerichtlichen Geltendmachung


Sollte jedoch nach dem Ablauf der festgesetzten Frist vom wenigen Tagen keine Zahlung erfolgen würde jedoch keine weitere Mahnung verschickt. Laut dem Wortlaut der letzten Mahnung von der Firma Mediaplex aus Bad Kreuznach erfolge dann sofort eine gerichtliche Geltendmachung der offenen Forderung für das Printprodukt „Info-Card Erste Hilfe“.

Was ist die „Info Card Erste Hilfe“?


Bei der „Info Card Erste Hilfe“ handelt es sich nicht um einen üblichen Branchenbucheintrag in ein Online-Portal, sondern um „analoges“ Printmedium, das an Privathaushalte in einer bestimmten Region in einer festgelegten Auflage verteilt werden soll. Vermutlich ist die sogenannte „Info Card Erste Hilfe“ ein Faltplatt mit Informationen zur Ersten Hilfe mit kostenpflichtigen Werbeanzeigen. Verbraucherdienst e.V. hat jedoch noch nie ein solche „Info-Card Erste Hilfe“ von der Mediaplex e.K. aus Bad Kreuznach in der Hand gehabt. Vermutlich handelt es dabei um ein möglicherweise eventuell nutzloses Printprodukt.

Mediaplex - Rechnung für Info-Card Erste Hilfe
Rechnung | Mediaplex |29.04.2015

247 EUR netto (293,93 EUR brutto) für die „Info-Card Erste Hilfe“


Laut der vorliegenden Rechnung von der Mediaplex e.K. aus Bad Kreuznach soll der Gewerbetreibende einen Gesamtbetrag über 247 EUR netto (293,93 EUR brutto) für die „Info-Card Erste Hilfe“ bezahlen. Dieser Betrag setzt sich aus den Anzeigenpreis (150 EUR), den Satz- und Filmkosten (75 EUR), den Farbkosten (0 EUR) sowie der Versandkostenpauschale über 22 EUR zusammen. Innerhalb von zehn Werktagen soll der geforderte Geldbetrag auf ein Konto der Sparkasse Rhein-Nahe überwiesen werden. Weiter ist in der vorliegenden Rechnung zu lesen: „Im Anschluss endet dieser Vertrag automatisch und bedarf Ihrerseits keiner Kündigung.“

2009 wurde schon ein ähnliches möglicherweise eventuell nutloses Printprodukt vertrieben


Auch schon im Jahr 2009 wurde ein möglicherweise eventuell nutzloses Printprodukt.(„Info Card / Haushalt-Notruf bzw. Faltkarte Familienratgeber) vom einer Mediaplex e.K. aus Wiesbaden an Gewerbetreibende vertrieben. Ein Vertrag mit der Mediaplex e.K. aus Wiesbaden kostete jährlich 1.440 EUR netto mit einer Mindestlaufzeit von zwei Jahren inklusive einer automatischen Verlängerung um ein weiteres Jahr. Eine Mindestauflage bestand damals aus 4.000 Stück. Mitglied sein heißt –  geschützt zu sein.

Verbraucherdienst e.V. informiert über die Mediaplex e.K. aus Bad Kreuznach


Haben Sie auch einen Vertrag mit der Mediaplex e.K. aus Bad Kreuznach wegen dem Printprodukt „Info-Card Erste Hilfe“ abgeschlossen? Haben Sie schon eine letzte Mahnung erhalten? Wir informieren Sie gerne an Telefon oder per E-Mail.


Kontaktmöglichkeiten mit dem Verbraucherdienst e.V.

Allgemeine Informationen erhalten Sie über unser Verbrauchertelefon:

0201-176 790

oder per E-Mail:

kontakt@verbraucherdienst.com


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