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Mittwoch, 7. Juni 2017

MVG Medien Verlagsservice GmbH – Hohe Rechnung aus Weinsheim

Ein Gewerbetreibender leitete ein Schreiben der MVG Medien Verlagsservice GmbH an uns weiter, um darüber zu berichten. Die in Weinsheim ansässige Firma fordert einen hohen Betrag von mehr als 1.000 EUR. Bei unserer Recherche im Netz ergaben sich mehr Fragen als Antworten.

Titelbild: MVG Medien Verlagsservice GmbH

Wer ist die MVG Medien-Verlagsservice GmbH?


Die MVG Medien-Verlagsservice GmbH (auch MVG-mbH) hat ihren Firmensitz in Weinsheim, einer Ortsgemeinde im Landkreis Bad Kreuznach, Rheinland-Pfalz. Über diverse Firmen in diesem Landkreis haben wir bereits häufiger berichten können, meist handelte es sich dabei um Werbefirmen.

Die „Abteilung Mahnwesen“ der MVG Medien-Verlagsservice GmbH versandt nun ein Schreiben an einen Gewerbetreibenden, welches den Betreff „1. Mahnung zur Rechnung“ hat. Im Text heißt es, dass eine noch offene Rechnung zu zahlen sei – ein Betrag in Höhe von 1.195,24 EUR. Zahlbar ist der Betrag innerhalb von 14 Tagen.

Scan: MVG Medien Verlagsservice GmbH | Rechnung vom 17.05.2017
MVG Medien Verlagsservice GmbH | Rechnung vom 17.05.2017

Anzeige via Fax?


Auf der Rechnung (siehe Darstellung) ist keinerlei Dienstleistung oder Auftrag genannt, der noch zu zahlen wäre. Bei unserer Recherche im Internet bezüglich der MVG Medien-Verlagsservice GmbH stießen wir auf diverse Berichte über das Unternehmen. So wird berichtet, dass eine Telefonakquise erfolgen soll, um Kunden (Gewerbetreibende, Freiberufler) zu generieren. Ziel der Telefonate soll sein, den Kunden eine Anzeige in einer Veröffentlichung innerhalb des Landkreises schmackhaft zu machen. Um den Auftrag abzuschließen, sollen die Gewerbetreibenden ein Fax erhalten, welches an die MVG Medien-Verlagsservice GmbH zurückgesandt werden kann.

Hilfe für Betroffene


Unser Verein ist bereits seit Jahren für Verbraucher und Gewerbetreibende tätig, welche in Kosten- und Vertragsfallen getappt sind. Bislang haben wir dank unserer Tätigkeit viele Mitglieder vor hohen Kosten bewahren können. Bei Interesse können wir auch Ihnen weiterhelfen, wenn Sie einen Vertrag mit der MVG Medien-Verlagsservice GmbH abgeschlossen haben.

Kontakt mit Verbraucherdienst e.V.


Haben Sie auch eine Rechnung von der MVG Medien-Verlagsservice GmbH erhalten? Sie sollten unbedingt reagieren und die Rechnung nicht ignorieren. Falls Sie als Betroffener weitere Informationen zu den Schreiben der Firma bieten können, würden wir uns über Ihre Rückmeldung freuen.

Allgemeine Informationen erhalten Sie über unser Verbrauchertelefon:
0201-176 790

oder per E-Mail:
kontakt@verbraucherdienst.com

Für Nichtmitglieder ist es und nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur erlaubt Fragen allgemeiner Art zu beantworten.
Eine Einzelfallberatung ist uns nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur für Mitglieder erlaubt und wird durch kooperierende Rechtsanwälte durchgeführt.

Freitag, 2. Juni 2017

KKS Kommunaler Kreis- u. Stadtplanverlag GmbH – Anzeigenauftrag erhalten?

Der KKS Kommunaler Kreis- u. Stadtplanverlag GmbH soll Anzeigenaufträge an Selbständige, Freiberufliche und Unternehmer vermitteln, um Verträge über kostspielige Anzeigen abzuschließen. Sind Sie Gewerbetreibender und haben so einen Auftrag erhalten? Hier erfahren Sie, wie Sie reagieren können.

KKS Kommunaler Kreis- u. Stadtplanverlag GmbH

Wer ist die KKS Kommunaler Kreis- u. Stadtplanverlag GmbH?


Die KKS Kommunaler Kreis- u. Stadtplanverlag GmbH hat ihren Sitz in Eschborn, Hessen. Das Geschäftsmodell des Unternehmens: Anzeigenaufträge mit Gewerbetreibenden abschließen. Details der Firmenphilosophie konnten auf der Homepage des Unternehmens (http://www.kks-verlag.de/) zum derzeitigen Zeitpunkt (02.06.2017) nicht festgestellt werden. Viel mehr ist dort ein Hinweis zu lesen, dass die KKS Kommunaler Kreis- u. Stadtplanverlag GmbH ein „neues Verlagskonzept“ mit „neuen Produkten“ und „noch mehr Leistungen“ entwickelt.

Screenshot ♦ http://www.kks-verlag.de/ ♦ 02.06.2017
Screenshot ♦ http://www.kks-verlag.de/ ♦ 02.06.2017


Unter der Adresse in Eschborn ist ein Business-Center zu finden, in dem man virtuelle Büros mieten kann. Dafür ist auf der Webseite eine Telefonnummer angegeben, falls man sich über das Unternehmen informieren möchte, mit dem ein Vertrag geschlossen werden soll.

Worauf Gewerbetreibende achten sollten


Verbraucherdienst e.V. hat Erfahrung mit Firmen, die sogenannte „Anzeigenverträge“ an den Mann bringen wollen. Auch bei dem Formular von der KKS Kommunaler Kreis- u. Stadtplanverlag GmbH handelt es sich um keine bestehende Geschäftsbeziehung, die man als Gewerbetreibender mit dem Unternehmen pflegte. Stattdessen würde ein Ausfüllen und Zurücksenden dieses Auftrags ein neues Geschäft abschließen – es handelt sich bei dem Formular um eine Offerte.

Gewerbetreibende haben keinen Anspruch auf Widerruf, sondern nur die Möglichkeit, diesen abgeschlossenen Vertrag anzufechten. Verbraucherdienst e.V. kann Sie dabei unterstützen. Dazu erfahren Sie mehr im Anschluss.

Hohe Kosten durch den Anzeigenauftrag


Sollten Sie das Formular der KKS Kommunaler Kreis- u. Stadtplanverlag GmbH ausgefüllt zurücksenden, könnten hohe Kosten auf Sie als Gewerbetreibender zukommen. So kostet alleine Anzeigenpreis (laut einer vorliegenden Rechnung) 1.299,00 EUR. Zuzüglich Satz-, Repro-, Farb- und Versandkosten wird letztlich der stolze Betrag von 2.264,09 EUR gefordert. Ein hoher Preis für so wenig Transparenz.

Denn über die Verteilung und Verbreitung der Anzeige wird sich ausgeschwiegen. Es gibt wage Infos im Anzeigenauftrag,aber keine in der Rechnung oder Homepage Hinweise oder AGB, an denen sich Geschäftspartner orientieren könnten.

Kontakt mit Verbraucherdienst e.V.


Haben Sie auch eine Rechnung von der KKS Kommunaler Kreis- u. Stadtplanverlag GmbH erhalten? Mitgliedern helfen wir dabei, sich gegen die Forderung zur Wehr zu setzen und den Vertrag anzufechten. Sie erhalten allgemeine Informationen, wenn Sie sich mit uns in Verbindung setzen.

Allgemeine Informationen erhalten Sie über unser Verbrauchertelefon:
0201-176 790

oder per E-Mail:
kontakt@verbraucherdienst.com

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Freitag, 19. Mai 2017

ALBU-Verlag, Koblenz – Erfahrungen mit dem Anzeigenvertrag

Der ALBU-Verlag aus Koblenz bietet Gewerbetreibenden die Möglichkeit, Anzeigen in Werbebroschüren bzw. Infobroschüren zu platzieren. Für die Schaltung einer solchen Anzeige werden hohe Beträge von mehreren hundert Euro verlangt. Haben Sie auch Erfahrungen mit dem Verlag? Hier erfahren Sie mehr.

albu-verlag-koblenz-erfahrungen

ALBU-Verlag: Verkauft Anzeigen in Printmedien


Der ALBU Verlag aus Bendorf erstellt regionale Printmedien für Handel, Handwerk und Heilberufe her. Als Beispiele für solche Printerzeugnisse wären zum einen die sogenannte „Info-Regional-Broschüre“ (IRB) zu nennen und zum anderen die „Branchenwegweiser-Karte“ (BWT).

In solchen Printprodukten sollen Anzeigen von Gewerbetreibenden und Freiberuflern erscheinen. Zu diesem Zweck sollen im Auftrag des ALBU-Verlag insbesondere jene Unternehmer kontaktiert werden, die bereits öffentliche Anzeigen geschaltet haben sollen. Damit ALBU-Verlag einen Anzeige in einem der Printmedien veröffentlichen kann, bedarf es eines Anzeigenvertrags, der den Gewerbetreibenden vorgelegt wird.

Was steht in dem Anzeigenvertrag?


In einem Anzeigenvertrag des ALBU-Verlags sind die Auftragsbedingungen für das Zustandekommen eines Vertrags über eine Anzeige in einem Printprodukt aufgeführt. In einem umrahmten Textfeld werden die Einzelheiten zur Broschüre genannt. Als da wären:


  • Anzeigenpreis gilt für eine Ausgabe, ein Vertrag beinhaltet drei (!) kostenpflichtige Ausgaben
  • Es entstehen zusätzlich Auslieferungs-, Druck- und Farbkosten
  • Verteilung innerhalb von 90 Nach Vertragsabschluss an mindestens 50 Stellen (innerhalb zwei benachbarter Landkreise) – ohne genaue Ortsangabe
  • Verteilt werden sollen die Broschüren via Post an ausgewählte Einrichtungen des öffentlichen Rechts (z.B. Krankenhäuser und Behörden)
  • Die Textvorlage ist verbindlich und kann während der Laufzeit nicht geändert werden


Des Weiteren sind noch die Maße der Anzeige handschriftlich eingetragen und die Vereinbarung des automatischen Auslaufens des Vertrags nach einem Jahr. Der Anzeigenvertrag wurde durch einen Kundenberater unterschrieben.

Hohe Rechnung für eine Anzeige


Jene Gewerbetreibenden und Freiberufler, die einen solchen Anzeigenvertrag abgeschlossen haben, dürften eine Rechnung erhalten, in der die einzelnen Punkte wie „Anzeigen-Nettopreis“ und „Druckkosten“ aufgelistet werden. Der Betrag in der vorliegenden Rechnung hat eine Höhe von insgesamt über 800 EUR. Zahlbar ist der Betrag innerhalb von 14 Tagen per Überweisung.

Vertragspartner mit dem ALBU-Verlag sollten beachten, dass bei einem erfolgreich abgeschlossenen Anzeigenvertrag drei Ausgaben dieser Anzeige berechnet werden. Das bedeutet, dass innerhalb eines Jahres über 2.000 EUR gefordert werden. Ob der hohe Preis eine solche Anzeige rechtfertigt, muss jeder Unternehmer selbst entscheiden. Wir empfehlen, dass Sie sich in zu diesem Zweck selbst ein Bild auf der Homepage des ALBU-Verlags machen: http://www.albuverlag.de

Aldana Media UG (Haftungsbeschränkt)


Bei unserer Recherche stießen wir auf ein zweites Portal des Geschäftsführers des ALBU-Verlags, A. Busch: Aldana-Media UG (Haftungsbeschränkt), aus Bendorf. Das Unternehmen beschreibt sich selbst so: „Die ALDANA-MEDIA ist eine Full-Service-Werbeagentur mit vielen Facetten. Wir betreuen Sie mit Ihrem Firmenauftritt von Beginn an. Von Logoentwürfen über Ausstattung Ihrer Geschäftspapiere bis hin zur Präsentation Ihrer optimierten Werbeanzeige im Web sowie auf klassischen Printmedien.“ Quelle: http://aldana-media.de/ (Stand 18.05.2017)

Kontakt mit Verbraucherdienst e.V.


Haben Sie auch eine Rechnung vom ALBU-Verlag erhalten? Es ist stets empfehlenswert, schnell zu reagieren und nicht „einfach zu zahlen“, nur damit Sie Ihre Ruhe haben. Sie erhalten allgemeine Informationen, wenn Sie sich mit uns in Verbindung setzen.

Allgemeine Informationen erhalten Sie über unser Verbrauchertelefon:
0201-176 790

oder per E-Mail:
kontakt@verbraucherdienst.com

Für Nichtmitglieder ist es und nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur erlaubt Fragen allgemeiner Art zu beantworten.
Eine Einzelfallberatung ist uns nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur für Mitglieder erlaubt und wird durch kooperierende Rechtsanwälte durchgeführt.