Donnerstag, 17. Mai 2018

Ankündigung einer Zwangsvollstreckung durch Mainkas Solution Group

Uns liegt ein Dokument einer Firma namens Mainkas Solution Group vor. Das Schreiben trägt den Betreff „1. Mahnung – Sammelklagen – Ankündigung Zwangsvollstreckung“. Es sollen noch Beitragszahlungen offen sein, die nun durch das Unternehmen eingefordert werden. Haben Sie auch Post dieser Art erhalten? Hier erhalten Sie Fakten zu dem Thema.

Titel: Ankündigung einer Zwangsvollstreckung durch Mainkas Solution Group

Mainkas Solution Group fordert eine hohe Summe


Erneut wurde uns ein Schreiben vorgelegt, in welchem mit der Beauftragung eines Gerichtsvollziehers bzw. einer Zwangsvollstreckung gedroht wird, sofern nicht gezahlt wird. In diesem Fall stammt diese schriftliche Forderung von einer Firma namens „Mainkas Solution Group“, die laut Briefkopf in Hamburg ansässig sind.

Mainkas Solution Group schreibt: „Mit diesem Schreiben müssen wir Ihnen bedauerlicherweise mitteilen, dass sich in der Bundesrepublik Deutschland mehrere Sammelklagen von verschiedenen Gewinn- und Zeitschriftenverlagen gesammelt haben (u.a. EuroMillions, EuroWinAg, Weblotto, EuroWin24, NKL/SKL EuroJackpot), diese haben sämtliche im Zahlungsverzug befindliche Beitragszahlungen Ihrer Kunden an uns abgetreten“.

Innerhalb von drei Tagen soll die Gesamtsumme in Höhe von 285,00 EUR überwiesen werden, um weitere Folgen zu vermeiden. Bei diesem Betrag handelt es sich um ein Vergleichsangebot, die Hauptforderung samt Mahn- und Inkassokosten würde laut des Schreibens 760,00 EUR betragen.

Wie seriös ist das Schreiben?


Die Mainkas Solution Group droht bei Nichteinhaltung der Frist mit weiteren Folgen, wie unter anderem einer „Pfändung zukünftiger Rentenansprüche“ sowie einer „SCHUFA-Meldung“. Zum Zwecke der Überweisung ist dem Schreiben ein Zahlschein beigefügt, der bereits zu Teilen ausgefüllt wurde.

Der Betrag in Höhe von 285,00 EUR soll an eine Mainkas Solution SRL überwiesen werden. Die angegebene Kontoverbindung verweist auf ein Konto in Rumänien.

Scan: Anschreiben "Mainka Solution Group"
Anschreiben "Mainka Solution Group"


Empfänger einer solchen Forderung sollten wissen, dass die Mainkas Solution Group kein in Deutschland eingetragenes Inkassounternehmen ist und somit stellt sich die Frage, ob das Unternehmen überhaupt dazu berechtigt ist, Dienstleistungen einer Inkassofirma anzubieten und durchzuführen. Auch die im Schreiben angegebene Handelsregisternummer (Amtsgericht Hamburg) führt zu keinem Eintrag. Die genannte Telefonnummer ist im Ausland angesiedelt, genauer gesagt in Großbritannien. Eine Website für weitere Informationen ist nicht angegeben.

Kontakt mit Verbraucherdienst


Verbraucher, die ebenfalls Post von der Firma Mainkas Solution Group erhielten, können sich für weitere Informationen bei uns melden.

Nutzen Sie unsere Kontaktmöglichkeiten:

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oder per E-Mail:

kontakt@verbraucherdienst.com

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Eine Einzelfallberatung ist uns nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur für Mitglieder erlaubt und wird durch kooperierende Rechtsanwälte durchgeführt.

Mittwoch, 16. Mai 2018

Forderung von KM-Inkasso & Forderungsmanagement

„Letzte Mahnung“ aus Köln. Bereits zwei Forderungen einer Firma namens KM-Inkasso & Forderungsmanagement wurden an uns weitergeleitet. Laut des Schreibens soll eine Insertionsgebühr eines bestimmten Vertrags nicht bezahlt worden sein. Aus diesem Grund droht das Unternehmen mit einer Vorpfändung, sofern die offene Forderung nicht beglichen wird.

Titel: Forderung von KM-Inkasso & Forderungsmanagement

Offene Kosten laut KM-Inkasso & Forderungsmanagement


„Leider haben Sie sich auf unsere Schreiben und unseren Anrufen (…) nicht gemeldet“, heißt es einleitend und fehlerhaft in dem Brief der Firma „KM-Inkasso & Forderungsmanagement“. Konsequent zeichnet sich das Schriftstück durch eine Vielzahl von Rechtschreib- und Grammatikfehlern aus, was Zweifel aufkommen lässt. Handelt es sich um eine seriöse Inkassofirma, die im Auftrag Ihrer Kunden offene Forderungen beitreibt? Diese Frage wäre leichter zu beantworten, wenn ein Auftraggeber genannt werden würde. KM-Inkasso & Forderungsmanagement spart sich Belege und Vollmachten, aber bietet die Möglichkeit, eine „Gesprächsaufzeichnung als Audio-CD“ zu versenden. Auf dieser Aufzeichnung soll wahrscheinlich eine Bestätigung einer „Mitgliedschaft bei der Optima Solution GmbH“ zu hören sein. (Siehe Bild)

Gefordert wird eine Summe von 543,65 EUR. Beide Forderungen, die uns freundlicherweise durch Mitglieder zur Verfügung gestellt wurden, listen exakt Kostenpunkte sowie Vertragsnummern und Aktenzeichen auf. Obwohl zwei unterschiedliche vermeintliche Schuldner kontaktiert wurden, scheinen differenzierende Aktenzeichen zur Beitreibung nicht nötig zu sein. Die Hauptforderung soll eine sogenannte „Insertionsgebühr“ sein. Um welches Inserat es sich dabei handeln könnte, bleibt unbekannt.

Drohung mit Vorpfändung


KM-Inkasso & Forderungsmanagement droht bei weiterer Zahlungsverweigerung mit der Einleitung eines gerichtlichen Verfahrens. Bevor es dazu kommen muss, zeigt sich das Unternehmen von der kulanten Seite und bietet die Zahlung eines Vergleichs an. Sollte der Empfänger innerhalb von drei Werktagen die Summe in Höhe von 258,78 EUR zahlen, würde er eine schriftliche Bestätigung „mit Ihrer sofortigen Kündigung“ erhalten. Was genau gekündigt werden würde, wird nicht beschrieben.

Um den Ernst der Lage zu verdeutlichen, fügte KM-Inkasso & Forderungsmanagement ein Formular mit dem Aufdruck „Vorpfändung“ dem Schreiben bei. Dort ist sogar die Bank als Drittschuldner vermerkt, um eine weitere Drohkulisse aufzubauen.

Scan: KM-Inkasso & Forderungsmanagement | Seite 1
KM-Inkasso & Forderungsmanagement | Seite 1

Scan: KM-Inkasso & Forderungsmanagement | Seite 2
KM-Inkasso & Forderungsmanagement | Seite 2

Scan: KM-Inkasso & Forderungsmanagement | Seite 3
KM-Inkasso & Forderungsmanagement | Seite 3



Fakten zur Forderung


Im Rechtsdienstleistungsregister (abrufbar unter rechtsdienstleistungsregister.de) ist zum derzeitigen Zeitpunkt kein Inkassounternehmen namens „KM-Inkasso & Forderungsmanagement“ aufgeführt. Die angegebene Website der Firma (www.km-inkasso.de) zeigt nur eine Testseite (Stand 16.05.2018), die Adresse verweist auf ein virtuelles Büro. Es stellt sich die Frage, ob das Unternehmen überhaupt dazu berechtigt ist, Dienstleistungen einer Inkassofirma anzubieten und durchzuführen.

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Dienstag, 15. Mai 2018

schneller.credit: Forderung durch IZP DIS GmbH

Aktuell liegt eine Zahlungsaufforderung durch IZP DIS Gmbh vor, ein in Hamburg ansässiges Inkassounternehmen. Im Auftrag der AlphabetOnlineServices OOS Corp., welche unter anderem die Webseite „schneller.credit“ betreibt, werden Kosten gefordert, die laut des Schreibens noch offen sein sollen. Diese Gebühren könnten entstanden sein, da eine Verbraucherin im Netz auf der Suche nach einem günstigen Kredit ohne Schufa waren.

schneller.credit. Forderung von IZP DIS GmbH

Zahlungsaufforderung für AlphabetOnlineServices OOS Corp


„Der schnellste Weg zu mehr Ansehen mit Ihrer eigenen Mastercard“, so wirbt die Website „schneller.credit“ für das Angebot „MasterCard & 6.666€ Kredit“. Diese virtuelle „Mastercard ohne Schufa“ richtet sich scheinbar an jene Personen, die im Netz auf der Suche nach einem unkomplizierten Kredit sind. So einfach wie es scheint, könnte es unter Umständen in der Praxis nicht verlaufen. So liegt uns derzeit eine Forderung des Inkassounternehmens IZP Deutscher Inkasso Service GmbH vor, die im Auftrag der AlphabetOnlineServices OOS Corp. tätig sind.

IZP DIS GmbH aus Hamburg schreibt in der Zahlungsaufforderung, dass die Empfängerin die Gebühren einer Bestellung auf schneller.credit bislang nicht bezahlt hätte. So werden neben der Hauptforderung von 99,90 EUR zusätzlich Mahnkosten und Inkassogebühren verlangt, was eine Gesamtforderung in Höhe von 210,10 EUR ergibt. Zahlbar ist dieser Betrag innerhalb von 10 Tagen. Sollte keine Reaktion oder Zahlung erfolgen, wird mit weiteren gerichtlichen Schritten gedroht.

Scan: Zahlungsaufforderung der IZP DIS GmbH
Zahlungsaufforderung der IZP DIS GmbH


Ein Blick in die AGB von schneller.credit


Menschen, die sich unter Umständen in finanzieller Notlage befinden und auf der Suche nach Krediten im Netz sind, sollten unbedingt auch mögliche Zusatzkosten achten, bevor sie Kreditanfragen stellen oder gar Verträge abschließen.

Auf dem Portal der AlphabetOnlineServices OOS Corp. wird in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen und der Unterseite „Rechtliches“ auf wichtige Informationen hingewiesen, die vielleciht nicht jedem Interessierten bewusst sind:


  • Die Lieferung der bestellten Ware/Dienstleistung erfolgt weltweit ausschließlich per Nachnahme
  • Vor Ausgabe und Freischaltung muss eine Ausgabegebühr von 99,90€ gezahlt werden
  • Die Auszahlung des gewünschten Kredits bis 6.666 EUR setzt eine erfolgreiche Vermittlung voraus – eine erfolgreiche Vermittlung kann nicht garantiert werden
  • Es fallen vor Ausgabe der Mastercard weitere Gebühren des Kartenemittenten an


Interessenten sollte bewusst sein, dass die AlphabetOnlineServices OOS Corp. keine eigenen Kredite vermittelt, sondern laut AGB bloß Anfragen an „unterschiedliche Partner“. Das bedeutet, dass vor der Gewährung eines Kredits eine Dienstleistung in Rechnung gestellt wird – ohne Garantie auf Erfolg.

Laut der Verbraucherzentrale Sachsen betreibt die AlphabetOnlineServices OOS Corp. ein weiteres Portal mit dem Namen „blitz.credit“, welches sogar auf Facebook für eine „MasterCard GOLD und SofortKredit bis zu 7.777 Euro“ wirbt. In dem Artikel wird sogar der Verdacht geäußert, dass „Daten beim Besuch der Internetseite abgefischt werden“. (Link: https://www.verbraucherzentrale-sachsen.de/pressemeldungen/geld-versicherungen/kredit-schulden-insolvenz/marktwaechterwarnung-vor-neuem-kreditvermittler-19307)

Kontakt mit dem Verbraucherdienst


Verbraucher, die Erfahrungen mit schneller.credit oder blitz.credit machte oder gar eine Forderung von IDS DIS Gmbh erhielten, können sich für weitere Informationen bei uns melden.

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Mittwoch, 9. Mai 2018

Offerte der ZHRG GmbH für „Handels und Gewerberegister“

Die Methode ist nicht neu: Gewerbetreibende erhalten ein Formular, welches im ersten Moment wie ein offizielles Behördenschreiben wirkt. Übertitelt ist es mit „Handelsregistereintrag“ und es wird mitgeteilt, dass die Firmendaten des Empfängers im Internet unter der URL www.handelsundgewerberegister.de bereitgestellt wurden. Damit dieser Eintrag bestehen bleibt, soll ein Betrag über 800,00 EUR an ein Unternehmen namens ZHRG GmbH überwiesen werden. Sind Sie Gewerbetreibender und haben ebenfalls so eine Benachrichtigung erhalten? An dieser Stelle erfahren Sie mehr.

Titel: Offerte der ZHRG GmbH für „Handels und Gewerberegister“


Handels und Gewerberegister derzeit offline?


„In Kürze erwartet Sie hier eine neue Internetpräsenz“ ist zu lesen, wenn die URL „www.handelsundgewerberegister.de“ aufgerufen wird (Stand: 09.05.2018). Das überrascht, da in einem vorliegenden Schreiben folgendes behauptet wird:

„Die elektronische Veröffentlichung Ihrer Unternehmensdaten wurde bereits automatisch zentral zusammengeführt und für Interessenten elektronisch abrufbar im Internet unter www.handelsundgewerberegister.de bereitgestellt“. (Siehe Bild)

Das vorliegende Dokument für ein „Handels und Gewerberegister“ wurde uns freundlicherweise von einem betroffenen Gewerbetreibenden zugestellt. Es handelt sich dabei um eine Offerte, in anderen Worten ein Angebot. Auf den ersten Blick könnte die Offerte jedoch wie ein offizielles Schreiben, wie zum Beispiel von einer Behörde, stammen. Wichtig ist jedoch: es handelt sich hierbei um keine amtliche kostenpflichtige Eintragung!

Scan: Offerte "Handels und Gewerberegister", ZHRG GmbH
Offerte "Handels und Gewerberegister", ZHRG GmbH


Eintrag erst nach Zahlung an die ZHRG GmbH


Ein Vertrag für die Dienstleistung einer Eintragung kommt nur zustande, sofern ein Empfänger der Offerte den geforderten Betrag in Höhe von 812,77 EUR an eine „ZHRG Gmbh“ überweist. Mit der Überweisung werden „firmenrelevante Unternehmensdaten sowie deren Auswertung zu Auskunftszwecken“ in die Datenbank „Handels und Gewerberegister“ eingetragen. Ein hoher Preis für eine Eintragung, die gegenwärtig nicht überprüfbar ist.

Über ein Unternehmen mit dem Namen ZHRG GmbH ist derzeit nichts bekannt. Wir fanden bei unserer Recherche keinerlei Einträge oder Hinweise. (Stand: 09.05.18)

Kontakt zum Verbraucherdienst


Haben Sie auch ein Schreiben vom Handels und Gewerberegister erhalten und den Betrag an die ZHRG GmbH bezahlt? Allgemeine Informationen erhalten Sie unter

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Donnerstag, 3. Mai 2018

Baser International Service GmbH – Stimmen aus dem Netz

Am 23.04.2018 widmete der Geschäftsführer der Baser International Service GmbH Mahir Baser dem Verbraucherdienst einen Beitrag. Möglicherweise sind ihm die zwei Berichte, die wir über sein Unternehmen, bzw. über sein Projekt „HelpPhone“ veröffentlichten, sauer aufgestoßen. Dieser Umstand wäre denkbar, da wir über betroffene Verbraucher berichteten, die ihre negativen Erfahrungen mit dem Unternehmen teilten. Die Stellungnahme des Herrn Basers sollte diese Beurteilung wieder gerade rücken. Hier ist unsere Antwort.

Titel: Baser International Service GmbH – Stimmen aus dem Netz

Anruf nach Einverständnis: Aber woher kommen die Daten?


Geschäftsführer Mahir Baser schreibt, dass zur Kundengewinnung „ausschließlich interessierten Personen telefonisch“ das Produkt HelpPhone Notfalltelefon vorgestellt wird (Quelle: https://baser-international.de/verbraucherdienst-ev.html). Des Weiteren versichert er, dass „natürlich“ die gesetzlichen Vorschriften der Bundesnetzagentur, das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) sowie das Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) eingehalten werden. Ferner noch erwähnt der Geschäftsführer, dass „strenge Kontrollen“ durch die Bundesnetzagentur seit über 10 Jahren bestehen würden. Auch sämtliche Mitarbeiter werden regelmäßig streng kontrolliert, damit die eigenen ABG und geltendes Recht nicht verletzt würden. So weit, so gut. Doch wir fragen uns: woher bezieht das Unternehmen das Einverständnis zur Kundenakquise?

„Eine Frechheit!“ – Betroffene melden sich zu Wort


Unabhängig von unserer Berichterstattung gibt es aktuell zwei Kommentare hinsichtlich der Baser International Service GmbH, die im „Google My Business“ Eintrag der Firma unter „Fragen und Antworten“ sichtbar sind. Zwei Personen äußern sich zu Anrufen bezüglich des HelpPhones, welches laut deren Aussage via Telefon beworben wurde. Besonders ins Auge fällt die Antwort des GF Mahir Basers, welcher der schildernden Person den Mobilnotruf als „Pflicht“ nahelegt, da die Angerufene laut des Kommentars dement sei.

Screenshot Google My Business Eintrag | Baser International Service GmbH, "Fragen und Antworten" | 02.05.2018
Google My Business Eintrag | Baser International Service GmbH, "Fragen und Antworten" | 02.05.2018

Forenbeiträge zur Baser Direct GmbH


Laut der Stellungnahme sollen seit über 10 Jahren Kontrollen stattfinden. Dabei gab es laut diversen Stimmen im Netz bereits damals unerwünschte Anrufe durch Mitarbeiter der Baser. So schreibt 2009 der Nutzer „stephbln“ in dem Forum „Antispam-ev.de“ folgenden Kommentar: „wir werden seit Mitte November von Baser jeden Werktag angerufen.“ (Quelle: https://www.antispam-ev.de/forum/archive/index.php/t-23435.html).

In diesem und weiteren Kommentaren geht es um Glücksspiele und Cold Calls, die laut der Aussagen im Zusammenhang mit der Baser Unternehmensgruppe stehen könnten.

Auf dem Portal „JustAnswer“ schreibt gar ein Betroffener, dass er „mal bei einem Telefon- Gewinnspiel (Baser Direct GlücksOase) für ein Quartal teilgenommen und direkt wieder gekündigt“ hätte (Quelle: https://www.justanswer.de/anwalt/3yze1-habe-vor-zwei-jahren-mal-bei-einem-telefon-gewinnspiel-baser.html). Weiter schreibt er: „Den Betrag für das zweite Quartal habe ich sofort wieder zurückgebucht. Seitdem erhalte ich ständig Mahnungen und Drohbriefe.“

Verbot durch die Verbraucherzentrale


Stimmen die Kommentare und Mitarbeiter der Baser riefen ohne Genehmigung Verbraucher an? Die Vermutung liegt nahe, da die Verbraucherzentrale im Jahr 2010 der Baser Direct GmbH durch ein Gericht hatte verbieten lassen,Verbraucher ohne deren Zustimmung auf ihrem privaten Telefonanschluss anzurufen oder anrufen zu lassen, um für eine Teilnahme an einem kostenpflichtigen Gewinnspielservice zu werben. Auch das „Unterschieben“ eines Vertrages wurde untersagt (LG Düsseldorf, Urt. v. 09.09.2009, 37 O 79/09). Einen Screenshot zu dieser Meldung samt weiterer Informationen finden Sie unter unserem Beitrag zur Baser International Service GmbH bzw. dem HelpPhone.

Gab es unerlaubte Werbeanrufe?


Die Mitteilung der Verbraucherzentralen Hamburg und Nordrhein-Westfalen könnten bedeuten, dass es bereits in der Vergangenheit zu unerwünschten Werbeanrufen durch Mitarbeiter der Baser kam – bis es untersagt wurde. Aktuelle Fälle belegen aber, dass trotzdem Mitglieder des Verbraucherdienst telefonisch kontaktiert wurden. In den uns bekannten Telefonaten ging es jedoch nicht um Glücksspiele, sondern um das Projekt „HelpPhone“, welches die Baser International Service GmbH vertreibt. Die negativen Erfahrungen mit dem HelpPhone haben wir ebenfalls in einem Beitrag zusammengefasst.

Fazit


Auch wenn Mahir Baser in seiner Stellungnahme gerne davon überzeugen möchte, dass sich sein Unternehmen „streng an alle gesetzlichen Vorgaben hält“, bleiben dennoch einige Fragen offen. Wie kommt Baser an die Daten der via Cold Call angerufenen Verbraucherin, die sich – obwohl sie keinen Zugang zum Internet besaß – sich bei einem Gewinnspiel auf einer Website registriert haben sollen? Wurde da eine Zustimmung erteilt, dass sie telefonisch kontaktiert werden darf?

Eine telefonische „Andienung“ erfolgt nur nach „erhaltener Einwilligung“. Herr Baser schreibt, dass es für „ältere Menschen“ nicht „selbstverständlich“ sei, einen Internetanschluss zu besitzen. Weiter schreibt er, dass „die fernmündliche Kontaktaufnahme zum Verbraucher eine naheliegende und angemessene Art“ sei, um sein „Angebot vorzustellen“. Verbraucherdienst fragt sich: woher kommen die Daten? Woher kommt die „erhaltene Einwilligung“?

Kontakt zum Verbraucherdienst


Wurden Sie auch via Cold Call von Baser International Service GmbH ohne Ihre Einwilligung kontaktiert? Haben Sie ähnliche Erfahrungen gemacht? Allgemeine Informationen erhalten Sie unter

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Eine Einzelfallberatung ist uns nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur für Mitglieder erlaubt und wird durch kooperierende Rechtsanwälte durchgeführt.

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(Wir machen darauf aufmerksam, dass wir für den Inhalt der zur Verfügung gestellten Internetseiten via Link nicht verantwortlich sind und machen uns auch diese Inhalte nicht zu eigen. Es handelt sich um Fremdinhalte, die von uns nicht auf Richtigkeit und Vollständigkeit überprüft wurden. Verantwortlich sind die Betreiber der Internetseiten, die auch als Urheber im urheberrechtlichen Sinne gelten. Dies gilt auch für Zitate aus den jeweiligen Internetseiten.)

Montag, 23. April 2018

Einträge auf „gewerbe-anzeigen.com“ von Kleinanzeigen Online S.L.

Derzeit liegen mehrere Dokumente einer Firma namens „Kleinanzeigen Online S.L.“ aus Las Palmas vor, die das Branchenverzeichnis „Gewerbe-Anzeigen.com“ betreiben. So wird von einem Gewerbetreibenden, der Mitglied unseres Vereins ist, ein Betrag von knapp 400 EUR gefordert – für einen Vertrag, der via Telefon abgeschlossen wurde.

Titel: Einträge auf „gewerbe-anzeigen.com“ von Kleinanzeigen Online S.L.

Kleinanzeigen Online S.L. - lohnt sich ein Eintrag?


In der Vergangenheit berichteten wir in diesem Blog über diverse Branchenbücher oder auch Firmenverzeichnisse, die um kostenpflichtige Firmeneinträge von Unternehmern, Selbständigen und Freiberuflern buhlen. Einige der Firmen, die solche Branchenverzeichnisse betreiben, haben ihren Sitz in Las Palmas. Dort ist ebenfalls die „Kleinanzeigen Online S.L.“ ansässig. Betreiberin des Portals „Gewerbe-anzeigen.com“.

Das Branchenbuch „Gewerbe-Anzeigen.com“ weist auf dem ersten Blick Ähnlichkeiten zu anderen Anbietern in diesem Bereich auf. Es ist Nutzern möglich, via Suchfeld nach der gewünschten Firma zu suchen. Auf „Gewerbe-Anzeigen.com“ ist es jedoch zum derzeitigen Zeitpunkt (Stand: 16.04.2018) nicht möglich, darüber hinaus in Bundesländern oder nach Branchen zu suchen. Ein Klick auf die Auswahlmöglichkeit „Branchen“ oder auf ein Wappen führt zu keinem Ergebnis. Eine Suche, wie man sich aus seriösen Branchenverzeichnissen kennt, ist hier nicht gegeben.

Hohe Rechnung für einen Firmeneintrag auf „www.gewerbe-anzeigen.com“


Dennoch werden Verträge für einen Firmeneintrag auf „Gewerbe-Anzeigen.com“ mit der Firma „Kleinanzeigen Online S.L.“ geschlossen. Uns liegen mehrere Dokumente wie unter anderem eine Rechnung und ein Korrekturabzug vor, die uns freundlicherweise von einem Mitglied zur Verfügung gestellt wurden. Für einen Firmeneintrag mit einer Laufzeit von einem Jahr samt automatischer Kündigung wird eine Rechnung in Höhe von 399,00 EUR gestellt.

Scan: Rechnung Gewerbe-Anzeigen.com | Kleinanzeigen Online S.L.
Rechnung Gewerbe-Anzeigen.com | Kleinanzeigen Online S.L.


Dieser Vertrag wurde laut der Rechnung fernmündlich abgeschlossen. Einige Gewerbetreibende sind sich möglicherweise nicht darüber im Klaren, dass bei B2B Geschäften (auch über das Telefon) kein Rücktrittsrecht oder Widerrufsrecht vorgesehen ist.

Kontakt mit Verbraucherdienst e.V.


Sind Sie Gewerbetreibender und haben ebenfalls eine Rechnung oder gar Mahnung von der Kleinanzeigen Online S.L. erhalten? Reagieren Sie unbedingt und zögern Sie die Angelegenheit nicht hinaus - es könnte sonst zu weiteren Kosten führen. Für weitere allgemeine Informationen nutzen Sie unsere Kontaktmöglichkeiten! Auch Verbraucher aus der Schweiz und Österreich können sich gerne an uns wenden.

Allgemeine Informationen erhalten Sie über unser Verbrauchertelefon:

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Post von der „Kündigungs Zentrale“

Derzeit liegt ein Dokument mit dem Betreff „Mahnung und Kündigungsbestätigungsanschreiben“ vor. Versandt wurde es durch eine Firma mit dem recht allgemein klingenden Namen „Kündigungs Zentrale“ mit Sitz in Berlin. Das Besondere an diesem Anschreiben ist das Fehlen einer Anschrift und Anrede. Was hat es mit diesem Schreiben auf sich?

Titel: Post von der „Kündigungs Zentrale“


Sind Empfänger Mitglieder einer „Gewinnspielzentrale“?


Auf der Potsdamer Straße 82 in Berlin soll der Geschäftssitz der Firma „Kündigungs Zentrale“ sein, die laut des Briefkopfs u.a. die Bereiche „Inkasso Kündigung“ und „ABO Kündigung“ aufgelistet haben. Die Kündigungs Zentrale verzichtet in Ihrem Anschreiben auf eine Anschrift oder gar eine Anrede.

„Durch Ihre Mitgliedschaft bei der Gewinnspielzentrale besteht noch ein offener Zahlungsbetrag“, heißt es in einem der Schreiben, die uns durch Mitglieder des Verbraucherdienstes zur Verfügung gestellt wurden. Sollte sich der Empfänger für eine Zahlung entscheiden, würde automatisch eine Kündigung aus allen Gewinnspielunternehmen gewährleistet sein. Um welche Gewinnspielunternehmen es sich dabei handeln soll, bleibt unerwähnt. An dieser Stelle möchten wir darauf hinweisen, dass die uns vorliegenden Briefe zahlreiche Grammatikfehler aufweisen.

„Kündigungs Zentrale“ fordert Geld


Die „Kündigungs Zentrale“ verlangt einen Betrag in Höhe von 354,49 EUR. Diese Summe soll in einem Fall auf ein finnisches Konto überwiesen werden. Andernfalls wird „keine andere Möglichkeit“ gesehen, als eine „Vorpfändung auszubringen“. Sieht der Empfänger keine Notwendigkeit, den Betrag zu überweisen, so muss er damit rechnen, dass eine Kontosperrung droht. So behauptet es zumindest die „Kündigungs Zentrale“. Als Zahlungsempfänger ist der sonst unerwähnte Name „Bakioglou Service“ genannt.

Wichtig für Betroffene: bei diesem Unternehmen handelt es sich um kein in Deutschland eingetragenes Inkassounternehmen. Das bedeutet, dass „Kündigungs Zentrale“ hierzulande keine Inkasso-Dienstleistungen betreiben darf.

Scan: Anschreiben Kündigungs Zentrale | Seite 1
Anschreiben Kündigungs Zentrale | Seite 1

Scan: Anschreiben Kündigungs Zentrale | Seite 2
Anschreiben Kündigungs Zentrale | Seite 2


Hilfe bei „Kündigungs Zentrale“


Haben Sie auch ein Schreiben der „Kündigungs Zentrale“ erhalten? Allgemeine Informationen erhalten Sie unter

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Donnerstag, 12. April 2018

Mahnung durch die „BDE Group“, Berlin

Frau W. ist Mitglied unseres Vereins und leitete ein Schreiben einer Berliner Firma namens BDE Group an uns weiter. Der Betreff lautet „1. Mahnung – Außerordentliche Kündigung / Beitragszahlungen“. Es wird verkündet, dass sämtliche Mitglieder im „Fachverbrand der Lotterie und Glücksspielanbieter“ (u.a. EuroMillions, MegaMillions, EuroWinAg, EMG49, EuroWin24, EuroJackPot) offene Forderungen gegenüber nicht gezahlter Beitragszahlungen an die BDE Group abgetreten wurden.

Titel: Mahnung durch die „BDE Group“, Berlin


Offene Kosten gegenüber Gewinnspielanbieter?


Frau W. soll zu den Kunden eines Gewinnspielanbieters oder einer Lotterie gehören und ihre Beiträge nicht bezahlt haben. Aus diesem Grund die Zahlung von 794,00 EUR verlangt. Dieser Betrag setzt sich aus der Hauptforderung 743,00 EUR, den Mahnkosten 22,00 EUR und vorgerichtlichen Inkassokosten 29,00 EUR zusammen.

Sollte jedoch innerhalb der nächsten drei Tage gezahlt werden, würde ein Vergleichsangebot der BDE Group in Höhe von 314,00 EUR greifen. Um Frau W. zu einer sofortigen Zahlung zu bewegen, weist das Berliner Unternehmen darauf hin, dass somit auch das gerichtliche Mahnverfahren eingestellt wird. Des Weiteren sollen sämtliche Daten aus dem den System gelöscht werden, damit Frau W. nicht mehr durch Gewinnspielverbände kontaktiert wird.

Scan: Mahnung / BDE Group, Berlin
Mahnung / BDE Group, Berlin


Drohung mit Zwangsvollstreckung


Sollte die Frist nicht eingehalten werden, so wird die Gesamtforderung in Höhe von 794,00 EUR geltend gemacht und mit der Beauftragung eines Gerichtsvollziehers, eine Zwangsvollstreckung und einer Pfändung gedroht.

Der „Mahnung“ ist ein vorab ausgefüllter Überweisungsträger angehängt. Als Zahlungsempfänger ist eine „Bosphorus Escape SRL“ eingetragen. Die eingetragene Summe (314,00 EUR) soll auf ein Konto einer rumänischen Bank überwiesen werden.

Hilfe bei BDE Group


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Donnerstag, 5. April 2018

Erfahrungen mit dem HelpPhone der Baser International Service GmbH

Sollten mobile Senioren in eine unglückliche Situation geraten, ist schnelle Hilfe gefragt. Bei einem Hausnotruf könnte man zum Beispiel mit Einrichtungen (z.B. Deutsches Rotes Kreuz, Johanniter) Kontakt aufnehmen, um unter Umständen notwendige Maßnahmen einleiten.

Die Baser International Service GmbH bietet ebenfalls ein Notfalltelefon an, das sogenannte HelpPhone. Das Projekt klingt vielversprechend, wären da nicht das negativen Erfahrungen mehrere Verbraucher, die sich bei uns meldeten.

Titel: Erfahrungen mit dem HelpPhone der Baser International Service GmbH

Erfahrungen mit HelpPhone


Bereits Oktober 2016 berichtete Verbraucherdienst über die Erfahrungen unseres Mitglieds Frau G. mit der Baser International Service GmbH. Die Schwerpunkte der Firma aus Düsseldorf liegen laut eigener Aussage in den Bereichen Kundenverwaltung, Korrespondenz und verbraucherorientierten Service. Ein „Projekt“ der Baser International Service GmbH ist das sogenannte „HelpPhone“, ein Handy für Senioren mit u.a. 24-Stunden-Notrufnummer. Im Jahr 2016 erhielt besagte Frau G. eine Auftragsbestätigung für das HelpPhone Seniorentelefon. Frau G. bestritt, einen kostenpflichtigen Vertrag mit dem Unternehmen geschlossen zu haben und wandte sich hilfesuchend an uns.

Das Projekt HelpPhone lässt sich scheinbar über das Internet oder durch eine telefonische Bestellung in Anspruch nehmen. Angeblich soll Frau G. laut der Baser International Service GmbH zunächst telefonisch eine Bestellung abgegeben haben. Es wurde zu ihrer „eigenen Sicherheit“ sogar ein Tondokument angefertigt, welches laut der Auftragsbestätigung abzuhören sei. Das Tondokument wurde durch die Baser International Services GmbH, dem angeschlossenen Rechtsanwalt des Verbraucherdienst e.V, der die Interessen der Frau G. vertritt bis zum heutigen Tag nicht übermittelt. Auch der geforderte Nachweis eines schriftlich erteilten OPTIN (Werbeeinwilligungsbestätigung) durch unser Mitglied, blieb die Baser International Service GmbH dem Rechtsanwalt ebenfalls schuldig.

Vertragsabschluss durch Cold Call?


Wie die Kontaktdaten von Frau G. in den Umlauf kamen, kann nur vermutet werden. Zumal nicht eindeutig war, wann Frau G. eine Einwilligung erteilt haben soll, dass sie angeblich via Cold Call für Werbezwecke kontaktiert werden darf. Mehr Einsicht erhielten wir durch ein weiteres Schreiben der Baser International Service GmbH. Dort wurde behauptet, dass Frau G. auf der Online-Seite „Gewinnwelt“ eine Werbeeinwilligung erteilt haben soll. Nach Rücksprache mit Frau G. hatte sie zum angegebenen Zeitpunkt keinerlei Zugang zum Internet. Es ist also fraglich, wie Frau G., die zum angeblichen Einwilligungspunkt 83 Jahre alt war, online eine solche Einwilligung erteilt haben soll.


So das davon ausgegangen werden muss, das es sich bei dem Anruf der Baser International Service GmbH um einen sogenannten Cold Call Anruf handelte. Derartige vom Angerufenen nicht ausdrücklich genehmigte Anrufe werden in Deutschland durch das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb untersagt. Seit 2013 ist bei Zuwiderhandlung ein hohes Bußgeld bis zu 30.000 EUR möglich.

Weitere Betroffene melden sich zu Wort


Mittlerweile gibt es weitere Betroffene, die sich bei uns meldeten. Scheinbar gab es zwei weitere Vorfälle wie jene, die uns durch Frau G. geschildert wurden. An dieser Stelle zitieren wir zwei Mails, die uns erreichten:

Von Frau M:


(Zitat)„Meine 80-jährige Mutter wurde vor ca. 2 Wochen angerufen. Ihr wurde das HelpPhone der Firma Baser angepriesen. Meine Mutter willigte nach einigem Hin und Her ein, dass ihr Informationsunterlagen zugeschickt werden. Der Aufforderung, ihre Kontonummer mitzuteilen, kam sie nicht nach.

Letzte Woche erhielt sie nicht nur die Informationen zum HelpPhone, sondern auch ein Begrüßungsschreiben als neue Benutzerin mit Vertragsnummer und Kundennummer. Wenige Tage später erhielt sie per Päckchen ein HelpPhone geliefert.

Ich finde es unglaublich, das solche eine dreiste, gesetzlich verbotene Telefonaquise mit alten Menschen gemacht wird und beschwere mich bei Ihnen über das Vorgehen der Firma Baser International Service GmbH, Schadowstr. 82, 40212 Düsseldorf.“(Zitatende)

Von Frau L:


(Zitat) „Mit großem Interesse habe ich im Internet den Beitrag über die Cold Call der Firma Baser International Service gelesen und möchte Ihnen folgendesberichten:

Meine Mutter (82 J.) hat vor kurzem einen unaufgeforderten Anruf von dieser Firma erhalten. Sie erzählte mir, dass der Anrufer sie nicht habe zu Wort kommen lassen, denn sie hat versucht zu erklären, dass sie nicht interessiert ist. Mit Datum vom 13.03.18 erhielt sie nun eine Auftragsbestätigung und mit getrennter Post ein Päckchen. Zum Glück hat sie die Annahme des Päckchens verweigert und der Briefträger hat es zurückgehen lassen. Vermutlich war in dem Päckchen das "bestellte" Seniorentelefon.

Scheinbar hat diese Firma ihre Cold Call immer noch nicht eingestellt.“ (Zitatende)

Somit haben sich bereits drei betroffene Frauen zu Wort gemeldet, deren Mütter laut eigener Aussage mittels eines unerwünschten Werbeanruf der Baser International Service GmbH kontaktiert wurden.

Wir hoffen für die Nutzer des HelpPhones, dass sie bei einem Notruf in der 24-Stunden-Notrufzentrale auch zu Wort kommen. Laut den vorliegenden Aussagen scheint es der Baser International Service GmbH nicht unbedingt daran zu liegen Hilfe zu leisten, sondern kostenpflichtige Verträge abzuschließen.

Hilfe beim HelpPhone und Baser


Wurden Sie auch via Cold Call von Baser International Service GmbH ohne Ihre Einwilligung kontaktiert? Haben Sie ähnliche Erfahrungen gemacht? Allgemeine Informationen erhalten Sie unter

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Mittwoch, 4. April 2018

Zahlungsaufforderung von einer „Kanzlei Sponga“

Aktuell steht das Telefon kaum still. Viele besorgte Verbraucher fanden Zahlungsaufforderungen durch eine „Kanzlei Sponga“ in ihrem Briefkasten. Ein Teil des Namens kommt Lesern und Leserinnen dieses Blogs möglicherweise bekannt vor: Mitte Januar diesen Jahres berichteten wir über Post von einer sogenannten „Sponga Inkasso AG“. Hier folgen weitere Informationen für betroffene Verbraucher.


„Inkassoverfahren“ von der Kanzlei Sponga


Ein gewisser „Thomas Müller“, Rechtsanwalt, schreibt im Auftrag einer unbekannten Mandantin eine Zahlungsaufforderung, um noch vermeintlich offene Kosten einzufordern. Tätig ist er für eine sogenannte „Kanzlei Sponga“, die ihren Sitz in London, England und zusätzlich eine Postadresse in Frankfurt am Main.

Seit 2014 ist es für Inkassodienstleistungen erbringende Rechtsanwälte verpflichtend, den genauen Forderungsgrund und das Datum des Vertragsschlusses sowie eine konkrete Zinsberechnung mitteilen. Das ist in dem Schreiben der „Kanzlei Sponga“ bzw. Thomas Müller nicht der Fall. Es fehlt sogar eine genaue Bezeichnung des Vertrages, der angeblich getätigt worden sein soll.

Inhalt der Zahlungsaufforderung


RA Müller schreibt: „Bedauerlicherweise haben Sie die Ihnen bekannte Forderung noch nicht ausgeglichen“. In den darauffolgenden vor Grammatikfehlern strotzenden Sätzen weist der für die Kanzlei Sponga tätige Anwalt darauf hin, dass bei einer Nichtzahlung ein gerichtliches Mahnverfahren eingeleitet wird.

Innerhalb einer knapp gesetzten Frist soll ein Betrag in Höhe von 279,49 EUR gezahlt werden. Wie gesagt: es sind keinerlei Informationen zum Vertrag oder zur unbezahlten Dienstleistung enthalten. Es ist tatsächlich nur von einer offenen Forderung die Rede.

Dem Schreiben ist ein teilweise ausgefüllter Zahlschein angehängt. Zahlungsempfänger ist dort eine gewisse „Sponga BVBA“ und das Geld soll weder auf ein deutsches oder britisches Konto überwiesen werden, sondern auf eins in Belgien.

Scan: Forderung der Kanzlei Sponga
Forderung der Kanzlei Sponga


Wenige Informationen über RA Thomas Müller und Kanzlei Sponga


Nun ist „Thomas Müller“ ein recht häufig vorkommender Name. Aus diesem Grund kann derzeit nicht bestimmt werden, ob dieser RA Müller tatsächlich im offiziellen Rechtsanwaltsregister gelistet ist.

Die auf dem Schreiben angegebene Adresse verweist auf eine nicht genannte Hausnummer auf dem Thurn-und-Taxis-Platz in 60313 Frankfurt am Main. Auf der Hausnummer Thurn-und-Taxis-Platz 6 ist jedoch ein Business Center, in dem man Büroräume (auch virtuelle) kostenpflichtig mieten kann. Möglicherweise hat Kanzlei Sponga dort Geschäftsräume gemietet?

Hilfe bei Kanzlei Sponga


Haben Sie auch einen Brief von der Kanzlei Sponga erhalten? Auch wenn diese Forderungen viele Fragen aufwirft, sollte man gerechtfertigte (!) Zahlungsaufforderungen unbedingt ernst nehmen und nicht ignorieren. Es könnte sonst zu kostspieligen Folgen kommen, die sogar einen Eintrag ins Schuldnerverzeichnis bedeuten könnten. Wir bieten allgemeine Informationen zu diesem Thema sowie über Inkassoforderungen. Nehmen Sie Kontakt auf unter:

0201-176 790

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Donnerstag, 29. März 2018

Zahlungsaufforderung von Imperial Inkasso für Rocket Consulting SP. Z O. O.

Zahlreiche Betroffene melden sich, die laut eigener Aussage nichts auf dem Portal „Liquidado“ gekauft haben, aber dennoch eine Rechnung erhalten haben. Noch größer war das Staunen, als darauf sogar eine Zahlungsaufforderung durch „Imperial Inkasso“ folgte. Hier erfahren Sie mehr.

Titel: Zahlungsaufforderung von Imperial Inkasso für Rocket Consulting SP. Z O. O.

Offene Rechnungen bei Rocket Consulting?


In Danzig (auf Polnisch Gdańsk) sitzt das Unternehmen „Imperial Inkasso“, von dem uns aktuell eine Zahlungsaufforderung vorliegt. Auftraggeber ist die Rocket Consulting SP. Z. O. O., über die wir bereits häufiger im Rahmen dieses Blogs berichteten. So soll ein Vertrag über einen kostenpflichtigen Vertrag für Leistungen auf dem Portal „Liquidado.de“ abgeschlossen worden sein, welches von der Rocket Consulting betrieben wird. Auf Liquidado.de werden Schnäppchen für jene Verbraucher angeboten, die sich via Social Media auf die Seite locken ließen.

Um in den Genuss der Angebote zu gelangen, muss durch interessierte Kunden ein Account erstellt werden. An dieser Stelle würde ein Blick in das Kleingedruckte möglicherweise abschrecken, da durch das Anmelden Kosten entstehen können. Darüber hinaus ist es nicht unwahrscheinlich, dass man sich bei der Nutzung eines „Premium Accounts“ bei Liquidado sogar für mehrere Monate zur Zahlung verpflichtet.

Was fordert Imperial Inkasso?


Sollte eine Rechnung der Rocket Consulting SP. Z O. O. nicht beglichen werden, ist weitere Post durch das Danziger Inkassounternehmen Imperial Inkasso gegeben. Uns liegt derzeit eine solche Zahlungsaufforderung vor.

Imperial Inkasso weist in dem Schreiben darauf hin, dass Zahlungen ausblieben und sogar eine Zahlungsverpflichtung gegenüber der Rocket Consulting SP. Z O.O. bestehen würde. Mit Einzelheiten hält sich das Unternehmen nicht auf. Diese können im Zweifelsfall noch einmal zugesandt werden. Gefordert wird die stolze Summe von 725,23 EUR.

Überwiesen werden soll der Betrag auf ein polnisches Konto an den Empfänger Imperial Inkasso Sp. z o.o. Weil das Unternehmen ihren Geschäftssitz in Danzig hat, ist das Schreiben sogar zweisprachig verfasst – in Deutsch sowie Polnisch.

Scan: Zahlungsaufforderung Imperial Inkasso
Zahlungsaufforderung Imperial Inkasso 


Hilfe bei Imperial Inkasso und Rocket Consulting


Haben Sie auch Erfahrungen mit der Rocket Consulting SP. Z O. O.? Oder haben Sie gar eine Zahlungsaufforderung von Imperial Inkasso im Briefkasten vorgefunden? Im Mitgliederauftrag konnten wir erfolgreich Forderungen abwehren.

Wir bieten Verbrauchern erste allgemeine Informationen und Hilfe bei diesem Thema. Auch Verbraucher aus Österreich und der Schweiz können sich gerne an uns wenden. Nutzen Sie die unten aufgeführten Kontaktdaten:

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(bei Anrufen aus Österreich bzw. der Schweiz bitte die +49 bzw. die 0049 hinzufügen)

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Montag, 26. März 2018

Über „Einfachdabei.eu“ von der DTD Communication Service I.T.

Über 200 Gewinnspiele und die Chance auf „satte Gewinne“ werden Teilnehmern auf „Einfachdabei.eu“ versprochen. Betrieben wird das Portal von der DTD Communication Service I.T. aus der Türkei. So soll es einen Anruf durch das Unternehmen gegeben haben, auf das ein Schreiben folgte. Haben Sie auch Post bekommen?

Titel: Über „Einfachdabei.eu“ von der DTD Communication Service I.T.


Willkommensschreiben durch DTD Communication Service I.T.


Uns liegt ein Begrüßungsschreiben einer Firma namens DTD Communication Service I.T. vor, welches ein Mitglied von Verbraucherdienst e.V. zur Verfügung stellte. Nach einer kurzen Einleitung verkündet die Firma mit Sitz in Izmir (Türkei) stolz: „Wir melden Sie nun monatlich bei 225 attraktiven Preisausschreiben mit der Chance auf wertvolle Gewinne an“.

Doch wie wurde der Verbraucher angemeldet? Laut einer aktuellen Meldung der Verbraucherzentrale Niedersachsen wurde eine Verbraucherin aus Osnabrück telefonisch durch die DTD Communication Service I.T. kontaktiert. In den Gesprächen soll behauptet worden sein, dass ein Gewinnspielvertrag über neun Monate abgeschlossen wurde. Kurz darauf soll die Verbraucherin ein Willkommensschreiben, wie uns auch eins vorliegt, erhalten haben.

Dass potentielle Kunden via Telefon kontaktiert werden, ist auch anhand der AGB erkennbar. So heißt es unter Punkt 4 (Siehe Bild), dass die Mindestvertragslaufzeit drei Monate beträgt und mit der „telefonischen Willenserklärung des Teilnehmers“ beginnt.

Anmeldung über „Einfachdabei.eu“


Anmelden sollen sich Teilnehmer über die Webseite „einfachdabei.eu“. Auf der Seite sind die Leistungen noch einmal genauer beschrieben. So wird unter anderem die Chance auf Gewinne wie Bargeld, Traumreisen, Autos, Computer und „vieles mehr“ verkündet. Die Kosten für die Teilnahme an den unbekannten Gewinnspielen, die weder vorgestellt noch genannt werden, betragen monatlich 67,50 EUR.

Wir schauten uns zusätzlich die Anmeldung über das Portal Einfachdabei.eu an. Nach dem Klicken auf den Button „Jetzt anmelden und einfach bequem gewinnen“ werden den Besucher auf ein Online-Formular geleitet. Dort kann man sich eintragen, sofern man an der Teilnahme an den besagten Gewinnspielen interessiert ist.

Vor dem Abschicken erhalten Interessierte folgenden Hinweis: „Ihre für die Teilnahme bei Eurostern24 eingegebenen Daten werden per SSL (Secure Sockets Layer) verschlüsselt. Die Sicherheit Ihrer Daten wird dadurch gewährleistet.“ Die Seite „Eurostern.com“ wird ebenfalls von der DTD Communication Service I.T. aus der Türkei betrieben.

Scan: „Einfachdabei.eu“  DTD Communication Service I.T.
„Einfachdabei.eu“  DTD Communication Service I.T.

Scan: „Einfachdabei.eu“  DTD Communication Service I.T. | AGB
„Einfachdabei.eu“  DTD Communication Service I.T. | AGB

Hilfe bei DTD Communication Service I.T. / Einfachdabei.eu


Haben Sie auch Erfahrungen mit der Firma DTD Communication Service I.T.? Wurden Sie auch angerufen, um eine Teilnahme an diversen Gewinnspielen zu unterbreiten?

Wir bieten Verbrauchern erste allgemeine Informationen und Hilfe bei diesem Thema. Auch Verbraucher aus Österreich und der Schweiz können sich gerne an uns wenden. Nutzen Sie die unten aufgeführten Kontaktdaten:

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Freitag, 23. März 2018

Zahlungsaufforderung durch Europa Inkasso

Uns liegen mehrere Zahlungsaufforderungen von einem „Europa Inkasso“ mit unterschiedlichen Geschäftssitzen vor. Laut der Schreiben sollen noch Kosten bei diversen Spielgemeinschaften wie „Winner 49“ und „EuroMillions Lottery“ offen sein. Haben Sie auch so ein Schreiben im Briefkasten gefunden? Hier erfahren Sie mehr.

Titelbild: Zahlungsaufforderung durch Europa Inkasso

Europa Inkasso – aus Dortmund, Frankfurt oder Malta?


„Meine Kanzlei wurde beauftragt, beim zuständigen Mahngericht das gerichtliche Mahn- und Vollstreckungsverfahren mit anschließender Pfändung gegen Sie einzuleiten“ - mit dieser Drohung beginnen vorliegende Zahlungsaufforderungen einer Firma namens „Europa Inkasso“.

Angeblich sollen Verträge mit Spielgemeinschaften von den Empfängern abgeschlossen und trotz erbrachter Leistung nicht gezahlt worden. Die in den Schreiben genannten Spielgemeinschaften wären „Winner 49 & Spiele Club-49“ und „Winner 49 & EuroMillions Lottery“.

Gefordert werden unterschiedlichen Summen, die von der Laufzeit der Verträge abhängig sind. So sollen Kosten von 49,00 EUR monatlich anfallen. Zuzüglich Rechtsanwaltskosten, Auslagenpauschale und Mahnkosten kommen Beträge im dreistelligen Bereich zustande.

Die Summe soll innerhalb einer kurzen Frist auf ein Konto in Malta überwiesen werden. Dabei ist der Geschäftssitz laut der vorliegenden Schreiben u.a. in Dortmund.

Scan: Europa Inkasso, Dortmund | Seite 1
Europa Inkasso, Dortmund | Seite 1

Scan: Europa Inkasso, Dortmund | Seite 2
Europa Inkasso, Dortmund | Seite 2

Europa Inkasso Service GmbH ist ein eingetragenes Inkassounternehmen


Die vorliegenden Zahlungsaufforderungen haben allesamt das Logo des im Rechtsdienstleistungsregister eingetragenen Inkassodienstleisters „Europa Inkasso Service GmbH“ aus Wuppertal. Diese Eintragung bedeutet, dass das Unternehmen in Deutschland berechtigt ist, Inkassodienstleistungen für ihre Kunden durchzuführen und zum Beispiel mit entsprechender Vollmacht noch offene Kosten bei Schuldnern beizutreiben.

Die eingetragene Firma hat ihren Sitz in Wuppertal. Uns liegt eine Zahlungsaufforderung vor, die ebenfalls aus Wuppertal stammen soll. Jedoch weisen diverse Posten, wie unter anderem die Telefonnummer, Unterschiede auf. Die offenen Kosten sollen in diesem Fall auf ein niederländisches Konto überwiesen werden. Auch hier geht es um um noch nicht gezahlte Beiträge bezüglich der Spielgemeinschaft „Winner-49 & EuroMillions Lottery“. Aktuell wird auf der Homepage der Firma berichtet, dass sie "nicht Versender der in Umlauf gebrachten Forderungsschreiben von Winner49 und EuroMillionsLottery" sind. (Stand 11.04.2018)

Scan: Europa Inkasso, Wuppertal | Seite 1
Europa Inkasso, Wuppertal | Seite 1

Scan: Europa Inkasso, Wuppertal | Seite 2
Europa Inkasso, Wuppertal | Seite 2


Hilfe bei Europa Inkasso


Haben Sie auch eine Zahlungsaufforderung von Europa Inkasso erhalten? Für allgemeine Informationen können Sie sich gerne an uns wenden:

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Mittwoch, 21. März 2018

I.K. Mediendienst GmbH zurück mit „Fa. Medien-Online“ / mov-portal.de

Über die Firma I.K. Mediendienst GmbH berichtete Verbraucherdienst e.V. bereits 2015. Scheinbar hat sich das Angebot kaum geändert: Gewerbetreibende werden durch I.K. Mediendienst GmbH kontaktiert, um Verträge für kostenpflichtige Firmeneinträge in einem Branchenbuch abzuschließen. Haben Sie auch Erfahrungen gesammelt? Hier erfahren Betroffene mehr.

Beitragsbild: I.K. Mediendienst GmbH zurück mit „Fa. Medien-Online“ / mov-portal.de

Neues Branchenbuch „mov-portal.de“


In 50672 Köln soll die Firma I.K. Mediendienst GmbH ihren Sitz haben. Von dort aus betreibt sie das Branchenverzeichnis mov-portal.de. Solche Branchenbücher dienen in der Regel dazu, Gewerbetreibenden sogenannte Firmeneinträge anzubieten. Gegen eine bestimmte Gebühr soll jenen Unternehmern, die einen solchen Eintrag schalten, eine höhere Reichweite im Internet gewährt werden.

Auch I.K. Mediendienst GmbH bietet unter dem Slogan „Seien Sie dabei durch unseren Portal Ihre Firma zu vergrößern“ Unternehmer, Freiberuflern und Selbständigen ein solches Branchenbuch an. Aktuell liegt uns ein Formular vor, welches freundlicherweise an uns weitergeleitet wurde.

I.K. Mediendienst GmbH : Vertrag durch Rückfax?


Auf diesem Formular wird einleitend darauf hingewiesen, dass der Kunde sich „heute per Telefon/Fax/E-Mail an die Fa. Medien-Online gewandt“ hätte. Mit der Rücksendung dieses unterschriebenen Formulars würde ein Gewerbetreibender diese Aussage bestätigen und einen Auftrag für einen kostenpflichtigen Firmeneintrag auf mov-portal.de bestätigen.

Die Preise haben sich seit 2015 nicht verändert: Grundpreis: 399 EUR, Einstellungs- und Pflegekosten: 299 EUR sowie die Graf. Gestaltung: 199 EUR. Als besondere Vereinbarung ist schriftlich festgehalten, dass der Vertrag automatisch ausläuft. Die Laufzeit beträgt laut dem Formular drei Jahre. Gewerbetreibende, die das Formular an die „Fa. Medien-Online“ oder I.K. Mediendienst GmbH zurück faxen, bestellen somit einen teuren Branchenbucheintrag, dessen Nutzen nicht einzuschätzen ist. Des Weiteren haben Unternehmer bei solchen B2B Geschäften kein Widerrufsrecht!

Scan: "Fa. Medien-Online" Formular für mov-portal.de / I.K.Mediendienst GmbH
"Fa. Medien-Online" Formular für mov-portal.de / I.K.Mediendienst GmbH


Hilfe bei mov-portal.de oder I.K. Mediendienst GmbH


Haben Sie auch Erfahrungen mit Firmeneinträgen auf mov-portal.de der Firma I.K. Mediendienst GmbH? Sollen Sie als Gewerbetreibender hohe Kosten für einen Branchenbucheintrag zahlen?

Wir bieten Unternehmern, Freiberuflern und Selbständigen erste allgemeine Informationen und Hilfe bei diesem Thema. Auch Gewerbetreibende aus Österreich und der Schweiz können sich gerne an uns wenden. Nutzen Sie die unten aufgeführten Kontaktdaten:

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(bei Anrufen aus Österreich bzw. der Schweiz bitte die +49 bzw. die 0049 hinzufügen)

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Freitag, 16. März 2018

„Inkassomahnung“ von AlphaInkasso für Firmenauskunft-Online

Verbraucherdienst e.V. liegen Dokumente der Firmen „Firmenauskunft-Online“ aus 36206 Vigo und „AlphaInkasso“ aus 40210 Düsseldorf vor. So sollen noch Kosten für einen „Premium“ Eintrag in einem Branchenbuch offen sein. Wir schauten uns die Unternehmen samt der Forderung mal an.

Beitragsbild: „Inkassomahnung“ von AlphaInkasso für Firmenauskunft-Online

Wie sinnvoll sind Branchenbücher?


Der Nutzen von sogenannten Branchenbucheinträgen für Gewerbetreibende ist kritisch zu betrachten. In einer Vielzahl der Fälle, die wir hier im Rahmen dieses Blogs besprechen, ist kaum mit Gewinnsteigerungen durch eine höhere Reichweite im Internet zu rechnen. Oftmals sind die Anbieter solcher Branchenverzeichnisse die einzigen Gewinner, zumindest in finanzieller Hinsicht.

Kostenpflichtiger Firmeneintrag bei „Firmenauskunft-Online“


Das Firmenverzeichnis Firmenauskunft-Online (erreichbar unter http://firmenauskunft-online.net, Stand 16.03.2018) bietet Unternehmern, Selbständigen und Freiberuflern die Möglichkeit, einen kostenpflichtigen Eintrag zu schalten. Für 299,00 EUR („Premium“) erhält ein Kunde eine „Seo Optimierung“ , Darstellung der Telefon & Telefax Nummern, zwei Fotos bzw. Logos, die Angabe der Branche sowie vier Schlüsselwörter. Während der Laufzeit von einem Jahr soll so die Präsenz in den Suchergebnissen bei Google gesteigert werden. Ob sich die Gegenleistung für den Preis lohnt, soll an dieser Stelle nicht bewertet werden. Jedoch bietet die Suchmaschine Google selbst die gleiche Leistung (und mehr!) zum Nulltarif an.

Scan: Firmenauskunft-Online | Rechnung
Firmenauskunft-Online | Rechnung 


Der Vertrag kann laut den AGB „insbesondere fernmündlich“ geschlossen werden. Gewerbetreibende, die durch Firmenauskunft-Online telefonisch kontaktiert werden sollten, laufen Gefahr, einen verbindlichen Vertrag abzuschließen. Bei B2B Geschäften gibt es kein Recht auf Widerruf.

Forderung von AlphaInkasso, Düsseldorf


Sollte eine Rechnung von Firmenauskunft-Online nicht bezahlt werden, könnte eine Forderung von „AlphaInkasso“ aus 40210 Düsseldorf die Folge sein. Uns liegt ein Schreiben vor, in dem darauf hingewiesen wird, dass eine offene Forderung weiterhin „sofort fällig“ sei. Sollte eine Zahlung ausbleiben, so droht die Firma mit einer gerichtlichen Durchsetzung der Forderung.

Der Betrag (auch hier handelt es sich um 299,00 EUR) soll an die gleiche spanische Kontoverbindung überwiesen werden, welche der Firmenauskunft-Online zugeordnet ist. Es handelt sich bei der Firma „AlphaInkasso“ aus Düsseldorf um kein in Deutschland eingetragenes Inkassounternehmen. Auf dem Impressum der dazugehörigen Homepage (http://www.alphainkasso.net/impressum/) ist im Übrigen eine andere Geschäftsadresse als auf dem Schreiben zu finden.

Die Postanschrift der „AlphaInkasso“ aus Düsseldorf, die auf dem vorliegenden Brief (siehe Bild) zu lesen ist, verweist auf ein Fachgeschäft für Erotik – und kein Inkassounternehmen. Welche der beiden bekannten Postanschriften nun korrekt ist, lässt sich derzeit nicht bestimmen.

Scan: AlphaInkasso | Forderung
AlphaInkasso | Forderung


Hilfe bei AlphaInkasso und Firmenauskunft-Online


Haben Sie auch Erfahrungen mit Firmeneinträgen der Firmenauskunft-Online? Oder haben Sie gar eine Forderung von AlphaInkasso Düsseldorf erhalten?

Wir bieten Unternehmern, Freiberuflern und Selbständigen erste allgemeine Informationen und Hilfe bei diesem Thema. Auch Gewerbetreibende aus Österreich und der Schweiz können sich gerne an uns wenden. Nutzen Sie die unten aufgeführten Kontaktdaten:

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Donnerstag, 15. März 2018

Kartoprint GmbH: Offerte für eine Anzeige „Stadtinformation“

Aktuell liegen Verbraucherdienst mehrere Schreiben von der Firma Kartoprint GmbH vor. Ein Gewerbetreibender leitete unter anderem Rechnungen für eine „Anzeige Stadtinformation“ an uns weiter, um darüber zu berichten. Was hat es mit dem Angebot der Firma auf sich?

Beitragsbild: Kartoprint GmbH: Offerte für eine Anzeige „Stadtinformation“

Was bietet die Kartoprint GmbH an?


Wir berichten häufig über Branchenverzeichnisse, die um kostenpflichtige Firmeneinträge von Gewerbetreibenden buhlen. Gegen die Zahlung hoher Kosten wird in nahezu unbekannten Firmenverzeichnissen meist nur die Anschrift und Telefonnummer dargestellt – ohne nennenswerten Nutzen für den werbenden Unternehmer.

Trotz der Werbemöglichkeiten des Internets gibt es jedoch auch Firmen, die weiterhin auf Printmedien und somit auch Printwerbung setzen. Dazu gehört auch die Firma Kartoprint GmbH, die sich laut ihrer Homepage selbst als „zuverlässige internationale Partner für Printdesign, Städtekarten sowie jegliche Drucksachen im Geschäftsverkehr“ beschreiben. Auf der besagten Homepage gibt es keinerlei Referenzen zu sehen. Somit lässt sich nicht sagen, wie man sich zum Beispiel eine „Anzeige“ in einer „Stadtinformation“ vorstellen könnte. (Stand 15.03.2018)

Rechnung für einen Anzeige


Derzeit liegen zwei Rechnungen sowie eine Mahnung der Kartoprint GmbH vor. So soll ein Mitglied von Verbraucherdienst für die Anzeige in einer Stadtinformation einen Preis von 789,00 EUR zahlen. Hinzu kommen Satz- und Druckkosten in Höhe von 110,00 EUR zusätzlich 20,00 EUR Auslieferungskosten. Das macht inkl. Steuern einen stolzen Gesamtbetrag von 1.093,61 EUR – für eine Ausgabe.

Zahlbar ist der Betrag innerhalb von 8 Tagen. Ein Blick in die Allgemeinen Geschäftsbedingungen liefert wichtige Informationen über einen zustande gekommenen Vertrag mit der Kartoprint GmbH.

Scan: Rechnung Kartoprint GmbH 2018
Rechnung Kartoprint GmbH 2018


Ein Blick in die AGB und Auftragsbedingungen


Genaue Informationen bezüglich der veröffentlichten Anzeige oder gar Ansichtsexemplare für den Kunden sucht man in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen und Auftragsbedingungen vergeblich. Hier sind ein paar Punkte, die jedoch hervorzuheben sind:

„Wenn nichts anderes vereinbart ist, veröffentlicht die Kartoprint GmbH die Anzeige des Inserenten im Vertragszeitraum über drei Städte- und Informationstafeln, die in möglichst gleichen Abständen innerhalb der Vertragslaufzeit aufgelegt werden“ - wo diese Tafeln genau platziert sind und wie die gezahlte Anzeige darauf aussehen soll bleibt ohne Erläuterung.

„Es werden Informationskarten (Plakate, mindestens DIN A2, vierfarbig) mit wichtigen Telefonnummern (…) an mindestens 75 Stellen versandt“ - wie diese möglicherweise unterschiedlich großen Plakate ausschauen sollen, bleibt ebenfalls der Fantasie überlassen.

„Die Adressdaten bleiben der Kartoprint GmbH vorbehalten“ - es werden zwar allgemeine Informationen zu möglichen Orten der Verteilung genannt (Behörden, Krankenhäuser, Einzelhandelsgeschäfte etc.)

Die Laufzeit beträgt ein Jahr und verlängert sich automatisch um ein Jahr, sofern nicht „spätestens 4 Wochen vor Ende des Vertragsablaufes schriftlich gekündigt wird“.

Pro Vertragsjahr drei Ausgaben!


Durch die Auftragsbedingungen wird jedoch auch klar, dass ein Vertragsjahr insgesamt drei kostenpflichtige Ausgaben beinhaltet. Der oben genannte Preis von 1093,61 EUR galt für eine einzige Ausgabe der Anzeige, die an einem unbestimmten Ort in einer ebenfalls unbekannten Art und Weise „verteilt“ wird. Für das gesamte Vertragsjahr muss insgesamt ein Betrag über 3.000 EUR gezahlt werden! Sollte der Kunde dann zu allem Überfluss auch noch die Kündigung nicht rechtzeitig einreichen, verlängert sich der Auftrag um ein weiteres Jahr.

Hilfe bei Anzeigenverträgen der Kartoprint GmbH


Haben Sie auch Erfahrungen mit Anzeigen der Kartoprint GmbH? Das Unternehmen hat seinen aktuellen Sitz in 88085 Langenargen, doch war zuvor in 88239 Wangen im Allgäu ansässig.

Wir bieten Unternehmern, Freiberuflern und Selbständigen erste allgemeine Informationen und Hilfe bei diesem Thema. Auch Gewerbetreibende aus Österreich und der Schweiz können sich gerne an uns wenden. Nutzen Sie die unten aufgeführten Kontaktdaten:

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Mittwoch, 14. März 2018

Officesmartstore.com: OfficeSmart Rechnung erhalten?

Beitragsbild: Officesmartstore.com: OfficeSmart Rechnung erhalten?


Auf dem ersten Blick sieht es aus wie eine Rechnung für ein „Premier Pro Business Package“. Ein nicht näher umschriebenes Produkt, bei dem es sich um Software handeln könnte. Doch stellt das Formular keinen Verkaufsbeleg, sondern eine Offerte dar; mit anderen Worten: ein Angebot. Ein solches Dokument liegt uns derzeit vor. Ein spanisches Unternehmen namens Nexta Direct S.L. schickte einem Mitglied von Verbraucherdienst eine Exemplar.

Erst auf dem zweiten Blick auf das Kleingedruckte wird deutlich, dass es sich um keine Rechnung von OfficeSmart handelt, sondern um ein Angebot für das besagte „Premier Pro Business Package. Wie ein Werbefolder oder eine Anzeige ist das Schreiben nicht aufgemacht, stattdessen wirkt es wie ein verbindlicher Kaufvertrag. Es ist sogar eine Frist genannt, bis wann die Zahlung einzugehen hätte.

980 EUR für ein unbekanntes Produkt


Das angebotene Premier Pro Business Package soll laut des Schreibens 980,00 EUR kosten und muss bei Interesse innerhalb von 14 Tagen bezahlt werden. Zu diesem Zweck ist eine spanische Bankverbindung angegeben, als Empfänger wird eine Firma namens „Nexta Direct“ genannt.

Für weitere Informationen zu dem angebotenen Produkt ist ein Link angegeben. Unter diesem Link (http://www.officesmartstore.com/premier-pro-business-package/) lassen sich tatsächlich weitere Infos abrufen, doch sind diese für den hohen Preis recht knapp gehalten. Ob das angeschriebene Unternehmen tatsächlich Nutzen von der Software hat, steht auf einem anderen Blatt.

Scan: OfficeSmart: Offerte
OfficeSmart: Offerte | 19.02.2018


Nur eine Offerte, keine Rechnung: Blick ins Kleingedruckte


Wie zuvor beschrieben ist in deutlich kleinerer Schrift auf dem Dokument erkennbar, dass es sich um keine Rechnung, sondern um eine unverbindliche Offerte handelt. So heißt:

„You are under no obligation to make any payment of this offer unless you accept this offer. If you choose to make payment for this offer the product will be available for download using the product download link above. Offer valid for 14 days.“

Hilfe bei OfficeSmart


Es handelt sich bei dem Schreiben von Nexta Direct S.L. bzw. OfficeSmartStore um ein Angebot und keine verbindliche Rechnung. Sollten Sie dennoch gezahlt haben, können sich Gewerbetreibende, Freiberufler und sonstige Geschäftsleute sich gerne für allgemeine Informationen an uns wenden.

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