Mittwoch, 14. Juni 2017

Schreiben von TEMABO BVBA Forderungsmanagement erhalten?

Aktuell liegt uns ein Schreiben mit dem Betreff „Mahnung und Kündigungsbestätigung beleg.“ von dem Absender TEMABO BVBA Forderungsmanagement vor. So wird schriftlich bekannt gegeben, dass scheinbar ein offener Betrag für eine Mitgliedschaft bei einer sogenannten „Gewinnspielzentrale“ noch offen wäre.

Beitragsbild: TEMABO BVBA Forderungsmanagement Schreiben erhalten?

TEMABO BVBA: Knapp 200 EUR für ein Gewinnspiel


In Duisburg soll ein Unternehmen mit dem Namen TEMABO BVBA Forderungsmanagement ihren Sitz haben. So erhielt ein Verbraucher eine Mahnung und gleichzeitig Kündigungsbestätigung, die auch als Beleg beigefügt war. Das TEMABO BVBA Forderungsmanagement gibt dem Empfänger gegenüber an, dass durch eine „Mitgliedschaft bei der Gewinnspielzentrale“ noch offene Beträge bestehen würden.

Weiter heißt es: „Sollte die Zahlung von Ihrer Seite aus gewährleistet sein, werden Sie automatisch aus allen Gewinnspielunternehmen gekündigt und Sie werden des Weiteren keine Inkasso-Briefe mehr erhalten“. Dieses Zitat aus dem Schreiben strotzt im Original nur so von Schreibfehlern, wie Sie anhand des eingescannten Formulars erkennen können.

Scan: TEMABO BVBA Rechnung | 25.05.2017
TEMABO BVBA Forderungsmanagement
Rechnung | 25.05.2017
Scan: TEMABO BVBA Forderungsmanagement Kündigungsbestätigung | 25.05.2017
TEMABO BVBA Forderungsmanagement
Kündigungsbestätigung | 25.05.2017



Drohung mit Vorpfändung


Insgesamt verlangt TEMABO BVBA Forderungsmanagement die Zahlung eines Betrags in Höhe von 196,36 EUR. Da der angeschriebene Verbraucher laut des vorliegenden Schreibens eine „anhaltende Zahlungsverweigerung“ betreibt, sieht TEMABO BVBA „keine andere Möglichkeit“ als eine Vorpfändung in die Wege zu leiten. Um die Drohung dingfest zu machen, wird verkündet: „Das Formular ist bereits vorbereitet!

Um zu verhindern, „dass Ihr Konto in Kürze gesperrt sein wird“ muss der genannte Betrag (196,36 EUR) sofort an die TEMABO BVBA Forderungsmanagement überwiesen werden. Zu diesem Zweck hat die Duisburger Firma einen Überweisungsträger (neben der Kündigungsbestätigung) beigelegt. Die Überweisung soll auf ein Konto in Belgien erfolgen.

Kontakt mit Verbraucherdienst e.V.


Haben Sie auch ein Schreiben von der TEMABO BVBA Forderungsmanagement erhalten? Laut des derzeitigen Stands handelt es sich bei dem Unternehmen um kein eingetragenes Rechtsdienstleistungsunternehmen (Stand 13.06.2017, geprüft mit dem Rechtsdienstleistungsregister). Ob die Forderung an sich seriös ist, könnte aufgrund des Schreibens angezweifelt werden. So wird zwar eine Kündigungsbestätigung mitgeschickt, aber mit keinem Wort der Gläubiger erwähnt. Dennoch sollten Sie eine eingehende Mahnung oder Forderung nicht als „Fake“ oder „Spam“ abtun, sondern solche Schreiben stets auf Echtheit prüfen.

Haben Sie noch Fragen zur TEMABO BVBA Forderungsmanagement? Nutzen Sie unsere Kontaktmöglichkeiten:

Allgemeine Informationen erhalten Sie über unser Verbrauchertelefon:
0201-176 790

oder per E-Mail:
kontakt@verbraucherdienst.com

Für Nichtmitglieder ist es und nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur erlaubt Fragen allgemeiner Art zu beantworten.
Eine Einzelfallberatung ist uns nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur für Mitglieder erlaubt und wird durch kooperierende Rechtsanwälte durchgeführt.

Mittwoch, 7. Juni 2017

MVG Medien Verlagsservice GmbH – Hohe Rechnung aus Weinsheim

Ein Gewerbetreibender leitete ein Schreiben der MVG Medien Verlagsservice GmbH an uns weiter, um darüber zu berichten. Die in Weinsheim ansässige Firma fordert einen hohen Betrag von mehr als 1.000 EUR. Bei unserer Recherche im Netz ergaben sich mehr Fragen als Antworten.

Titelbild: MVG Medien Verlagsservice GmbH

Wer ist die MVG Medien-Verlagsservice GmbH?


Die MVG Medien-Verlagsservice GmbH (auch MVG-mbH) hat ihren Firmensitz in Weinsheim, einer Ortsgemeinde im Landkreis Bad Kreuznach, Rheinland-Pfalz. Über diverse Firmen in diesem Landkreis haben wir bereits häufiger berichten können, meist handelte es sich dabei um Werbefirmen.

Die „Abteilung Mahnwesen“ der MVG Medien-Verlagsservice GmbH versandt nun ein Schreiben an einen Gewerbetreibenden, welches den Betreff „1. Mahnung zur Rechnung“ hat. Im Text heißt es, dass eine noch offene Rechnung zu zahlen sei – ein Betrag in Höhe von 1.195,24 EUR. Zahlbar ist der Betrag innerhalb von 14 Tagen.

Scan: MVG Medien Verlagsservice GmbH | Rechnung vom 17.05.2017
MVG Medien Verlagsservice GmbH | Rechnung vom 17.05.2017

Anzeige via Fax?


Auf der Rechnung (siehe Darstellung) ist keinerlei Dienstleistung oder Auftrag genannt, der noch zu zahlen wäre. Bei unserer Recherche im Internet bezüglich der MVG Medien-Verlagsservice GmbH stießen wir auf diverse Berichte über das Unternehmen. So wird berichtet, dass eine Telefonakquise erfolgen soll, um Kunden (Gewerbetreibende, Freiberufler) zu generieren. Ziel der Telefonate soll sein, den Kunden eine Anzeige in einer Veröffentlichung innerhalb des Landkreises schmackhaft zu machen. Um den Auftrag abzuschließen, sollen die Gewerbetreibenden ein Fax erhalten, welches an die MVG Medien-Verlagsservice GmbH zurückgesandt werden kann.

Hilfe für Betroffene


Unser Verein ist bereits seit Jahren für Verbraucher und Gewerbetreibende tätig, welche in Kosten- und Vertragsfallen getappt sind. Bislang haben wir dank unserer Tätigkeit viele Mitglieder vor hohen Kosten bewahren können. Bei Interesse können wir auch Ihnen weiterhelfen, wenn Sie einen Vertrag mit der MVG Medien-Verlagsservice GmbH abgeschlossen haben.

Kontakt mit Verbraucherdienst e.V.


Haben Sie auch eine Rechnung von der MVG Medien-Verlagsservice GmbH erhalten? Sie sollten unbedingt reagieren und die Rechnung nicht ignorieren. Falls Sie als Betroffener weitere Informationen zu den Schreiben der Firma bieten können, würden wir uns über Ihre Rückmeldung freuen.

Allgemeine Informationen erhalten Sie über unser Verbrauchertelefon:
0201-176 790

oder per E-Mail:
kontakt@verbraucherdienst.com

Für Nichtmitglieder ist es und nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur erlaubt Fragen allgemeiner Art zu beantworten.
Eine Einzelfallberatung ist uns nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur für Mitglieder erlaubt und wird durch kooperierende Rechtsanwälte durchgeführt.

Dienstag, 6. Juni 2017

IWS Interactive Webmarketing Service UG – branchenregional24

Haben Sie ein Formular von der Firma IWS Interactive Webmarketing Service UG erhalten? Diese Schreiben mit der Überschrift „Branchenbucheintrag“ sollen derzeit an Unternehmer und Freiberufler verschickt werden, um kostspielige Verträge abzuschließen. Nach Vertragsabschluss soll ein Firmeneintrag auf dem Firmenverzeichnis „branchenregional24“ erscheinen. Hier erfahren Sie, wie reagiert werden kann.

Beitragsbild: IWS Interactive Webmarketing Service UG – branchenregional24

IWS Interactive Webmarketing Service UG aus Freising betreibt ein Branchenbuch


Sollten Sie Gewerbetreibender sein, könnten Sie ein Formular erhalten von der IWS Interactive Webmarketing Service UG erhalten. Dieses Schreiben ist teilweise vorab ausgefüllt worden und stellt die Kontaktdaten des Unternehmers dar, um möglicherweise ein bestehendes Geschäftsverhältnis vorzuweisen.

Es sollen jedoch noch Angaben ergänzt werden. So ist zu lesen: „Bitte ergänzen sie Branche, Telefon und Faxnummer!“ Empfänger sollten jedoch beachten, dass es sich hierbei nicht um eine Ergänzung vorhandener Daten handelt, sondern dass man einen nigelnagelneuen Vertrag mit der IWS Interactive Webmarketing Service UG abschließt – und zwar für einen Eintrag in dem Branchenbuch Branchenregional24 für einen sogenannten „Standard Business Eintrag“.

Branchenregional24: Was kostet ein solcher Eintrag?


Das Kleingedruckte verrät, was bei Rücksendung bzw. Vertragsabschluss auf den Gewerbetreibenden an Kosten zukommt. Bei einer Vertragslaufzeit von insgesamt 24 Monaten soll ein Standard Business Eintrag mehr als 2.000 EUR kosten.

Normalerweise werden solchen Branchenbucheinträge von Unternehmern und Freiberuflern getätigt, um die Positionen im Internet zu verbessern. Ein gutes Ranking in den populären Suchmaschinen können sich durchaus lohnen, doch ist die Frage berechtigt, ob das Branchenbuch Branchenregional24 von IWS Interactive Webmarketing Service UG die Leistung der beispielsweise viel genutzten „Gelben Seiten“ verspricht.

Was müssen Gewerbetreibende beachten, die das Formular zurückschickten?


Gewerbetreibende haben keinen Anspruch auf Widerruf, wenn sie das Formular an die IWS Interactive Webmarketing Service UG zurückschickten. Dennoch sollten sich Betroffene zur Wehr setzen, da gibt es durchaus Möglichkeiten. Sie sollten in jedem Fall reagieren und nicht etwaige Forderungen ignorieren. In den AGB des Branchenbuchs Branchenregional24 ist zu lesen: „Der Auftraggeber erklärt sich ausdrücklich damit einverstanden, dass IWS Interactive Webmarketing Service UG berechtigt ist, bestehende Verträge an Dritte zu veräußern.“ Dies bedeutet, dass selbst im Falle einer Firmenauflösung der Vertrag bestehen bleiben kann.

Kontakt mit Verbraucherdienst e.V.


Haben Sie auch eine Formular oder gar eine Forderung von der IWS Interactive Webmarketing Service UG erhalten? Gewerbetreibende, die einen Vertrag mit dem Unternehmen abgeschlossen haben, können folgende Kontaktmöglichkeiten nutzen:

Allgemeine Informationen erhalten Sie über unser Verbrauchertelefon:
0201-176 790

oder per E-Mail:
kontakt@verbraucherdienst.com

Für Nichtmitglieder ist es und nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur erlaubt Fragen allgemeiner Art zu beantworten.
Eine Einzelfallberatung ist uns nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur für Mitglieder erlaubt und wird durch kooperierende Rechtsanwälte durchgeführt.

Freitag, 2. Juni 2017

RP Marketing UG | Mit „Deutscher Städteverlag“ auf Kundenfang

Der Nutzen eines Branchenbucheintrags für Unternehmer, Freiberufler und Selbständige ist umstritten. Während führende Branchenbücher wie „Gelbe Seiten“ und „Yelp“ für Gewerbetreiben durchaus sinnvoll sein können, müssen sich andere Portale erst beweisen. Dazu zählt auch die Präsenz „Deutscher Städteverlag“ (www.deutscherstaedteverlag.de), welche von der Firma RP Marketing UG betrieben wird.

RP Marketing UG

Was bietet die Branchenbuch-Plattform „Deutscher Städteverlag“ an?


Auf der Startseite von „Deutscher Städteverlag“ wird erklärt, dass mit Hilfe der „modernen Plattform“ Verbrauchern ermöglicht wird, bessere Kaufentscheidungen zu treffen. Zu diesem Zweck wurde dieses Branchenverzeichnis von RP Marketing UG ins Leben gerufen. Ein Katalog, der zu unterschiedlichen Branchen und Städten Firmen und Anbieter darstellen kann.

Wie kann man sich auf dieser Plattform eintragen? Im Gegenzug zu den bekannten Branchenbücher sind auf der Seite von „Deutscher Städteverlag“ keinerlei Informationen zur Anmeldung eines Unternehmens zu sehen (Stand 23.05.2017). Einzig und allein ein kleines „Plus“ am oberen Bildschirmrand bietet die Möglichkeit einer Anmeldung, ohne jedoch mögliche Preise für einen Eintrag zu nennen.

Wie kommt ein Vertrag mit RP Markting UG zustande?


Mehr erfährt der interessierte Gewerbetreibende unter den Allgemeinen Geschäftsbedingungen, AGB (www.deutscherstaedteverlag.de/seite/agb/). Dort ist zu erfahren, dass ein Basiseintrag kostenlos ist. Aber es gibt auch kostenpflichtige Einträge! Diese entstehen scheinbar telefonisch. Dort heißt es:
„Ein kostenpflichtiger Eintrag in das Firmenverzeichnis kommt erst zustande, nachdem der Kunde in einem zweiten Telefonat gegenüber eine(m/r) Mitarbeiter(in) der RP Marketing UG (haftungsbeschränkt) den von ihm gewünschten Vertragsabschluss bestätigt.“

Gewerbetreibende haben kein Recht auf Widerruf. Sollte demzufolge telefonisch ein Vertrag durch ein simples „Ja“ in einem der beiden Telefonate geschlossen werden, könnte es teuer werden.

Hohe Kosten für einen Eintrag


Ein solcher Eintrag auf dem Portal „Deutscher Städteverlag“ kann für Unternehmer und Dienstleistende kostspielig werden. Mit einer Laufzeit von 12 Monaten kann es durchaus zu einer Rechnung über 800 EUR kommen.
Der Nutzen für Gewerbetreibende, die einen solchen Eintrag in Auftrag geben, soll ja eine gesteigerte Reichweite des eigenen Unternehmens bezwecken. Ob ein Eintrag bei „Deutscher Städteverlag“ von der RP Marketing UG das gewünschte Ergebnis erzielt, darf durchaus bezweifelt werden. „Ein kostenpflichtiges Online-Verzeichnis, das nicht bei Google, Bing und Ask unter den ersten fünf Suchtreffern platziert ist, ist wertlos und erfüllt den Tatbestand der Sittenwidrigkeit.“ Die entschied das Landgericht Wuppertal (Aktenzeichen 9 S 40/14). Quelle: https://www.golem.de/news/branchenbuch-was-google-und-bing-nicht-anzeigen-ist-wertlos-1503-112757.html

Dies ist bei diesem Portal gegenwärtig nicht der Fall. Ob ein Eintrag den hohen Preis gerecht wird, soll jeder für sich selbst entscheiden.

Kontakt mit Verbraucherdienst e.V.


Haben Sie eine Rechnung von der RP Marketing UG bzw. von „Deutscher Städteverlag“ erhalten? Wir bieten Betroffenen weitere Informationen. Nehmen Sie Kontakt auf:

Allgemeine Informationen erhalten Sie über unser Verbrauchertelefon:
0201-176 790

oder per E-Mail:
kontakt@verbraucherdienst.com

Für Nichtmitglieder ist es und nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur erlaubt Fragen allgemeiner Art zu beantworten.
Eine Einzelfallberatung ist uns nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur für Mitglieder erlaubt und wird durch kooperierende Rechtsanwälte durchgeführt.

KKS Kommunaler Kreis- u. Stadtplanverlag GmbH – Anzeigenauftrag erhalten?

Der KKS Kommunaler Kreis- u. Stadtplanverlag GmbH soll Anzeigenaufträge an Selbständige, Freiberufliche und Unternehmer vermitteln, um Verträge über kostspielige Anzeigen abzuschließen. Sind Sie Gewerbetreibender und haben so einen Auftrag erhalten? Hier erfahren Sie, wie Sie reagieren können.

KKS Kommunaler Kreis- u. Stadtplanverlag GmbH

Wer ist die KKS Kommunaler Kreis- u. Stadtplanverlag GmbH?


Die KKS Kommunaler Kreis- u. Stadtplanverlag GmbH hat ihren Sitz in Eschborn, Hessen. Das Geschäftsmodell des Unternehmens: Anzeigenaufträge mit Gewerbetreibenden abschließen. Details der Firmenphilosophie konnten auf der Homepage des Unternehmens (http://www.kks-verlag.de/) zum derzeitigen Zeitpunkt (02.06.2017) nicht festgestellt werden. Viel mehr ist dort ein Hinweis zu lesen, dass die KKS Kommunaler Kreis- u. Stadtplanverlag GmbH ein „neues Verlagskonzept“ mit „neuen Produkten“ und „noch mehr Leistungen“ entwickelt.

Screenshot ♦ http://www.kks-verlag.de/ ♦ 02.06.2017
Screenshot ♦ http://www.kks-verlag.de/ ♦ 02.06.2017


Unter der Adresse in Eschborn ist ein Business-Center zu finden, in dem man virtuelle Büros mieten kann. Dafür ist auf der Webseite eine Telefonnummer angegeben, falls man sich über das Unternehmen informieren möchte, mit dem ein Vertrag geschlossen werden soll.

Worauf Gewerbetreibende achten sollten


Verbraucherdienst e.V. hat Erfahrung mit Firmen, die sogenannte „Anzeigenverträge“ an den Mann bringen wollen. Auch bei dem Formular von der KKS Kommunaler Kreis- u. Stadtplanverlag GmbH handelt es sich um keine bestehende Geschäftsbeziehung, die man als Gewerbetreibender mit dem Unternehmen pflegte. Stattdessen würde ein Ausfüllen und Zurücksenden dieses Auftrags ein neues Geschäft abschließen – es handelt sich bei dem Formular um eine Offerte.

Gewerbetreibende haben keinen Anspruch auf Widerruf, sondern nur die Möglichkeit, diesen abgeschlossenen Vertrag anzufechten. Verbraucherdienst e.V. kann Sie dabei unterstützen. Dazu erfahren Sie mehr im Anschluss.

Hohe Kosten durch den Anzeigenauftrag


Sollten Sie das Formular der KKS Kommunaler Kreis- u. Stadtplanverlag GmbH ausgefüllt zurücksenden, könnten hohe Kosten auf Sie als Gewerbetreibender zukommen. So kostet alleine Anzeigenpreis (laut einer vorliegenden Rechnung) 1.299,00 EUR. Zuzüglich Satz-, Repro-, Farb- und Versandkosten wird letztlich der stolze Betrag von 2.264,09 EUR gefordert. Ein hoher Preis für so wenig Transparenz.

Denn über die Verteilung und Verbreitung der Anzeige wird sich ausgeschwiegen. Es gibt wage Infos im Anzeigenauftrag,aber keine in der Rechnung oder Homepage Hinweise oder AGB, an denen sich Geschäftspartner orientieren könnten.

Kontakt mit Verbraucherdienst e.V.


Haben Sie auch eine Rechnung von der KKS Kommunaler Kreis- u. Stadtplanverlag GmbH erhalten? Mitgliedern helfen wir dabei, sich gegen die Forderung zur Wehr zu setzen und den Vertrag anzufechten. Sie erhalten allgemeine Informationen, wenn Sie sich mit uns in Verbindung setzen.

Allgemeine Informationen erhalten Sie über unser Verbrauchertelefon:
0201-176 790

oder per E-Mail:
kontakt@verbraucherdienst.com

Für Nichtmitglieder ist es und nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur erlaubt Fragen allgemeiner Art zu beantworten.
Eine Einzelfallberatung ist uns nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur für Mitglieder erlaubt und wird durch kooperierende Rechtsanwälte durchgeführt.

Freitag, 19. Mai 2017

ALBU-Verlag, Koblenz – Erfahrungen mit dem Anzeigenvertrag

Der ALBU-Verlag aus Koblenz bietet Gewerbetreibenden die Möglichkeit, Anzeigen in Werbebroschüren bzw. Infobroschüren zu platzieren. Für die Schaltung einer solchen Anzeige werden hohe Beträge von mehreren hundert Euro verlangt. Haben Sie auch Erfahrungen mit dem Verlag? Hier erfahren Sie mehr.

albu-verlag-koblenz-erfahrungen

ALBU-Verlag: Verkauft Anzeigen in Printmedien


Der ALBU Verlag aus Bendorf erstellt regionale Printmedien für Handel, Handwerk und Heilberufe her. Als Beispiele für solche Printerzeugnisse wären zum einen die sogenannte „Info-Regional-Broschüre“ (IRB) zu nennen und zum anderen die „Branchenwegweiser-Karte“ (BWT).

In solchen Printprodukten sollen Anzeigen von Gewerbetreibenden und Freiberuflern erscheinen. Zu diesem Zweck sollen im Auftrag des ALBU-Verlag insbesondere jene Unternehmer kontaktiert werden, die bereits öffentliche Anzeigen geschaltet haben sollen. Damit ALBU-Verlag einen Anzeige in einem der Printmedien veröffentlichen kann, bedarf es eines Anzeigenvertrags, der den Gewerbetreibenden vorgelegt wird.

Was steht in dem Anzeigenvertrag?


In einem Anzeigenvertrag des ALBU-Verlags sind die Auftragsbedingungen für das Zustandekommen eines Vertrags über eine Anzeige in einem Printprodukt aufgeführt. In einem umrahmten Textfeld werden die Einzelheiten zur Broschüre genannt. Als da wären:


  • Anzeigenpreis gilt für eine Ausgabe, ein Vertrag beinhaltet drei (!) kostenpflichtige Ausgaben
  • Es entstehen zusätzlich Auslieferungs-, Druck- und Farbkosten
  • Verteilung innerhalb von 90 Nach Vertragsabschluss an mindestens 50 Stellen (innerhalb zwei benachbarter Landkreise) – ohne genaue Ortsangabe
  • Verteilt werden sollen die Broschüren via Post an ausgewählte Einrichtungen des öffentlichen Rechts (z.B. Krankenhäuser und Behörden)
  • Die Textvorlage ist verbindlich und kann während der Laufzeit nicht geändert werden


Des Weiteren sind noch die Maße der Anzeige handschriftlich eingetragen und die Vereinbarung des automatischen Auslaufens des Vertrags nach einem Jahr. Der Anzeigenvertrag wurde durch einen Kundenberater unterschrieben.

Hohe Rechnung für eine Anzeige


Jene Gewerbetreibenden und Freiberufler, die einen solchen Anzeigenvertrag abgeschlossen haben, dürften eine Rechnung erhalten, in der die einzelnen Punkte wie „Anzeigen-Nettopreis“ und „Druckkosten“ aufgelistet werden. Der Betrag in der vorliegenden Rechnung hat eine Höhe von insgesamt über 800 EUR. Zahlbar ist der Betrag innerhalb von 14 Tagen per Überweisung.

Vertragspartner mit dem ALBU-Verlag sollten beachten, dass bei einem erfolgreich abgeschlossenen Anzeigenvertrag drei Ausgaben dieser Anzeige berechnet werden. Das bedeutet, dass innerhalb eines Jahres über 2.000 EUR gefordert werden. Ob der hohe Preis eine solche Anzeige rechtfertigt, muss jeder Unternehmer selbst entscheiden. Wir empfehlen, dass Sie sich in zu diesem Zweck selbst ein Bild auf der Homepage des ALBU-Verlags machen: http://www.albuverlag.de

Aldana Media UG (Haftungsbeschränkt)


Bei unserer Recherche stießen wir auf ein zweites Portal des Geschäftsführers des ALBU-Verlags, A. Busch: Aldana-Media UG (Haftungsbeschränkt), aus Bendorf. Das Unternehmen beschreibt sich selbst so: „Die ALDANA-MEDIA ist eine Full-Service-Werbeagentur mit vielen Facetten. Wir betreuen Sie mit Ihrem Firmenauftritt von Beginn an. Von Logoentwürfen über Ausstattung Ihrer Geschäftspapiere bis hin zur Präsentation Ihrer optimierten Werbeanzeige im Web sowie auf klassischen Printmedien.“ Quelle: http://aldana-media.de/ (Stand 18.05.2017)

Kontakt mit Verbraucherdienst e.V.


Haben Sie auch eine Rechnung vom ALBU-Verlag erhalten? Es ist stets empfehlenswert, schnell zu reagieren und nicht „einfach zu zahlen“, nur damit Sie Ihre Ruhe haben. Sie erhalten allgemeine Informationen, wenn Sie sich mit uns in Verbindung setzen.

Allgemeine Informationen erhalten Sie über unser Verbrauchertelefon:
0201-176 790

oder per E-Mail:
kontakt@verbraucherdienst.com

Für Nichtmitglieder ist es und nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur erlaubt Fragen allgemeiner Art zu beantworten.
Eine Einzelfallberatung ist uns nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur für Mitglieder erlaubt und wird durch kooperierende Rechtsanwälte durchgeführt.

Freitag, 12. Mai 2017

Orrios – Hohe Rechnung für Telefonservice

Uns wurde durch ein Mitglied ein Dokument eines Unternehmens mit dem Namen Orrios vorgelegt. Es handelt sich dabei um eine Rechnung für einen angeblich in Anspruch genommenen Telefonsexservice. Für diese schlüpfrige Dienstleistung werden 90,00 EUR verlangt. Hier erfahren Sie mehr über das Schreiben von Orrios.

Titelbild: Orrios – Hohe Rechnung für Telefonservice

90 EUR für Telefondienstleistungen


Uns sind zahlreiche Meldungen über Firmen bekannt, die aufgrund angeblich getätigter Anrufe auf Erotikhotlines Rechnungen an Verbraucher verschicken. Weil es sich unter Umständen um ein unangenehmes Thema handeln könnte und die geforderte Summe nicht allzu hoch ist, wird die Rechnung schnell gezahlt – damit ist die Angelegenheit erledigt.

Auch die Firma Orrios aus Dobris (Tschechische Republik) verschickt aktuell Rechnungen für den eindeutig zweideutigen Gebrauch einer Telefonservices. Es wird der runde Betrag von 90,00 EUR verlangt. Um die Echtheit der Forderung zu untermauern, auch der Zeitpunkt des Anrufs genannt. In der uns vorliegenden Rechnung wird beispielsweise die Uhrzeit 23:49:53 Uhr genannt. Die Dauer des Telefonats wird verschwiegen.

Falls Zweifel an dieser Verbindung bestehen, rät Orrios in der Rechnung, den Telefonanbieter um einen Einzelverbindungsnachweis zu bitten.

Orrios macht Forderung geltend


Der Betrag von 90,00 EUR kann auf zwei unterschiedliche Arten und Weisen gezahlt werden. Eine Barzahlung sei möglich, indem man 90,00 EUR in einen Umschlag steckt und diese an ein Postfach in Dorbis verschickt. Alternativ bietet Orrios auch die Zahlung via SEPA-Überweisung an. Die in der Rechnung dargestellte Bankverbindung verweist auf ein Konto in der Tschechischen Republik.

Der Betrag ist innerhalb von acht Tagen zu zahlen. Bleibt eine Zahlung aus, so macht Orrios die „Forderung im Wege des Factorings geltend“. Das könnte bedeuten, dass die Forderung durch ein anderes Unternehmen zuvor übertragen wurde.

Sollten Empfänger der Rechnung noch offene Fragen zur Rechnung haben, können sie sich telefonisch an Orrios in Verbindung setzten. Zu diesem Zweck ist eine Telefonnummer mit einer österreichischen Vorwahl vermerkt.

Rechnungsbild: Orrios aus Dobris vom 02.05.2017
Orrios Rechnung vom 02.05.2017

Kontakt mit Verbraucherdienst e.V.


Haben Sie auch eine Rechnung von Orrios erhalten? Haben Sie niemals bewusst und beabsichtigt einen kostenpflichtigen Erotik Service von Orrios genutzt, müssen Sie die erhaltene Rechnung nicht bezahlen! Sie erhalten allgemeine Informationen zu dem Schreiben, wenn Sie sich mit uns in Verbindung setzen.

Allgemeine Informationen erhalten Sie über unser Verbrauchertelefon:
0201-176 790

oder per E-Mail:
kontakt@verbraucherdienst.com

Für Nichtmitglieder ist es und nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur erlaubt Fragen allgemeiner Art zu beantworten.
Eine Einzelfallberatung ist uns nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur für Mitglieder erlaubt und wird durch kooperierende Rechtsanwälte durchgeführt.

Freitag, 31. März 2017

Firmen Marketing Online Deutschland S.L.U. - Branchenbuch aus Las Palmas

Eine Gewerbetreibende leitete eine Rechnung von Firmen Marketing Online S.L.U. an uns weiter. So soll sie eine Rechnung für eine geschaltete Firmenwerbung bezahlen – in Höhe von 489,00 EUR.

Firmen Marketing Online Deutschland S.L.U. Branchenverzeichnis

Firmen Marketing Online Deutschland S.L.U. betreibt ein Branchenverzeichnis


Im sonnigen Las Palmas, Spanien hat die Firma „Firmen Marketing Online Deutschland S.L.U.“ ihren Sitz. Dieses Unternehmen betreibt ein Branchenbuch, ein Online-Verzeichnis, in dem sich Gewerbetreibende für eine höhere Reichweite und Auffindbarkeit im Internet eintragen lassen können.

Unter der Webseite firmen-marketing-online.de finden sich so einige eingetragene Unternehmen, die einen Vertrag mit Firmen Marketing Online Deutschland S.L.U. abgeschlossen haben. So auch ein Mitglied von Verbraucherdienst e.V., welches eine hohe Rechnung an uns weiterleitete.

Details der Rechnung


In der uns vorliegenden Rechnung wird für eine geschaltete Firmenwerbung ein Betrag in Höhe von insgesamt 489,00 EUR gefordert. Der Betrag ist innerhalb von 5 Tagen zu zahlen und die Firmen Marketing Online Deutschland S.L.U. weist darauf hin, dass eine Bandaufnahme vorliegen würde.

Der Vertrag hat eine Laufzeit von einem Jahr und soll laut der Rechnung automatisch auslaufen. Der fällige Betrag soll auf ein Konto in Spanien überwiesen werden.

Scan: Firmen Marketing Online S.L.U. | Rechnung | 27.03.2017
Firmen Marketing Online S.L.U. | Rechnung | 27.03.2017


Allgemeine Geschäftsbedingungen der von Firmen Marketing S.L.U.


Laut den AGB auf dem Branchenverzeichnis (abrufbar unter „http://www.firmen-marketing-online.de/index.php/agb/“) werden die verschiedenen Möglichkeiten des Vertragsabschlusses erläutert. So ist es möglich, telefonisch, via E-Mail oder per Registrierung auf dem Portal selbst einen Firmeneintrag zu beauftragen. (Stand: 29.03.2017)

Auf der Seite „Preise im Überblick“ sind noch weitere Pakete für eine Firmenwerbung zu sehen. Die jeweiligen Angebote sehen Sie auf dem Screenshot.

http://www.firmen-marketing-online.de/index.php/unsere-preise-im-ueberblick/ | 31.03.2017
http://www.firmen-marketing-online.de/index.php/unsere-preise-im-ueberblick/ | 31.03.2017


Kein Widerrufsrecht für Gewerbetreibende


Für Unternehmer, Freiberufler und Selbständige ist es wichtig zu wissen, dass sie kein Recht auf Widerruf besitzen, wenn sie einem Eintrag in einem Branchenverzeichnis zustimmen. Dies kann telefonisch erfolgen oder auch per Korrekturfax. Deshalb ist es für Gewerbetreibende empfehlenswert, eingehende Angebote gewissenhaft zu prüfen und auch die Mitarbeiter dementsprechend zu schulen.

Kontakt mit Verbraucherdienst e.V.


Haben Sie auch eine Rechnung von Firmen Marketing Online Deutschland S.L.U. erhalten? Für weitere allgemeine Informationen nutzen Sie unsere Kontaktmöglichkeiten!

Allgemeine Informationen erhalten Sie über unser Verbrauchertelefon:
0201-176 790

oder per E-Mail:
kontakt@verbraucherdienst.com

Für Nichtmitglieder ist es und nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur erlaubt Fragen allgemeiner Art zu beantworten.
Eine Einzelfallberatung ist uns nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur für Mitglieder erlaubt und wird durch kooperierende Rechtsanwälte durchgeführt.

Anwaltskanzlei Exclusive Walldorf – Drohung mit Vorpfändung

„Ihr Konto wird in Kürze gesperrt“ heißt es auf einem aktuellen Schreiben der „Anwaltskanzlei Exclusive“, welches freundlicherweise an uns weitergeleitet wurde. Die Kanzlei aus Walldorf droht aufgrund ausbleibender Zahlungen und fordert einen Betrag über 600 EUR.


Zahlungsempfänger Exclusive Claims


Ein Mitglied vom Verbraucherdienst e.V. leitete ein Schreiben der Anwaltskanzlei Exclusive aus Walldorf an uns weiter. So fordert die Kanzlei aufgrund mangelnder „Zahlungsbereitschaft“ trotz „zahlreicher Mahnungen“ einen hohen Geldbetrag in Höhe von 649,23 EUR. Sollte diese Summe nicht gezahlt werden, droht Anwaltskanzlei Exclusive mit der Anbringung einer Vorpfändung. So heißt es sogar: „Das Formular ist bereits vorbereitet!“ (siehe Bild)

Des Weiteren droht die Kanzlei mit der Sperrung des Kontos, sodass keine Zugriffsmöglichkeit besteht. Um dies zu vermeiden, soll der Betrag auf ein Konto in Belgien überwiesen werden. Als Zahlungsempfänger ist „Exclusive Claims“ angegeben. Ein Zeitrahmen, bis wann der Betrag überwiesen sein soll, ist den vorliegenden Unterlagen nicht zu entnehmen.

Anwaltskanzlei Exclusive | Vorpfändung | 01.03.2017
Anwaltskanzlei Exclusive | Vorpfändung | 01.03.2017


„Vollstreckungsbescheid“ beigelegt?


Als Anlage ist in dem Schreiben der Anwaltskanzlei Exclusive ein Vollstreckungsbescheid genannt. Dabei handelt es sich jedoch um einen „Vollstreckungsauftrag an die Gerichtsvollzieher/den Gerichtsvollzieher“, sozusagen ein Formular für eine Vorpfändung – aber in diesem Fall KEIN Bescheid.

Dieses Formular ist bereits zum Teil ausgefüllt. Als Gläubiger ist die „PVZ GmbH“ angegeben, jedoch mit falscher Anschrift. Sollte das Unternehmen PVZ Pressevertriebszentrale GmbH & Co. KG gemeint sein, hat diese ihren derzeitigen Sitz in Stockelsdorf und nicht – wie in dem vorliegenden Formular angegeben – in Bremen. (Stand 29.03.2017)

Ist das Schreiben seriös?


Anhand dieses Schreiben der Anwaltskanzlei Exclusive können betroffene Verbraucher kaum erkennen, wer der Gläubiger der angeblich noch offenen Rechnungen sein soll und ob die Forderungen überhaupt berechtigt sind. Inkassounternehmen sind seit dem 1. November 2014 dazu verpflichtet klar und deutlich den Gläubiger bzw. Auftraggeber sowie den Forderungsgrund (bei Verträgen auch Vertragsgegenstand und Datum) zu nennen. Hier sind solche Informationen nicht angegeben.

Kontakt mit Verbraucherdienst e.V.


Haben Sie auch ein Schreiben von Anwaltskanzlei Exclusive erhalten? Für weitere allgemeine Informationen können Sie uns gerne kontaktieren.

Allgemeine Informationen erhalten Sie über unser Verbrauchertelefon:
0201-176 790

oder per E-Mail:
kontakt@verbraucherdienst.com

Für Nichtmitglieder ist es und nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur erlaubt Fragen allgemeiner Art zu beantworten.
Eine Einzelfallberatung ist uns nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur für Mitglieder erlaubt und wird durch kooperierende Rechtsanwälte durchgeführt.

Montag, 27. März 2017

Medien & Design Verlag GmbH – Anzeigenauftrag aus Alicante

Eine weitere Offerte wurde uns durch ein Mitglied vorgelegt. In diesem Fall handelt es sich um die Firme „Medien & Designverlag GmbH“ aus El Vergel, Alicante. Sollte dieses Formular zurückgesandt werden, wird eine Anzeige für das angeschriebene Unternehmen in einem unbenannten „Werbeobjekt“ gedruckt.

Medien & Design Verlag GmbH – Anzeigenauftrag aus Alicante

Offerten durch Medien & Designverlag GmbH


Die Medien & Designverlag GmbH hat Ihren Sitz auf Alicante in Spanien und kümmert sich um die Schaltung von Anzeigen in Werbeobjekten, die „durch direkte Verteilung bei öffentlichen Einrichtungen, Handwerk, Handel und Gewerbe“ an den Mann gebracht werden sollen. Um Aufträge mit Gewerbetreibenden abzuschließen, werden Offerte versandt, wie in diesem Fall an eins unserer Mitglieder. Diese Gewerbetreibende leitete das Schreiben freundlicherweise zur Veröffentlichung an uns weiter.

Bei Rücksendung wird mit der Medien & Design Verlag GmbH ein Vertrag mit einer Laufzeit von zwei Jahren abgeschlossen. Dieser Vertrag verlängert sich automatisch um ein weiteres Jahr, wenn er nicht mindestens drei Monate vor Vertragende gekündigt wird.

Scan: Offerte | Medien & Design Verlag GmbH | 07.03.2017
Offerte | Medien & Design Verlag GmbH | 07.03.2017

Hohe Kosten für eine Anzeige


Es sollen bei Auftragsbestätigung 200 Exemplare verteilt werden. Wo dies nun genau geschehen soll, wird auf dem Formular nicht erwähnt. Auch von einem Belegexemplar ist keine Rede. Wenigstens die Kosten für diesen Auftrag sind aufgelistet:

  • Pro Ausgabe: 399,00 EUR
  • Farbkosten: 119,00 EUR
  • Satz/Reprokosten: 189,00 EUR
  • zuzüglich 30,00 EUR Versandkosten und Mehrwertsteuer

Innerhalb der Vertragslaufzeit sollen insgesamt vier kostenpflichtige Auflagen zustande kommen, was einen Gesamtbetrag in Höhe von 3.508,12 EUR ausmacht. Ob diese hohe Kosten für eine Anzeige gerechtfertigt sind, die nur eine Auflage von 200 Exemplaren hat und auch in einem unbekannten Gebiet verteilt werden, sollte von jedem Gewerbetreibenden gewissenhaft geprüft werden.

Sie suchen einen seriösen Anbieter? Schauen Sie doch mal auf Verbraucherdienst e.V. Empfehlungen nach.

Kontakt mit Verbraucherdienst e.V.


Haben Sie auch eine Rechnung von der Medien & Designverlag GmbH erhalten? Nutzen Sie die folgenden Möglichkeiten, um mit uns in Kontakt zu treten.

Allgemeine Informationen erhalten Sie über unser Verbrauchertelefon:
0201-176 790

oder per E-Mail:
kontakt@verbraucherdienst.com

Für Nichtmitglieder ist es und nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur erlaubt Fragen allgemeiner Art zu beantworten.
Eine Einzelfallberatung ist uns nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur für Mitglieder erlaubt und wird durch kooperierende Rechtsanwälte durchgeführt.

Freitag, 24. März 2017

Regionale Print Medien GmbH – Inserationsauftrag aus Bad Kreuznach

Ein Mitglied legte uns ein Formular mit dem Titel „Inserationsauftrag“ der Firma Regionale Print Medien GmbH aus Bad Kreuznach vor. Es geht um eine Anzeige in einem Folder mit dem Namen „Bürger-Info“. Wer dieses Formular zurückschickt, schließt einen kostenpflichtigen Vertrag ab.

Beitragsbild: Regionale Print Medien GmbH – Inserationsauftrag aus Bad Kreuznach

Offerte von RPM GmbH


Eine Gewerbetreibende und gleichzeitig Mitglied vom Verbraucherdienst e.V. erhielt ein Schreiben von dem Unternehmen Regionale Print Medien GmbH, kurz PPM GmbH. Diese Firma ist in Bad Kreuznach ansässig und wandte sich an die Gewerbetreibende, um ihr ein Inserat zu verkaufen. Dies sollt über eine Offerte geschehen. Dieser „Inserationsauftrag“ gilt für Anzeige in einem Folder („Bürger-Info“) und soll eine Feldgröße von 45x90 mm. Die Kosten sind auch angegeben:


  • Nettopreis je Ausgabe: 399,00 EUR
  • Satz/Gestaltung: 99,00 EUR
  • Farbkosten: 199,00 EUR
  • zuzüglich 29,00 EUR Versandkosten und Mehrwertsteuer


Scan: Inserationsauftrag | RPM GmbH | 07.03.2017
Inserationsauftrag | RPM GmbH | 07.03.2017


Auf das Kleingedruckte achten!


Das Ziel einer Offerte wie der Regionale Print Medien GmbH ist ein Vertragsabschluss und somit ein Auftrag zwischen Geschäftsleuten. Gewerbetreibende haben üblicherweise kein Recht auf Widerruf. In dem vorliegendem Formular ist es jedoch im Kleingedruckten vermerkt: „Sie haben das Recht, binnen sieben Kalendertage nach Auftragserteilung diesen Auftrag ohne Angabe von Gründen zu widerrufen“ (siehe Scan).

Wer jedoch das Formular zurücksendet und das Widerrufsfrist verstreichen lässt, schließt einen kostenpflichtigen Vertrag für eine Anzeige in dem Bürger-Info ab. Dieser Folder soll eine Mindestauflage von 500 Exemplaren haben und laut dem Formular durch die Deutsche Post AG verteilt werden. Wo genau, ist jedoch nicht genau angegeben. Nur ein Postleitzahlen-Bereich lässt einen Verteilungsraum vermuten.

RPM GmbH: Hohe Kosten für eine Anzeige


Ein Vertrag über die Anzeige in dem Folder hat eine Laufzeit von mindestens zwei Jahren, pro Vertragsjahr sollen je zwei Anzeigen veröffentlicht werden. Das bedeutet, dass für alle Anzeigen zusammengerechnet (siehe Aufzählung der einzelnen Kosten oben) eine Summe von 3.455,76 EUR gefordert werden kann! Dies gilt für insgesamt vier Anzeigen, welche sich jeweils aus den genannten Kosten zusammensetzt. Gewerbetreibende, die so eine Offerte in Auftrag geben, müssen demzufolge mit hohen Kosten rechnen. Belegexemplare werden nur auf Wunsch zugesandt.

Kontakt mit Verbraucherdienst e.V.


Haben Sie auch eine Offerte von der Regionale Print Medien GmbH erhalten? Nutzen Sie die folgenden Möglichkeiten, um mit uns in Kontakt zu treten.

Allgemeine Informationen erhalten Sie über unser Verbrauchertelefon:
0201-176 790

oder per E-Mail:
kontakt@verbraucherdienst.com

Für Nichtmitglieder ist es und nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur erlaubt Fragen allgemeiner Art zu beantworten.
Eine Einzelfallberatung ist uns nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur für Mitglieder erlaubt und wird durch kooperierende Rechtsanwälte durchgeführt.

Donnerstag, 16. März 2017

Firmenredaktion online | Firmeneintrag aus Sonnenland, Maspalomas

Uns liegen zwei Rechnungen des Branchenverzeichnisses „Firmenredaktion Online“ vor, die uns freundlicherweise durch einen Gewerbetreibenden vorgelegt wurden. Dem Unternehmer wird jeweils ein Firmeneintrag mit einer Laufzeit von 12 Monaten in einem Online-Portal in Rechnung gestellt.

Firmenredaktion online  Firmeneintrag aus Sonnenland, Maspalomas

Firmeneintrag für knapp 400 EUR


Im sonnigen Gran Canaria hat das Unternehmen Firmenredaktion Online ihren Sitz; genaugenommen in C.C. Sonnenland, 310-1311 Teobaldo Power, 35100 Maspalomas – so steht es im Briefkopf und im Impressum der Webseite. Firmenredaktion Online betreibt ein Branchenbuch (firmenredaktion-online.com), in dem Firmeneinträge von Unternehmern, Freiberuflern und Selbständigen zu finden sind.

Für einen solchen Firmeneintrag erhielt ein Gewerbetreibender im Januar diesen Jahres eine Rechnung: „Ihr Firmenpräsenz auf unseren Startseiten“, 12 Monate mit Suchoptimierung für insgesamt 399,00 EUR.

In der Rechnung sind die Anschrift, Kontaktdaten und auch eine kleine Beschreibung der Dienstleistung zu sehen.

Scan: Rechnung | Firmenredaktion online | 11.01.2017
Rechnung | Firmenredaktion online | 11.01.2017


Wie kam der Vertrag zustande?


In de Rechnung schreibt Firmenredaktion Online: „Nach Rücksprache mit Herr H. (Geschäftsführer, Anmerkung der Redaktion). kündigt sich Ihr Eintrag automatisch zum 11.01.2018. Des Weiteren wurde die Anrufbestätigung am 11.01.2017, Uhrzeit 11.15 protokolliert“. Die Aufzeichnung des Gesprächs wird auch weiter unten auf der Rechnung erneut verdeutlicht (siehe Bild der Rechnung). Somit soll laut dieses Schreibens der Gewerbetreibende zum Vertragsabschluss telefonisch kontaktiert worden soll.

Der Gewerbetreibende erhielt ca. 5 Wochen später erneut eine Rechnung durch die Firmenredaktion Online, die uns auch vorliegt. Bis auf das Datum sind beide Schreiben identisch, sogar die Rechnungsnummer.

Weitere Auffälligkeiten der Rechnungen


Firmenredaktion Online ist unter der gleichen Anschrift und Telefonnummer zu erreichen wie der „Gewerbeverlag Online“, über den wir bereits 2015 berichteten. Der Geschäftsführer ist bei beiden Unternehmen Markus H.

Die angegebene Bankverbindung, auf die der Betrag von 399,00 EUR eingezahlt werden soll, liegt laut der Rechnung bei Deutschen Bank. Jedoch lässt die dazugehörige IBAN auf ein spanisches Konto schließen (siehe Bild der Rechnung).

Kontakt mit Verbraucherdienst e.V.


Haben Sie auch eine Rechnung von der Firmenredaktion Online erhalten? Nutzen Sie die folgenden Möglichkeiten, um mit uns in Kontakt zu treten.

Allgemeine Informationen erhalten Sie über unser Verbrauchertelefon:
0201-176 790

oder per E-Mail:
kontakt@verbraucherdienst.com

Für Nichtmitglieder ist es und nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur erlaubt Fragen allgemeiner Art zu beantworten.
Eine Einzelfallberatung ist uns nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur für Mitglieder erlaubt und wird durch kooperierende Rechtsanwälte durchgeführt.

Mittwoch, 15. März 2017

Fa. Online Portal | Eintrag auf „firmendienst-portal.de“

Ein Gewerbetreibender leitete eine Offerte einer Firma namens „Online-Portal“ an uns weiter. Ihm wird durch dieses Unternehmen ein Eintrag auf dem Branchenverzeichnis „Firmendienst-Portal“ angeboten. Dieses Verzeichnis wird von einer uns bekannten Firma vertrieben: der I.K. Mediendienst GmbH.

Fa. Online Portal  Eintrag auf „firmendienst-portal.de“

Fa. Online-Portal - Eintrag für über 1.000 EUR


Uns liegt eine schriftliche Offerte einer Firma namens „Online-Portal“ vor. Diese Firma versandte das weiter unten zu sehende Schriftstück an einem Gewerbetreibenden, der das zur Veröffentlichung an uns weiterleitete.

Es geht um die Veröffentlichung eines Firmeneintrags, die durch Rücksendung des Formulars via Fax in Auftrag gegeben wird. Dies wird ersichtlich durch den kleiner gedruckten Text oberhalb des Formulars:
„Er (der Kunde, Anmerkung der Redaktion) beauftragt die Fa. Online-Portal, einen Werbeeintrag auf der Plattform firmendienst-portal.de erstellen zu lassen. (…) Sie ist weder Inhaberin des Werbeportals noch Vertreterin oder Außendienst des dortigen Inhabers. Sie übernimmt den Anzeigenauftrag ausdrücklich in eigenem Namen, behält sich aber vor, den Vertrag an einen anderen, dem Kunden vorgestellten Werbeanbieter zu übertragen.“

Scan: Offerte | Online-Portal | 08.03.2017
Offerte | Online-Portal | 08.03.2017


Die Kosten für so einen Eintrag direkt unter dem Text einzeln aufgeführt: so soll der Grundpreis bei 399,00 EUR liegen, hinzu kommen die Einstellungs- und Pflegekosten 299,00 und die grafische Gestaltung 199,00 EUR. Zuzüglich der Mehrwertsteuer macht das einen Gesamtbetrag in Höhe von 1067,43 EUR. Die Vertragslaufzeit beträgt drei Jahre und läuft laut Vertrag automatisch aus.

I.K. Mediendienst GmbH betreibt „firmendienst-portal.de“


Der oben beschriebene Vertrag kommt nur zustande, wenn man dieses Formular an „Online-Portal“ als Rückfax versendet. Es ist eine Berliner Faxnummer angegeben, erkennbar an der Vorwahl 030.

Wer das Branchenverzeichnis „Firmendienst-portal“ aufruft, wird eine Firma als Betreiberin finden, über die Verbraucherdienst e.V. in der Vergangenheit bereits berichten konnte: das Unternehmen I.K. Mediendienst GmbH. (LINK). Ein kostenpflichtiger Firmeneintrag auf dem Portal führt folgende Daten des Vertragskunden unter anderem die Kontaktdaten sowie einen Link zu Webseite und eine kleine Firmenbeschreibung auf.

Screenshot | Firmeneintrag auf Firmendienst-Portal | 15.03.2017
Screenshot | Firmeneintrag auf Firmendienst-Portal | 15.03.2017


I.K. Mediendienst GmbH ist in Köln ansässig. Auffällig ist, dass die Webseiten firmendienst-portal.de und das uns bekannte dov-portal.de sehr ähneln. Zum Vergleich führen wir hier die Allgemeinen Geschäftsbedingungen beider Seiten auf:

http://firmendienst-portal.de/agb.php

http://dov-portal.de/agb.php

Kontakt mit Verbraucherdienst e.V.


Haben Sie auch Erfahrungen oder allgemeine Fragen zu dem Formular dieser Firma Online-Portal? Oder zu I.K. Mediendienst GmbH? Nutzen Sie die folgenden Möglichkeiten, um mit uns in Kontakt zu treten.

Allgemeine Informationen erhalten Sie über unser Verbrauchertelefon:
0201-176 790

oder per E-Mail:
kontakt@verbraucherdienst.com

Für Nichtmitglieder ist es und nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur erlaubt Fragen allgemeiner Art zu beantworten.
Eine Einzelfallberatung ist uns nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur für Mitglieder erlaubt und wird durch kooperierende Rechtsanwälte durchgeführt.

Freitag, 10. März 2017

Maco Verlag M. Schunk | Städteinformationstafel

Herr G. ist Mitglied von Verbraucherdienst e.V. und betreibt ein Unternehmen für Bausanierungen. Er legte uns zur Veröffentlichung Unterlagen vor, die unter anderem eine Rechnung der Firma Maco Verlag M. Schunk beinhaltet. Diese wurde für eine Anzeige auf einer „Städteinformationstafel“ ausgestellt.

Maco Verlag M. Schunk  Städteinformationstafel


Über die Anzeigen auf Städteinformationstafeln


Sogenannte „Städteinfotafeln“ kommen dem einen oder anderen bekannt vor. Diese sind häufig in Schaukästen ausgestellt und zeigen neben einem Stadtplan diverse Firmen, die durch Banner dargestellt werden. Eine solche Darstellung erinnert nicht selten an eine Visitenkarte.

Solche Städteinformationstafeln bietet das Unternehmen Maco Verlag M. Schunk an. Auf der dazugehörigen Webseite macoverlag.de sind Beispiele des Angebots zur Ansicht hinterlegt. Allgemeine Geschäftsbedingungen oder eine Auflistung der Preise und nähere Angaben zum Angebot sind aktuell nicht auf der Webseite vermerkt (Stand 10.03.2017). Der Maco Verlag M. Schunk hat laut dem Impressum seinen Sitz in Herschbach und bezeichnet sich selbst als „Spezialist für Printwerbung“.

Screenshot Maco Verlag M. Schunk | Leistungen | 10.03.2017
Screenshot Maco Verlag M. Schunk | Leistungen | 10.03.2017


Cold Call vom Maco Verlag M. Schunk


Wir wurden auf das Angebot vom Maco Verlag M. Schunk aufmerksam, weil Herr G., Mitglied von Verbraucherdienst e.V., uns seine Erfahrungen mit dem Unternehmen schilderte. So erhielt er laut eigener Aussage einen unerwünschten Anruf eines Mitarbeiters des Maco Verlags M. Schunk – einen sogenannten Cold Call.

Herr G. gab uns gegenüber an, dass laut des Telefonats bereits ein Vertrag über eine Anzeigenschaltung bestehen solle und dieser verlängert werden kann. Daraufhin wurde ein Termin vereinbart, bei dem ein Mitarbeiter vom Maco Verlag M. Schunk den Arbeitsplatz von Herrn G. aufsuchte. Bei diesem Treffen wurde ein Formular unterzeichnet, welches wir hier abbilden:

Scan: Anzeigenvertrag | Maco Verlag M. Schunk
Anzeigenvertrag | Maco Verlag M. Schunk | Kontaktdaten verpixelt


Details aus dem Vertrag


Es geht in dem dargestellten Vertrag um den Anzeigenpreis auf einer Städteinformationstafel. Hier ein Auszug aus diesem Vertrag:


  • Din A1 (oder größer) an mindestens 50 Stellen
  • Verteilung erfolgt postalisch
  • Auflage mindestens 400 Exemplare pro Ausgabe
  • basiert auf der verbindlichen Textvorlage
  • der Inserat erhält ein Belegexemplar
  • Laufzeit ein Jahr, beinhaltet drei kostenpflichtige Ausgaben
  • der dargestellte Anzeigenpreis gilt für eine einzelne Anzeigen
  • es kommen noch Druck- und Auslieferungskosten hinzu


Eine geschaltete Anzeige auf einer Städteinformationstafel kostet 698,00 EUR. Zusätzlich werden Druckkosten in Höhe von 90,00 EUR berechnet sowie die Kosten für die Auslieferung 15,00 EUR. Der berechnete Preis beläuft sich auf 955,57 EUR netto. Da ein Vertrag aber drei Ausgaben umfasst, wird für die Anzeige insgesamt ein Betrag von 2866,17 EUR.

Wie kam der Vertrag zustande?


Herr G. erhielt eine Rechnung vom Maco Verlag M. Schunk in Höhe von besagten 955,57 EUR und gaben bekannt: „Wir bedanken uns über den erteilten Auftrag und freuen uns auf eine gute Zusammenarbeit“.

Wenige Tage später versandte Herr G. einen Widerruf an die Firma aus Herschbach. Wir zitieren aus dem uns vorliegenden Dokumenten: „Nach vollständiger Prüfung meiner Unterlagen habe ich festgestellt, dass es sich beim letzten Treffen mit Herrn A. Lxxxxxx keineswegs um eine Anzeigenkorrekturmaßnahme zum bestehenden Vertrag gehandelt hat, wie mir am Telefon versichert wurde. Sondern Herr A. Lxxxxxx forderte mich unter Zeitdruck und unter Arbeitsstress zum Unterschreiben eines neuen, sehr dubiosen Vertrags auf“. Zitatende.

Antwort vom Maco Verlag M. Schunk


Herr G. erhielt eine Antwort vom Maco Verlag M. Schunk, welche uns auch in schriftlicher Form vorliegt. Auch hier zitieren wir: „Ihr abgeschlossener Vertrag ist ein üblicher Werksvertrag zwischen Kaufleuten, der dem Widerrufsrecht ausgeschlossen ist. Dieser Vertrag wurde nicht untergejubelt, sondern mit vorheriger Terminabsprache wurde Ihre Anzeige von Ihnen geprüft und somit der Vertrag von Ihnen unterschrieben.“ Zitatende.

Herr G. erhielt laut eigener Aussage kein Belegexemplar dieser Anzeige. Darüber hinaus ist auch unbekannt, wie viele Exemplare wo ausgeliefert wurden. Der Gewerbetreibende legte keine „verbindliche Textvorlage“ vor, stattdessen wurden die benötigten Daten in dem Vertrag (siehe Bild) per Hand durch den Mitarbeiter des Maco Verlags M. Schunk ausgefüllt.

Kontaktaufnahme mit dem Verbraucherdienst e.V.


Herr G. leitete uns freundlicherweise die Unterlagen zur Veröffentlichung weiter. Haben Sie auch Erfahrungen oder allgemeine Fragen zu dem Unternehmen Maco Verlag M. Schunk? Nutzen Sie die folgenden Möglichkeiten, um mit uns in Kontakt zu treten.

Allgemeine Informationen erhalten Sie über unser Verbrauchertelefon:
0201-176 790

oder per E-Mail:
kontakt@verbraucherdienst.com

Für Nichtmitglieder ist es und nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur erlaubt Fragen allgemeiner Art zu beantworten.
Eine Einzelfallberatung ist uns nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur für Mitglieder erlaubt und wird durch kooperierende Rechtsanwälte durchgeführt.

Donnerstag, 9. März 2017

Onlineverzeichnis "ranking-bank" | Verlag für virtuelle Dienste

Über den Verlag für virtuelle Dienste konnte Verbraucherdienst e.V. bereits 2015 berichten. Damals ging es um das Branchenbuch „firmendeals.de“. Mittlerweile ist unter dieser URL das Branchenverzeichnis „ranking-bank“ zu finden. Laut AGB  dieser Seite kommt „ein kostenpflichtiger Eintrag in das Firmenverzeichnis zustande, nachdem der Kunde in einem zweiten Telefonat gegenüber eine(m/r) Mitarbeiter(in) des Verlags für virtuelle Dienste den von ihm gewünschten Vertragsabschluss bestätigt“.Was hat es mit dem Angebot auf sich?

Onlineverzeichnis ranking-bank  Verlag für virtuelle Dienste


Branchen-Index „ranking-bank“ - Eintrag durch doppelten Anruf


Das Webportal „ranking-bank“ wird betrieben durch die Firma Verlag für virtuelle Dienste aus Emmerich. Laut der eigenen Webseite, die unter ranking-bank.de bzw. ranking-bank.com aufrufbar ist, beschreibt sich das Unternehmen als „qualifizierte Full-Service-Agentur für Suchmaschinen-Marketing“. Diese Dienstleistung nutzt die Agentur, indem sie die Absicht haben, dass der Gewerbetreibende mehr Besucher bekommt, daraus neue Kunden gewinnen könne und so dauerhaft bessere Geschäfte durch das Internet machen kann. Ob das tatsächlich stattfindet kann von hier aus nicht beurteilt werden.

Wie kommt so ein Eintrag zustande? Laut den Allgemeinen Geschäftsbedingungen heißt es: „Ein kostenpflichtiger Eintrag in das Firmenverzeichnis kommt erst zustande, nachdem der Kunde in einem zweiten Telefonat gegenüber eine(m/r) Mitarbeiter(in) des Verlags für virtuelle Dienste den von ihm gewünschten Vertragsabschluss bestätigt.“ (Quelle: http://www.ranking-bank.de/agb.html, Stand 28.02.2017).

Screenshot "ranking-bank.de/agb.html" | 08.03.2017
Screenshot "ranking-bank.de/agb.html" | 08.03.2017


Laut AGB „Das Angebot für einen kostenfreien Basiseintrag kann ausschließlich nach Registrierung online, telefonisch oder in Textform abgeben werden.“. Sollten der Gewerbetreibende ein Basiseintrag auf der Seite ranking-bank.de gewählt haben, könnte es sein das dieser durch den Verlag für virtuelle Dienste telefonisch kontaktiert wird, um einen kostenpflichtigen Eintrag abzuschließen.
Beim zweiten Anruf besteht laut den AGB die Möglichkeit, dass der Basiseintrag zu einem kostenpflichtigen Premiumeintrag umgewandelt wird.

Hohe Kosten für einen Premiumeintrag


Wie tief muss ein Gewerbetreibender für ein solcher kostenpflichtigen Firmeneintrag in die Taschen greifen? Unter dem Punkt „Leistungspakete und Preise“ ist zu lesen:

Standard Preise: 1 Jahr Laufzeit 990,00 EUR inkl. MwSt. /
Zwei Jahre Laufzeit + Gratis Jahr: 1.980,00 EUR inkl. MwSt.

Screenshot "ranking-bank.de/unsere_leistungen.html" | 08.03.2017
Screenshot "ranking-bank.de/unsere_leistungen.html" | 08.03.2017


Über Sinn und Zweck eines Eintrags in einem Branchenbuch lässt sich mit Sicherheit streiten. Der Mehrwert für Gewerbetreibende lässt sich über SEO-Analyse-Werkzeuge messen; wobei jeder Interessierte sich selbst seine Meinung dazu bilden sollte. Es gibt sicherlich auch nützlicheFirmenverzeichnisse (unter anderem die Gelben Seiten, Firmen-atlas.com), mit denen besonders Firmen ohne eigene Webseite in den Suchergebnissen punkten können.

Der Verlag für virtuelle Dienste bietet Unternehmern und Dienstleistern eine lange Liste an Dienstleistungen an, wie zum Beispiel „Verlinkung zu Google, Yahoo, Avista etc“. Ist eine Verlinkung zu Suchmachinen empfehlenswert? Eine Indexierung der Webseite für entsprechende Suchergebnisse wäre unter Umständen erfolgreicher. Zusätzlich ist zu erwähnen, dass uns „Avista“ unbekannt ist. Vielleicht ist die seit 2013 abgeschaltete Suchmaschine AltaVista gemeint? Selbst dann wäre der Sinn einer Verlinkung dorthin schleierhaft.

Kontakt mit Verbraucherdienst e.V.


Wurden Sie auch durch den Verlag für virtuelle Dienste kontaktiert? Wir beantworten Ihnen allgemeine Fragen zu dem Thema. Nutzen Sie unsere folgenden Kontaktmöglichkeiten:

Allgemeine Informationen erhalten Sie über unser Verbrauchertelefon:
0201-176 790

oder per E-Mail:
kontakt@verbraucherdienst.com

Für Nichtmitglieder ist es und nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur erlaubt Fragen allgemeiner Art zu beantworten.
Eine Einzelfallberatung ist uns nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur für Mitglieder erlaubt und wird durch kooperierende Rechtsanwälte durchgeführt.

Montag, 6. Februar 2017

European Database Services Ltd. | Rechnung aus Sofia, Bulgarien

Uns liegt eine Rechnung aus Sofia, Bulgarien vor. Eine Firma namens European Database Services Ltd. verschickte an einen Gewerbetreibenden eine Rechnung über 760,00 EUR. Dieses Schreiben, welches in englischer Sprache verfasst ist, wurde uns freundlicherweise zur Berichterstattung vorgelegt.

Beitragsbild: European Database Services Ltd. | Rechnung aus Sofia, Bulgarien

EUCOMDAT Company Data GmbH überträgt Rechte auf die European Database Services Ltd.


Die Firma European Database Services Ltd. hat ihren Sitz laut Briefkopf in Sofia, Bulgarien und verschickte eine Rechnung an einen Gewerbetreibenden, der sich mit dem Schreiben zwecks Öffentlichkeitsarbeit an uns wandte.

Laut der Rechnung wird bekannt gegeben, dass die Rechte über einen Account des Gewerbetreibenden von der EUCOMDAT Company Data GmbH auf die European Database Services Ltd. übertragen wurden. So sollen noch Forderungen eines Auftrags aus dem Jahr 2015 gegenüber dem Gewerbetreibenden offen sein. Die offene Forderung bezieht sich auf einen Eintrag und die Erfassung der Umsatzsteuer-Identifikationsnummer (hier englisch VAT) und beläuft sich auf 760,00 EUR.

Dieses Geschäftsgebaren kommt Verbraucherdienst e.V. bekannt vor. Vor einiger Zeit kursierten Schreiben der EUCOMDAT Company Data GmbH, in denen ebenfalls hohe Beträge für die Erfassung der Ust-Nr. auf einer Online-Datenbank gefordert wurden – wir berichteten unter: Eucomdat Company Data GmbH | National Inkasso GmbH.

Scan: Rechnung | European Database Services Ltd. | 24.01.2017
Rechnung | European Database Services Ltd. | 24.01.2017

Gibt es ein Verzeichnis zur Erfassung und Veröffentlichung von Ust-Ids?


Der Betrag soll auf ein Konto in Bulgarien überwiesen werden, wo auch die Firma Ihren Sitz hat. Es gilt zu beachten, dass bereits im Jahr 2013 Gewerbetreibende und Freiberufler solche amtlich wirkende Schreiben im Briefkasten vorfanden, in denen über 800 EUR für die „Erfassung und Veröffentlichung“ von Umsatzsteuer-Identifikationsnummern gefordert wurden. Dabei gibt es keine offizielle Behörde, die Ust-IDs in dieser Form sammelt oder gar Gebühren für einen Eintrag verlangt.

Der Gewerbetreibende soll in diesem Fall mit der European Database Services Ltd. seinen Eintrag auf dem Portal „www.vat-identification.eu“ wiederfinden. Die Rechte sollen ja laut des Schreibens von der EUCOMDAT Company Data GmbH übertragen worden sein. Im Impressum ist jedoch aktuell nicht die European Database Services Ltd. vermerkt (Stand 06.02.2017)

Screenshot: Impressum | www.vat-identification.eu | 06.02.2017
Impressum | www.vat-identification.eu | 06.02.2017

Kontakt mit Verbraucherdienst e.V.


Haben Sie auch so ein Schreiben von einer Firma mit der Bezeichnung European Database Services Ltd. erhalten? Wir beantworten Ihnen allgemeine Fragen zu dem Thema. Nutzen Sie unsere folgenden Kontaktmöglichkeiten:

Allgemeine Informationen erhalten Sie über unser Verbrauchertelefon:
0201-176 790

oder per E-Mail:
kontakt@verbraucherdienst.com

Für Nichtmitglieder ist es und nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur erlaubt Fragen allgemeiner Art zu beantworten.
Eine Einzelfallberatung ist uns nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur für Mitglieder erlaubt und wird durch kooperierende Rechtsanwälte durchgeführt.

Mittwoch, 1. Februar 2017

Zahlungsaufforderung | National Inkasso für TechBiz24 Ltd.

Uns liegt eine Zahlungsaufforderung mit dem Betreff „Letzter Versuch“ von der National Inkasso GmbH aus Düsseldorf vor. Im Auftrag der TechBiz24 Ltd. fordert das Inkassounternehmen von einem Mitglied einen Betrag in Höhe von 148,80 EUR.

Beitragsbild: Zahlungsaufforderung  | National Inkasso für TechBiz24 Ltd.

Fast 150 EUR für einen Ratgeber


Die aktuelle Zahlungsaufforderung der Düsseldorfer National Inkasso GmbH, die uns durch einen Verbraucher bzw. ein Mitglied vorgelegt wurde, beginnt mit Drohgebärden. So lautet der Betreff „Letzter Versuch: Abwendung Ihres Gerichtsverfahrens“. Als Auftraggeber ist das Unternehmen TechBiz24 Ltd. genannt. Wir fanden im Zuge unserer Internetrecherche heraus, dass diese Firma sich für das Portal „Der Date Hacker“ verantwortlich zeigt (Stand 31.01.2017).

TechBiz24 Ltd. soll laut der Zahlungsaufforderung auch den „Ratgeber zur Heilung von Erektiler Dysfunktion“ anbieten, welchen der Verbraucher erworben haben soll. Die noch offenen Kosten belaufen sich auf eine Höhe von 148,40 EUR. Dieser Betrag soll innerhalb von 14 Tagen gezahlt werden.

Scan: National Inkasso | Techbiz24 Ltd. | 17.01.2017
National Inkasso | Techbiz24 Ltd. | 17.01.2017


National Inkasso droht mit einem Gerichtsverfahren


In dem Schreiben erklärt die National Inkasso gegenüber dem Empfänger, dass sie nun den Auftrag inne hat, „die Summe gerichtlich einzuklagen“. Dass dies höchstwahrscheinlich mit höheren Kosten verbunden wäre, folgt im nächsten Satz. Dem Empfänger wird als Option eine monatliche Ratenzahlung angeboten, infolgedessen würde das Inkassounternehmen aus Düsseldorf auf „weitere gerichtliche Maßnahmen“ verzichten.

Wir vom Verbraucherdienst e.V. berichteten schon häufig über National Inkasso. Für andere Beiträge und Informationen klicken Sie bitte auf den folgenden Link: National Inkasso GmbH Erfahrungen

Kontakt mit Verbraucherdienst e.V.


Haben Sie auch eine Zahlungsaufforderung von der National Inkasso GmbH wegen einer offenen Forderung von TechBiz24 Ltd. erhalten? Gerne können Sie sich an für allgemeine Informationen an uns wenden.

Allgemeine Informationen erhalten Sie über unser Verbrauchertelefon:

0201-176 790

oder per E-Mail:

kontakt@verbraucherdienst.com


Für Nichtmitglieder ist es und nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur erlaubt Fragen allgemeiner Art zu beantworten.

Eine Einzelfallberatung ist uns nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur für Mitglieder erlaubt und wird durch kooperierende Rechtsanwälte durchgeführt.

Dienstag, 31. Januar 2017

doInvest Dortmund | Innovatives Crowdinvesting

Unter doinvest.de fand Verbraucherdienst e.V. die Webseite der doInvest - mit dem Vermerk "Copyright 2014". Im Impressum ist doInvest GmbH & Co. KG, Königswall 38-40, 44137 Dortmund vermerkt, Geschäftsführer ist Herr Eckard Schulz.

Beitragsbild: doInvest GmbH & Co. KG Dortmund


Was sagt laut die doInvest GmbH & Co KG über sich selbst?


Auf der Startseite heißt es "WILLKOMMEN BEI DOINVEST, INNOVATIVES CROWDINVESTING UND HOCHEFFEKTIVES MARKETING". Weiter heißt es unter "Über uns":

"Niedrige Zinsen bei Kreditinstituten, weltwirtschaftliche Stimmungsschwankungen an den Börsen und eine Verselbstständigung der Finanzmärkte machen klassische Anlageformen zunehmend unattraktiv. Klassisch angelegtes Geld, insbesondere solches, das vermeintlich als sicher angelegt gilt, verliert aufgrund der anhaltenden Inflation sogar an Wert. Deshalb wollen wir Ihnen mit einer Beteiligung an doInvest eine einfache und bessere Alternative bieten.

DoInvest hat sich zum Ziel gesetzt eine der führenden Crowdinvesting-Plattformen in Deutschland zu werden.

Wir ermöglichen Investoren, in vielversprechende Startups zu investieren. Unser Anspruch an uns ist es dabei, nur höchste Qualität zu bieten. Bewusst setzen wir dabei auf Klasse statt Masse und konzentrieren uns auf ausgewählte Startups, die sich auf doInvest.de den Investoren präsentieren."

Wie will die doInvest GmbH & Co KG zu einer führenden Crowdinvesting- Plattformen werden?


Mit Werbeaussagen wie:

- "Wir schaffen erfolgreiche Startups"
- "Unsere Experten sichern den Erfolg"

"Ein großes Expertennetzwerk sichert dabei den Erfolg unseres gesamten Investitions-Portfolios durch aktives Mitwirken. So haben diese bereits viele Gründungen begleitet und unter anderem beispielsweise Dealgigant, Goldaktie oder LottoX zum Erfolg verholfen."

- "Höchste Rendite für sie als Anleger"

"Bereits von Beginn an etwas Großem beteiligt zu sein, verspricht die höchstmögliche Rendite. Als zukünftiger Volksinkubator möchten wir Jedermann die Möglichkeit bieten, von maximalen Renditechancen bei zeitgleich minimiertem Risiko zu profitieren. Dazu laden wir Sie herzlich ein, sich direkt an der Gold International SE zu beteiligen. Das ist ganz einfach und bereits ab 1000 € Einlage möglich."

Stimmen im Internet und Berichte zu den Projekten, die von den Experten der doInvest GmbH & Co KG begleitet wurden

So heißt es im Netz:

- Dealgigant.de: Vorsicht vor Gutscheinaktion bei dealgigant.de de

- Lotto X vorher Lottoteam: Recherche Undercover von Günter Wallraff

- Goldaktie der Gold International SE: Beiträge von Verbraucherdienst e.V.

Mittels unerlaubten Werbeanrufen wurden in ganz Deutschland Verbraucher Goldaktien angedient in Form von partiartischen Darlehen, Spar- und Reservierungsplänen und/oder Crowdinvesting. Bis Januar 2016 sind laut eigenen Unternehmensberichten keine Gelder in Startups geflossen. Auch 2017 rechnet man laut Unternehmensberichten der Gold International SE nicht mit positiven Gewinnen. Die Aktienkurse, auf die auf den Kontoauszügen der Anleger ausgewiesen wurden, konnten in gerichtlichen Auseinandersetzungen nicht belegt werden. Die Gold International SE verlor in gerichtlichen Prozessen vor dem Amtsgericht sowie Landgericht die Klagen auf Rückzahlung, entweder durch einen Vergleich oder durch ein Urteil. Geschäftsführer und/oder Vorstand der Firmen ist Herr Eckard Schulz.

Kontakt mit Verbraucherdienst e.V.


Haben Sie Erfahrungen mit den hier aufgeführten Firmen gemacht oder benötigen Informationen? Gerne können Sie sich uns wenden:

Allgemeine Informationen erhalten Sie über unser Verbrauchertelefon:

0201-176 790

oder per E-Mail:

kontakt@verbraucherdienst.com


Für Nichtmitglieder ist es und nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur erlaubt Fragen allgemeiner Art zu beantworten.

Eine Einzelfallberatung ist uns nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur für Mitglieder erlaubt und wird durch kooperierende Rechtsanwälte durchgeführt.

Montag, 30. Januar 2017

Neuigkeiten zu Gold International SE

Ein Rechtsstreit zwischen einem Mitglied von Verbraucherdienst e.V. und der Gold International SE wurde am Landgericht Düsseldorf entschieden. So wurde entschieden, dass es zwischen dem Unternehmen aus Dortmund (bis Ende 2016 in Düsseldorf ansässig) und dem Kläger zu einem Vergleich kommt.


Vergleichsverfahren: Ansprüche gegen Gold International SE


Ein Mitglied vom Verbraucherdienst e.V. wurde von einem kooperierenden Anwalt dabei unterstützt, einen Prozess gegen die Gold International SE anzustreben, welches nun vor dem Landgericht Düsseldorf in einem Vergleich zwischen beiden Parteien endete. In diesem Vergleichsverfahren verwies die Kammer in Hinblick auf die Gold International SE und den Geschäftsführer E. Schulz darauf, dass Anspruchsgrundlagen wie §§ 24 Wertpapierprospektgesetz, § 21 Vermögensanlagegesetz sowie ein Anspruch nach §826 BGB in Betracht kommen würden.

In diesem Vergleich einigten sich die Parteien, dass die Aktien unseres Mitgliedes auf die Gold International SE übertragen werden. Die Firma aus Dortmund zahlt dem Kläger eine Summe in Höhe von 5.000 EUR, damit ist das Geschäftsverhältnis beendet und es bestehen keine weiteren wechselseitigen Ansprüche.

Weitere Informationen für Anleger


Verbraucherdienst e.V. berichtete bereits häufiger über das Unternehmen und dessen Anlageangebote, diese wurden den Anlegern mittels Werbeanrufen durch die Gold International SE und deren beauftragten Call Centern angedient. Wurden Ihnen auch mittels Werbeanruf durch die Gold International SE ein Spar und Reservierungsplan, ein partiarisches Darlehen und/oder Aktien der Gold International SE angeboten?

Gerne informieren wir sie unter 0201-176790

Bereits im Februar 2014 untersagte die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) das öffentliche Angebot dieser Gold Aktien, da kein genügender Wertpapierprospekt vorlag, wie es laut Wertpapierprospektgesetz aber gefordert wird. So ein Prospekt ist Voraussetzung für Anleger, um die Rahmenbedingungen und weitere Angaben des Aktienangebotes zu erfahren.

Kontakt mit Verbraucherdienst e.V.

Gerne können Sie sich an für allgemeine Informationen an uns wenden.

Allgemeine Informationen erhalten Sie über unser Verbrauchertelefon:

0201-176 790

oder per E-Mail:

kontakt@verbraucherdienst.com


Für Nichtmitglieder ist es und nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur erlaubt Fragen allgemeiner Art zu beantworten.

Eine Einzelfallberatung ist uns nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur für Mitglieder erlaubt und wird durch kooperierende Rechtsanwälte durchgeführt.

Dienstag, 24. Januar 2017

Branchenverzeichnis DBVZ | Business Service Media GmbH

Uns liegt eine Rechnung der Firma Business Service Media GmbH aus Emmerich am Rhein vor. Die Firma betreibt das Branchenverzeichnis DBVZ und stellte einem unserer Mitglieder einen Branchenbucheintrag in Rechnung. Uns gegenüber gab das Mitglied in einer E-Mail jedoch an, dass es sich nicht daran erinnern könnte, einen Vertrag mit dem Unternehmen abgeschlossen zu haben.

Beitragsbild: Branchenverzeichnis DBVZ - Business Service Media GmbH


DBVZ – Branchenbucheintrag für 830,62 EUR


Verbraucherdienst e.V. wurde von einem Mitglied mittels E-Mail kontaktiert, weil sie laut eigener Aussage ein Telefonat mit einem Unternehmen bezüglich DBVZ geführt hatte. Daraufhin wurde an das Mitglied, welches gleichzeitig eine Gewerbetreibende ist, eine Rechnung für einen Eintrag in ein Branchenbuch versandt. Die Firma Business Service Media GmbH mit Sitz in Emmerich am Rhein stellt der angerufenen Gewerbetreibenden einen „Standard“ Eintrag für 36 Monate zum Sonderpreis in Rechnung, welcher auf www.dbvz.de geschaltet werden soll.

Der Preis für diesen Eintrag soll insgesamt 830,62 EUR betragen. In diesem Branchenbucheintrag sollen laut Rechnung unterschiedliche Elemente dargestellt werden, wie zum Beispiel eine „sichtbare Anzeige Fix“ auf der Startseite und ein Firmenlogo oder Bild. Innerhalb von 14 Tagen soll der Betrag gezahlt werden.

Business Service Media GmbH – Wie kam der Vertrag zustande?


Unser Mitglied gab uns via E-Mail  an, mit der Business Service Media GmbH keinen Vertrag für einen Eintrag im Branchenverzeichnis DBVZ in Auftrag gegeben zu haben. Zwar soll es zum besagten Telefonat gekommen sein, doch ausdrücklich zu keinem Vertragsabschluss.

Laut den Allgemeinen Geschäftsbedingungen, die unter dbvz.de abrufbar sind (Stand 24.01.2017) kommen Verträge wie folgt zustande: „Von einem verbindlichen Auftrag kann erst dann ausgegangen werden, wenn der Kunde in einem zweiten Telefonat mit Mitarbeitern der Business Service Media GmbH den Vertragsabschluss bestätigt hat oder der Auftrag schriftlich erteilt wurde.“ Quelle: http://www.dbvz.de/unternehmen/agb.html

Leider ist uns nicht bekannt, ob es zu einem zweiten Telefonat mit einem Mitarbeiter der Business Service Media GmbH und unserem Mitglied kam.

Der 36 monatige Vertrag laut der AGB auf dbvz.de um weitere 12 Monate verlängert, sofern der Kunde nicht spätestens 6 Wochen vor Vertragsende gekündigt wird.

Scan: DBVZ | "Auszug Ihres Eintrages" | 10.01.2017
DBVZ | "Auszug Ihres Eintrages" | 10.01.2017

Scan: DBVZ | Rechnung | 10.01.2017
DBVZ | Rechnung | 10.01.2017

Kontakt mit Verbraucherdienst e.V.


Haben Sie auch Erfahrungen mit dem Branchenverzeichnis DBVZ? Sind Sie auch Gewerbetreibender und wurden durch die Business Service Media GmbH aus Emmerich kontaktiert? Gerne können Sie sich an für allgemeine Informationen an uns wenden.

Sie suchen einen seriösen Anbieter? Schauen Sie doch mal auf Verbraucherdienst e.V. Empfehlung nach.

Allgemeine Informationen erhalten Sie über unser Verbrauchertelefon:

0201-176 790

oder per E-Mail:

kontakt@verbraucherdienst.com


Für Nichtmitglieder ist es und nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur erlaubt Fragen allgemeiner Art zu beantworten.

Eine Einzelfallberatung ist uns nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur für Mitglieder erlaubt und wird durch kooperierende Rechtsanwälte durchgeführt.